Werder-Niederlage gegen Hoffenheim
So bitter! Werder Bremen gleicht ganz spät aus und verliert doch noch gegen die TSG Hoffenheim
Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel am 7. Spieltag gegen die TSG Hoffenheim mit 2:3 (1:2) verloren. Der Spielbericht der DeichStube.
Bremen – Kaum zu glauben, aber wahr: Da gleicht der SV Werder Bremen in der Nachspielzeit aus und steht am Ende doch noch mit leeren Händen da. Jens Stage hatte mit seinem Treffer zum 2:2 das Wohninvest Weserstadion in ein Tollhaus verwandelt. Das lange Anrennen war doch noch belohnt worden. Aber nur 87 Sekunden später besorgte Marius Bülter den 3:2-Siegtreffer für die TSG 1899 Hoffenheim. Der Tabellensechste aus dem Kraichgau hatte die Partie vor der Pause gegen ganz schwache Gastgeber dominiert und nach den Treffern von Maximilian Beier (8.) und Grischa Prömel (29.) und dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Romano Schmid (17.) verdient mit 2:1 vorne gelegen. Wieder einmal war die Bremer Defensive nicht bundesliga-reif gewesen. Erst nach dem Wechsel wurde Werder mutiger, das reichte trotz leidenschaftlichen Kampfs aber letztlich nicht zum Punktgewinn. In der Tabelle rutschten die Bremer auf Rang 14 ab und bangen um Naby Keita, der bei seiner Startelf-Premiere nach knapp einer Stunde angeschlagen ausgewechselt werden musste. Zum Glück steht das nächste Bundesliga-Spiel wegen der Länderspielpause erst am 20. Oktober auf dem Programm – dann geht es zu Borussia Dortmund.
Werder-Coach Ole Werner hatte mit seiner Aufstellung gegen den Tabellensechsten für großes Staunen gesorgt – so gewaltig waren die Veränderungen im Vergleich zum Darmstadt-Desaster vor einer Woche gewesen. Für die gesundheitlich verhinderten Amos Pieper und Olivier Deman rückten Nicolai Rapp und Anthony Jung ins Team. Christian Groß, Jens Stage und Rafael Borré wurden derweil sportlich ausgemustert und durch Marco Friedl, Naby Keita und Justin Njinmah ersetzt. Gleich drei Profis des SV Werder Bremen feierten ihr Startelf-Debüt in der Bundesliga: Rapp, Keita und Njinmah. Der sonst so auf Kontinuität bedachte Werner hatte wie schon nach der Pleite in Heidenheim auf Tabula rasa gesetzt. Gegen Köln war dabei ein 2:1-Heimsieg herausgesprungen – allerdings nach einer schwachen Anfangsphase.
Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim: Maximilian Beier trifft früh - Romano Schmid gleicht aus
Die gab es dann auch gegen die TSG Hoffenheim. Die Gäste übernahmen sofort das Kommando und kamen problemlos zur frühen Führung. Friedl hatte Grischa Prömel nicht hart genug attackiert und Rapp keine bundesliga-reife Geschwindigkeit, um Maximilian Beier auf dessen Weg zum 1:0 folgen zu können (8.). Ein Gegentor, dass Werder Bremens große Defensivprobleme sofort wieder aufdeckte. Denn ganz vorne war auch Njinmah viel zu passiv und danach der Sechserraum überhaupt nicht besetzt gewesen.
Bei Werder Bremen lief nicht viel zusammen oder besser gesagt: Die Grün-Weißen liefen nur hinterher. Bis sich Mitchell Weiser ein Herz nahm, nach einem Solo Marvin Ducksch bediente, der die Kugel direkt auf Romano Schmid gab. Und der Österreicher nutzte endlich mal eine Torchance, allerdings mit freundlicher Unterstützung von Prömel, der den Schuss unhaltbar abfälschte (17.).
Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim: Naby Keita fehlt jegliche Dynamik - Justin-Njinmah-Tor zählt nicht
Der Ausgleich änderte allerdings nichts am Spiel. Werder Bremen agierte weiter wie das Kaninchen vor der Schlange, es fehlte vor allem die nötige Aggressivität. So auch in der 29. Minute, als Weiser Hoffenheims Robert Skov am Strafraum einfach ziehen ließ und Friedl vor Prömel lieber in die Knie ging, anstatt ihn anzugreifen. Der nutzte das für einen Schuss aus 18 Metern zum verdienten 2:1.
Wo war eigentlich Naby Keita? Dem Top-Neuzugang vom FC Liverpool fehlte nach seiner langen Verletzungspause jegliche Dynamik, er konnte sich nicht in Szene setzen. Das frustete ihn offenbar so sehr, dass er an der Mittellinie den Ex-Bremer Kevin Vogt übel foulte und dafür völlig zurecht Gelb sah (32.). Viel mehr passierte vor der Pause nicht mehr, weil Hoffenheim nicht wollte und Werder nicht konnte.
Ole Werner sah in der Pause dennoch keinen Grund für einen Wechsel. Immerhin wirkte offenbar seine Kabinenansprache. Denn Werder Bremen kam etwas mutiger aus der Kabine. Nach einem langen Ball von Milos Veljkovic lief Njinmah seinem Gegenspieler Vogt davon und vollstreckte zum 2:2. Riesenjubel! Doch die Fahne des Schiedsrichter-Assistenten schnellte hoch - und auch der Video-Assistent entschied auf Abseits (51.).
Werder Bremen nach Niederlage gegen TSG Hoffenheim sauer auf Schiedsrichter Christian Dingert: „Ein bisschen respektlos“!
Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim: Wilde Schlussphase - Jens Stage gleicht aus - dann der Marius-Bülter-Schock
Wenig später ging Keita in die Knie. Kurz zuvor hatte er sich nach einem Sprint an den hinteren Oberschenkel gefasst. Das roch doch sehr nach einer Muskelverletzung. Der Mittelfeldspieler verließ den Platz, genauso wie Njinmah. Dafür kamen Stage und Borré ins Spiel (59.). Und das tat dem Bremer Spiel gut. Weiser verpasste nach einem weiteren guten Veljkovic-Ball die Gelegenheit zum Ausgleich (70.). Das reichte Werner aber nicht, er reagierte und brachte Nick Woltemade und Christian Groß für Rapp und Lynen (73.). Woltemade sorgte sofort für die nächste Chance, die Schmid vergab (74.). Auch Ducksch zielte wenig später knapp über das Tor.
Jetzt war Werder Bremen endlich richtig drin in diesem Spiel gegen die TSG Hoffenheim. Das galt auch für den lange nicht mehr berücksichtigten Leonardo Bittencourt, der in der 83. Minute für Friedl kam. Nun war es ein Bremer Sturmlauf! Den Jens Stage in der Nachspielzeit per Direktabnahme nach Vorarbeit von Groß mit dem 2:2 krönte. Das Weserstadion bebte. Ein Happy End nach dem Fanmarsch mit 2500 Teilnehmern vor der Partie war zum Greifen nahe. Doch 87 Sekunden später folgte der Schock, als Bülter die Gäste wieder in Führung schoss. Die Bremer gaben aber nicht auf, warfen alles nach vorne. Vergeblich! Nach zwei Heimsiegen gab es eine am Ende unglückliche Niederlage, die ihren Ursprung aber auch in einer ganz schwachen ersten Hälfte hatte. (kni)
Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim: Lest den Spielverlauf im Liveticker nach
Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim. Alle Infos von vor der Partie sowie alle Tore und News vom Bundesliga-Spiel - alles live im Live-Ticker der DeichStube. Endstand: 3:2 für Hoffenheim.
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20:32 Uhr: Ist das bitter! Das Spiel ist zu Ende und Werder verliert 2:3 gegen Hoffenheim. Vor allem von der 70. Minute an hat Werder immer wieder das Hoffenheimer Tor unter Beschuss genommen und durch Stage verdientermaßen den Ausgleich erzielt. Dann war die Abwehr der Werderaner jedoch zum wiederholten Male zu unachtsam und kassierte den Siegtreffer der Hoffenheimer. Einfach. Nur. Bitter.
90. + 9 Min: Und nochmal Freistoß für Hoffenheim. Bebou wurde zuvor gefoult. Der Standard wird kurz ausgespielt, Bebou tänzelt mit dem Ball auf Höhe der Bremer Eckfahne herum. Den Ball verliert er direkt wieder, einen Eckball gibt es nicht mehr.
90. + 7 Min: Nochmal Eckball für Werder! Selbst Pavlenka ist mit vorne. Aber der Standard bringt wieder nichts ein. Kurz darauf setzt Bülter zum schnellen Konter ab, er wird noch in der eigenen Hälfte gestoppt.
90. + 7 Min: Vogt holt sich die Gelbe Karte ab, während Werder weiter nachsetzt. Jung haut den Ball bis nach vorne zu Ducksch, der die Kugel direkt wieder verliert.
90. + 4 Min: Insgesamt gibt es sieben Minuten Nachspielzeit, die es definitiv in sich haben! Erst erzielt Werder den verdienten Ausgleich, keine 90 Sekunden später stellt Bülter die alte Hoffenheimer Führung wieder her. Hier ist der Teufel los!
Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim: Wahnsinn im Weserstadion! Bremer Ausgleich direkt gekontert
90. + 3 Min: Was ist das denn?! Einwurfflanke, der Ball kommt zu Bülter, der mit Vollspann abzieht und das 3:2 für Hoffenheim erzielt.
90. Min: Und da ist der Ausgleich für Werder!!! Stage erzielt das 2:2!! Bremen bemüht sich für sein Offensivtreiben in den letzten 20 Minuten. Borré bedient Groß auf dem rechten Flügel, der zu Stage flankt. Der Mittelfeldmann feuert volley aufs Tor und trifft zum verdienten Ausgleich.
90. Min: xxOffensiver Ballverlust von Vogt, der Bremer Konter rollt über Weiser und Borré. Weiser spielt den Ball quer ins Zentrum zu Schmid. Dessen Schuss ist zu ungenau und geht links vorbei.
87. Min: Werder ist am Drücker! Nur will das 2:2 nicht fallen. Erneut ein Eckball für die Bremer, den Ducksch ausführt. Sein Ball findet jedoch keinen Abnehmer.
Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim: Werder drückt auf den Ausgleich – Hoffenheim bleibt gefährlich
85. Min: Am rechten Pfosten hat Borré die Chance zum Abstauber, erwischt die für ihn bestimmte Flanke aber nicht ganz.
83. Min: Nächste Riesen-Chance für Hoffenheim! Eine Flanke findet im Strafraum Bebou, der per Kopf jedoch leicht verzieht.
83. Min: Auch Werder-Abwehrspieler Friedl hat nun Feierabend. Für ihn ist Bittencourt neu mit dabei. Der Mittelfeldmann spielt direkt eine Flanke in den Hoffenheimer Strafraum, die aber keinen Abnehmer findet.
82. Min: Werder betreibt ein Spiel mit dem Feuer. Man zeigt sich dynamischer und offensiv gefährlicher, in der Defensive aber weiter anfällig. Gelingt noch das 2:2 oder erzielt eher Hoffenheim die 3:1-Entscheidung?
81. Min: Doppelwechsel bei Hoffenheim: Grillitsch und Beier dürfen raus, Bebou und Becker sind neu mit dabei.
80. Min: Und die nächste Riesen-Chance für Hoffenheim! Der Ex-Bremer Grillitsch taucht frei vor Pavlenka auf, haut den Ball jedoch nur in den Bremer Abendhimmel.
78. Min: Standards, sie bleiben ein leidiges Thema bei Werder. Die Bremer bekommen einen Freistoß, Ducksch tritt an – und platziert den Ball genau in die Hände von Baumann.
Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim: Die letzten 15 Minuten laufen – was geht noch bei Werder?
75. Min: Ducksch schießt aus der Drehung aufs Tor, der Ball geht jedoch drüber. Doch das Publikum spürt, dass Werder nicht aufgibt und peitscht ihr Team lautstark voran.
73. Min: Kaum auf dem Platz, wird Woltemade direkt offensiv aktiv! Er bedient Schmid, der aus der Distanz abzieht. Der Ball schnellt knapp ober rechts am Tor der Hoffenheimer vorbei.
73. Min: Doppelwechsel bei Werder: Lynen geht raus, für ihn kommt Woltemade rein. Auch für Rapp ist der Arbeitstag beendet, er wird durch Groß ersetzt.
72. Min: Akpoguma steigt zu hart in den Zweikampf mit Schmid ein und sieht dafür die Gelbe Karte.
70. Min: Langer Ball von Veljkovic auf Weiser, der in Richtung des Hoffenheimer Tors stürmt. Der Bremer ist jedoch zu zögerlich, nimmt den Ball nicht direkt an und wird von Baumann gestört, der den Ball klärt.
69. Min: Und da ist die nächste Gelbe Karte der Partie. Prömel mit einem taktischen Foul, das von Schiedsrichter Dingert geahndet wird.
68. Min: Eckball für Werder, der Ball wird zu Stage gespielt, der sich vorm Hoffenheimer Strafraum postiert hat. Sein Schuss aus der Distanz streicht aber links am Hoffenheimer Tor vorbei. Keine echte Gefahr für Baumann.
65. Min: Für Kabak geht es nicht weiter. Hoffenheim muss erneut wechseln, Akpoguma ist nun neu mit dabei.
63. Min: Und das hätte das 3:1 für Hoffenheim sein können! Abwehrspieler Vogt taucht frei vor Pavlenka auf, zielt aber genau auf den Werder-Schlussmann.
62. Min: Immer wieder Breier! Der Hoffenheim-Stürmer tankt sich im Bremer Strafraum durch und sorgt mal wieder für Gefahr. Zumindest ansatzweise, denn sein Schuss zischt über das Tor von Pavlenka hinweg.
Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim: Naby Keita muss runter – nach 60 Minuten ist Schluss
60. Min: Und jetzt wechselt auch Hoffenheim-Coach Matarazzo. Skov muss runter, Bülter ist neu mit in der Partie.
59. Min: Doppel-Wechsel bei Werder! Keita muss raus, mehr als knapp 60 Minuten sind für den Mittelfeldmann heute nicht drin. Für ihn kommt Stage in die Partie. Beendet ist der Arbeitstag aber auch für Njinmah, er wird durch Borré ausgewechselt.
58. Min: Und der nächste Bremer Spieler sieht die Gelbe Karte. Nicolai Rapp wird für ein zu hartes Tackling bestraft.
56. Min: Und da ist die nächste Gelbe Karte. Wieder trifft es einen Werder-Spieler, und zwar Weiser.
55. Min: Chaos im Bremer Strafraum! Hoffenheim stochert mit dem Ball herum, letztendlich geht der Schuss weit übers Tor von Werder.
53. Min: Prömel wird mit Ball in den Bremer Strafraum geschickt, ein Bremer Abwehrspieler kann jedoch direkt klären.
51. Min: Njinmah mit dem Tor – doch es zählt nicht! Eine knappe Entscheidung. Der Schiedsrichter entscheidet auf Abseits, nachdem der VAR das Tor länger überprüfen musste.
49. Min: Friedl mit einem Schuss, der weit über den Kasten von Keeper Baumann geht. So wird das nichts für Werder. Immerhin sammeln die Bremer in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit Ballbesitzt – aber können sie damit auch wirklich etwas anfangen?
47. Min: Keita verliert den Ball im Mittelfeld, über Skov kommt der Ball zu Breier, der jedoch am Bremer Defensivverbund rund um den Strafraum scheitert.
46. Min: Und jetzt läuft die zweite Halbzeit in Bremen! Es gibt keine Wechsel auf beiden Seiten.
Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim: Pause im Weserstadion – Werder liegt verdient zurück
19:20 Uhr: Und jetzt ist Pause im Weserstadion. Vereinzelt gibt es Pfiffe für die Werder-Spieler, die sich offensiv nicht konsequent genug gezeigt haben und defensiv gewohnte Schwächen zeigten. Hoffenheim wiederum zeigt sich 2x eiskalt und geht verdient mit der 2:1-Führung in die Halbzeitpause.
45. Min +5: Die Hoffenheimer erhalten erneut einen Freistoß, vorher hatte Friedl Kabak unsanft gestoppt. Der Standard bringt jedoch nichts ein.
45. Min + 3: Ducksch hat sich zu sehr darüber beschwert, dass ein vermeintliches Foul gegen einen Bremer nicht gepfiffen wurde - und kassiert dafür nun die Gelbe Karte.
45. Min + 2: Und es gibt fünf Minuten Nachspielzeit – die direkt mit einer Offensivaktion von Hoffenheim beginnt! Doch am Ende schießt Youngster Breier aus spitzem Winkel links oben drüber.
45. Min: Weiser erobert den Ball in der eigenen Hälfte, prescht nach vorne, spielt den Ball zu Njinmah auf der Außenbahn, der ihn wiederum zurück zum in die Mitte vorgerückten Weiser spielt – und am Bein eines Hoffenheimer Abwehrmanns scheitert.
44. Min: Hoffenheim kann mehr als 60 Prozent Ballbesitz für sich verzeichnen, das wird auch auf dem Platz deutlich. Es ist nicht alles überragend, was die Kraichgauer auf den Platz bringen, aber Werder fällt einfach noch weniger ein.
42. Min: Als Werder-Fan möchte man fast schon sagen, dass endlich Halbzeit ist. Denn spätestens nach der erneuten Führung der Hoffenheimer wirken die Bremer völlig desorientiert. Es fehlen die klaren Ideen nach vorne, defensiv steht die Mannschaft mal wieder zu wackelig.
40. Min: Lynen lässt ein paar Gegenspieler gekonnt aussteigen. Ein kleines Raunen geht durchs Stadion. Doch kann Ducksch das Zuspiel nicht unter Kontrolle bringen. Gefahr für die Hoffenheimer sieht anders aus.
38. Min: Einzelne Vorstöße der Bremer werden direkt von Hoffenheim abgewehrt, Friedls kleines Solo bis zum Mittelkreis steht symptomatisch dafür.
36. Min: Was Hoffenheim den Bremern bislang voraus hat? Die Aktionen wirken zwingender, das Passspiel phasenweise einfach sauberer und deutlich griffiger, als es bei Werder der Fall ist.
34. Min: Keita fängt sich die Gelbe Karte ein. Er revanchiert sich mit einem Foul an Vogt nach einem Zweikampf, das wird geahndet.
31. Min: Und Hoffenheim drückt auf das 3:1. Kaderabek schlägt die Flanke auf Weghorst in der Mitte, doch findet der Ball nicht dessen Kopf. Das Spielgerät zieht knapp links am Pfosten von Keeper Pavlenka vorbei.
Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim: Werder liegt wieder zurück – Grischa Prömel eiskalt!
28. Min: Und Hoffenheim führt wieder. Prömel erzielt das 2:1 für Hoffenheim. Skov setzt sich auf links an und entkommt den Bremer Abwehrspielern mit seinem Top-Speed. Im Zentrum bedient er Prömel, der genug Zeit hat, um sich den Ball zurechtzulegen. Aus rund 20 Metern zieht der Mittelfeldmann ab und trifft in die linke Ecke.
26. Min: Erneuter Eckball der Hoffenheimer, der zunächst von Bremen geklärt wird. Der Ball landet jedoch schnell wieder bei den Hoffenheimern, die um Spielaufbau bemüht sind und immer wieder kleine Nadelstiche in Richtung des Bremer Tors setzen.
24. Min: Prömel bedient Kaderabek auf der rechten Außenbahn, der zum Sprint anzieht und auf bestem Wege ist, Jung zu entwischen. Doch Schiedsrichter Dingert pfeift ab und macht klar: Abseits.
24. Min: Standing Ovations für Schmid: Der Torschütze geht ins Laufduell mit Beier, zwängt seinen Körper rein und kann sich so durchsetzen. Am Ende holt er so stark einen Einwurf heraus.
21. Min: Freistoß für Hoffenheim, der in eine Flanke mündet. Die segelt jedoch an wirklich allen Spielern auf der Platz vorbei.
Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim: Romano Schmid gelingt der Ausgleich!
19. Min: Und nun herrscht Klarheit: Der Ausgleich von Werder zählt!
18. Min: Oder zählt der Treffer doch nicht? Das Tor wird vom Schiedsrichter überprüft.
17. Min: Der Ausgleich für Werder!! Schmid erzielt das 1:1. Weiser dreht auf rechts auf, zieht ins Zentrum und spielt den Pass zu Ducksch. Der wird weitergespielt zu Schmid, der abgefälscht zum Ausgleich einnetzt.
15. Min: Eckball für Hoffenheim, der jedoch nichts Zählbares einbringt. Noch vor dem Strafraum der Bremer wird der Ball von den Grün-Weißen geklärt. Wirklich etwas anzufangen mit dem Spielgerät wissen die Mannen von Coach Werner dann aber auch nicht.
13. Min: Werder versucht es über die rechte Seite, Weiser hat dort sehr viel Platz. Die Flanke findet zwar Ducksch am ersten Pfosten, doch dessen Kopfballverlängerung geht nur ins Leere.
11. Min: Wie reagiert Werder auf den frühen Rückstand? Es war bereits der 15. Gegentreffer am erst 7. Spieltag der neuen Saison. Ole Werners Team ist um Ordnung bemüht und versucht, das Spiel von hinten heraus geordnet aufzubauen. Das gelingt jedoch nur bedingt.
Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim: Werder liegt früh zurück
8. Min: Beier wird in die Tiefe geschickt, der Hoffenheimer Stürmer nimmt an Fahrt auf und ist nicht zu bremsen. Im direkten Tunnel mit Werder-Keeper Pavlenka tunnelt er den Bremer. Und schon steht es 1:0 für die Gäste.
8. Min: Tor für Hoffenheim. Und schon liegt Werder 0:1 hinten.
7. Min: Eine klare Spielidee ist bei beiden Teams noch nicht zu erkennen. Zaghafte Versuche in Richtung des jeweils anderen Tors sowie Njinmahs Schuss stellen bisher die Highlights dar.
5. Min: Kaderabek bekommt den Ball auf der rechten Außenbahn zugespielt, spielt in die Mitte, wo der Ball jedoch vom Bremer Defensivverbund geklärt wird.
4. Min: Die erste kleine Chance der Partie. Njinmah zieht aus der Distanz ab, der Schuss stellt für Hoffenheim-Keeper Baumann jedoch keine Gefahr dar.
3. Min: Hoffenheim dringt in den Bremer Strafraum vor, der Ball wird geblockt und Keita setzt zum Konter an. Sein Pass landet jedoch ohne Abnehmer im Aus.
1. Min: Und Schiedsrichter Dingert pfeift die Partie an!
Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim: Der Ball rollt!
18.26 Uhr: Die Werder-Hymne erklingt, die Fan-Schals werden in die Höhe gerückt, die Mannschaften laufen ein – es ist alles angerichtet für einen hoffentlich guten Fußballabend!
18.20 Uhr: Gleich geht es los! Die Stimmung im Weserstadion ist bestens, bei 18 Grad und leichtem Regen steht das Topspiel des 7. Spieltags an.
18.16 Uhr: Schiedsrichter der Partie zwischen Werder und Hoffenheim ist übrigens Christian Dingert. Ihm assistieren Benedikt Kempes und Nikolai Kimmeyer. Der 4. Offizielle ist Patrick Schwengers. Den Video-Assistenten gibt Felix Brych, VAR-Assistent ist Thorben Siewer.
18.12 Uhr: Und nun Werder-Coach Ole Werner im Gespräch bei Sky. „Wir wollen einiges anderes machen. Rappo gibt den äußeren Verteidiger“, begründet der Trainer seine Entscheidung für Nicolai Rapp und gegen Christian Groß. Auch zu Keita weiß sich Werner zu äußern: „Er soll seine Stärken und Qualitäten mit einbringen. Da wird vielleicht noch nicht von der ersten Sekunde an alles passen. Aber er wird seine Erfahrung mit einbringen“, so Werner.
18.07 Uhr: In der noch jungen Saison hat Werder bereits acht Mal nach der Pause getroffen. Vier Tore wurden dabei durch Einwechselspieler erzielt. Das ist Liga-Bestwert. Vielleicht auch einer der Erfolgsgaranten für heute.
18.02 Uhr: An der Offensivqualität fehlt es Werder grundsätzlich nicht. Schließlich konnten sich die Bremer bislang 17 Großchancen herausspielen, das stellt Liga-Bestwert dar. Hoffenheim kommt auf neun Großchancen. Dafür haben die Kraichgauer doppelt so viele Punkte wie Werder geholt, nämlich zwölf Zähler.
Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim: Landet Werder den nächsten Heimsieg?
17.58 Uhr: Wie schon erwähnt, feiert Keita heute sein Startelf-Debüt für Werder. Damals noch in Diensten von RB Leipzig, erzielte der Mittfeldmann sein bisher letztes Tor im Fußball-Oberhaus im April 2018. Der Gegner damals: die TSG Hoffenheim.
17.54 Uhr: Tore sollten heute fast schon garantiert sein. Schließlich endete die Partie zwischen Werder und Hoffenheim in der Bundesliga erst einmal torlos. Das war im März 2009. Nur ein halbes Jahr vorher gab es das erste Aufeinandertreffen zwischen den beiden Klubs überhaupt, das Werder 5:4 gewinnen konnte. Damals trafen illustre Namen wie Diego, Aaron Hunt und Mesut Özil für die Werderaner.
17.50 Uhr: Die Hoffnungen aller Werder-Fans liegen heute nicht zuletzt mal wieder auf Ducksch. Der Stürmer war in den vergangenen vier Bundesliga-Partien an vier Bremen-Toren beteiligt, die sich auf zwei Tore sowie zwei Vorlagen aufteilen. Eine persönliche Statistik, die Ducksch heute gegen Hoffenheim natürlich weiter ausbauen will.
17.47 Uhr: Hoffenheim wiederum will die 1:3-Pleite gegen Dortmund glattbügeln. Was für die Kraichgauer spricht? Als Fan von Hoffenheim verweist man heute wohl genussvoll auf die Statistik. Denn in Bremen ist die TSG seit acht Bundesliga-Spielen ungeschlagen. Gegen keinen anderen Verein haben die Hoffenheimer eine längere Serie.
17.43 Uhr: Für Werder geht es heute natürlich darum, die 2:4-Auswärtsschmach in Darmstadt vergessen zu machen. Generell will und muss Werder seinen bisherigen Punkteschnitt in dieser Saison steigern. Nach sechs Spielen stehen sechs Punkte zu Buche. Die beiden bislang einzigen Dreier in der noch jungen Bundesliga-Saison konnten die Bremer jeweils in Heimspielen feiern, gegen Mainz und Köln. Gelingt heute der dritte Streich?
17.39 Uhr: In der 1. Bundesliga sind Werder und Hoffenheim bislang 28-mal aufeinandergetroffen. Die Bilanz aus Sicht von Werder fällt wie folgt aus: elf Siege, zehn Remis und sieben Niederlagen. In diesen Partien schoss Werder insgesamt 47 Tore, Hoffenheim verzeichnete 46 Buden.
Werder Bremen im Live-Ticker gegen die TSG Hoffenheim: Die Aufstellung ist da – mit mehreren Neulingen
17.36 Uhr: Mit Keita, Rapp und Njinmah feiert auf Werder-Seiten heute ein Trio sein Startelfdebüt für die Bremer. Groß, Borré, Stage durften gegen Darmstadt noch von Beginn an ran, müssen heute aber vorerst von der Bank zuschauen.
17.35 Uhr: Auf der Bank der Kraichgauer nehmen vorerst folgende Kicker Platz: Philipp, Berisha, Bebou, Becker, Bülter, Akpoguma, Bischof, Tohumcu, Szalai.
17.30 Uhr: Und mit dieser Startelf beginnt die TSG Hoffenheim: Baumann – Kabak, Brooks, Vogt – Kaderabek, Grillitsch, Skov – Prömel, Stach – Beier, Weghorst.
17.28 Uhr: Auf der Bank sitzen Zetterer, Stage, Kownacki, Bittencourt, Borré, Agu, Woltemade, Opitz, Groß.
17.27 Uhr: Jetzt ist die Werder-Aufstellung da - und die birgt einige Überraschungen: Pavlenka - Rapp, Veljkovic, Friedl - Weiser, Lynen, Jung - Keita, Schmid - Ducksch, Njinmah!
16.30 Uhr: Die Werder-Fans sind bereit - der Fanmarsch vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim ist beendet. Zwei Stunden vor Anpfiff der Bundesliga-Partie sind Tausende grün-weiße Anhänger vor der Ostkurve am Wohninvest Weserstadion eingetroffen. Und alle hoffen sie natürlich darauf, dass der SV Werder den dritten Heimsieg in Folge einfährt - und damit die bestmögliche Antwort auf die 2:4-Niederlage bei Darmstadt 98 aus der Vorwoche gibt. Ein Mutmacher für alle Fans: In den vergangenen drei Jahren haben die Grün-Weißen immer das erste Heimspiel im Oktober gewonnen. Mehr Fakten und Statistiken zum Werder-Heimspiel gegen Hoffenheim lest ihr im Angeberwissen!
Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim im Live-Ticker: Tausende Bremer Anhänger beim Fanmarsch dabei
16.21 Uhr: Und damit ist der Fanmarsch offiziell beendet, wir sind pünktlich zum Anpfiff wieder für euch mittendrin im Geschehen.
16.20 Uhr: Zum Abschluss hat der Capo die vielleicht wichtigsten Worte vor diesem so wichtigen Heimspiel parat: „Was immer auch passiert, auf uns ist immer Verlass“, ruft er durch sein Megafon.
16.15 Uhr: Und jetzt wird es nochmal richtig laut. Der Fanmarsch hat sein Ziel erreicht, vor der Ostkurve wird sich eingehakt und Werder die Liebe geschworen.
16.09 Uhr: Werders Athletikcoach Günther Stoxreiter nutzt die Chance und huscht mit seinem Rad schnell vor der Fanmasse in Richtung Stadion. Verständlich, der Mann muss gleich noch arbeiten.
16.06 Uhr: Jetzt nochmal Luft holen: Die letzte (und einzige) Kurve ist erreicht. An der Verdener Straße wird der Endspurt eingeläutet.
15.57 Uhr: Derweil schickt die Polizei eine erneute Aussage über die Lautsprecher: Die Fans werden aufgefordert, das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen und Rauchtöpfen einzustellen, da dies eine Straftat darstelle.
Geschätzte 2500 #Werder-Fans verwandeln das Bremer Viertel vor dem Heimspiel gegen die #TSGHoffenheim in ein grün-weißes Farbenmeer!
— DeichStube (@DeichStube) October 7, 2023
Alle Infos zum Fanmarsch im #Liveticker👉https://t.co/L4ANaxuqNX#DeichStube #SVWTSG #Bundesliga pic.twitter.com/O93s99xy5i
Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim im Liveticker: Bremer Fanmarsch nähert sich dem Weserstadion
15.55 Uhr: Das Tempo ist hoch, das Weserstadion kommt schnell näher. Die ersten Fans sind bereits an der Haltestelle St.-Jürgen-Straße angekommen. Und wieder wird der Marsch gestoppt, ehe die nachrückenden Fans aufgeschlossen haben. Neue grüne Rauchschwaden steigen auf, es folgen laute Werder-Rufe.
15.50 Uhr: Wie immer ist das hier eine Angelegenheit für die gesamte Familie. Junge Fans sind dem Aufruf der Ultras ebenso gefolgt wie ihre Eltern oder Teile der Anhängerschaft, die schon ganz andere Werder-Zeiten erlebt hat.
15.45 Uhr: Und wieder setzt sich der Zug in Bewegung. Schätzungsweise 2500 Fans verwandeln das Viertel in ein grün-weißes Farbenmeer. Da auf den Gehwegen aber noch viele weitere Anhänger stehen und mitsingen, dürfte die Gesamtzahl der Fans noch deutlich höher sein.
15.41 Uhr: Mittlerweile ist die Spitze des Fanmarsches am Sielwall angekommen. Zeit für einen kleinen Zwischenstopp. Aus gutem Grund: Gemeinsam mit gehüpft, gesungen und Werder bejubelt.
15.40 Uhr: Lauthals wird gesungen, aus den Fenstern im Viertel winken vereinzelte Fans mit ihren Schals. Ein beeindruckendes Bild.
15.30 Uhr: Und los geht‘s... pünktlich setzt sich der Tross in Bewegung, grüner Rauch zieht vereinzelt auf. Auch die Zuschauer am Rand sind hörbar beeindruckt vom Aufmarsch: „Gänsepelle“, meint ein Mann anerkennend.
Der Fanmarsch der Anhänger des SV Werder Bremen vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim im Liveticker
15.24 Uhr: Ganz allmählich kommt Bewegung in die Angelegenheit: Die Polizei blockiert die Straße, dahinter bauen sich die Fans auf, erste Trommelschläge sind zu hören.
15.12 Uhr: Noch ist alles ruhig. Eine größere Fantraube hat sich bereits am Ostertorsteinweg versammelt, der Verkehr rollt aber noch. Erst gleich geht es aufs Kopfsteinpflaster.
15.00 Uhr: Gibt‘s das nächste Drama oder ein euphorisierendes Lustspiel? Werder nächster Bundesliga-Auftritt steht unter besonderer Beobachtung, aber vorher gehört den Bremer Anhängern die Bühne: Passend dazu nimmt gerade vor dem Theater am Goetheplatz ein Fanmarsch Anlauf, um 15.30 Uhr will sich eine grün-weiße Menschenmenge auf den Weg in Richtung Weserstadion machen und einen stimmungsvollen Vorboten für das abendliche Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim liefern.
Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim: Anpfiff im Wohninvest Weserstadion ist um 18.30 Uhr, die Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften kommen um 17.30 Uhr. Der Live-Ticker zum Spiel startet aber bereits mit dem Fanmarsch der Werder-Fans, der um 15.30 Uhr startet. Alle Tore, News und Infos vom Bundesliga-Spiel gibt es dann hier live im Liveticker der DeichStube!
Weiter mit dem Vorbericht:
Ole Werners Plan für die Wende: Wie Werder Bremens Trainer gegen die TSG Hoffenheim zum Erfolg kommen will
Der SV Werder Bremen empfängt am Samstag (18.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) im Wohninvest Weserstadion die TSG Hoffenheim. So will Trainer Ole Werner nach der 2:4-Pleite in Darmstadt die Wende schaffen - der Vorbericht der DeichStube.
Bremen – Zuletzt nahmen sie wieder deutlich zu, die kritischen und emotionalen Stimmen rund um den SV Werder Bremen. Nach der enttäuschenden Niederlage gegen Aufsteiger SV Darmstadt 98 (2:4), einer über weite Strecken erschreckend schwachen Darbietung sowie unerklärlich schwankenden Auftritten in den vergangenen Wochen, wird dabei von Fans und Medien vor allem auch die Rolle von Werder-Cheftrainer Ole Werner hinterfragt. Dieser genießt im Verein weiterhin „unser vollstes Vertrauen“, wie Clemens Fritz als Werders Leiter Profifußball unter der Woche auf Nachfrage der DeichStube betonte – doch klar ist, dass auch die Verantwortlichen über kurz oder lang Ergebnisse sehen wollen. Am liebsten schon im kommenden Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstagabend (18.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). Ob das am Ende gelingt, wird stark davon abhängen, wie gut Werner und seine Mannschaft die Darmstadt-Pleite aufgearbeitet haben. Von aller Kritik, die es seitdem in der Öffentlichkeit gab, hat sich Werner laut eigener Aussage jedenfalls nicht beeinflussen lassen.
Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim im Liveticker: SVW-Trainer Ole Werner unter Druck
„Ehrlicherweise nehme ich das gar nicht wahr“, behauptete der 35-Jährige am Donnerstag im Rahmen der obligatorischen Pressekonferenz nüchtern und ergänzte: „Ich konzentriere mich auf das, was ich unmittelbar beeinflussen kann. Das ist die Trainingsarbeit und die Aufgabe, die Mannschaft auf die Spiele einzustellen. Das ist mein Kerngeschäft, und das hat uns in den letzten Jahren in eine relativ gute Position gebracht.“ Doch genau in diesem sportlichen Kerngeschäft war zuletzt immer wieder Sand im Getriebe, schwankende Leistungen und fehlende Konstanz an der Tagesordnung. Wie bei der bitteren Darmstadt-Pleite, als Werder Bremen schon nach dem ersten Rückschlag in seine Einzelteile zerfiel und jegliche Widerstandsfähigkeit vermissen ließ – und Ole Werner im Anschluss mit seinem neuformierten Team haderte: „Aktuell ist es so, dass jeder ein Stück weit zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist.“ Auch der ehemalige Vize-Kapitän Milos Veljkovic schlug in eine ähnliche Kerbe, bemängelte sogar fehlende Grundtugenden wie Laufbereitschaft und Intensität. Was also tun, um künftig auf dem Platz wieder gemeinsam und vor allem konstant erfolgreich an einem Strang zu ziehen?
Aus Werners Sicht braucht es dafür vor allem drei Dinge. Die Rückbesinnung auf die eigenen Abläufe, Kommunikation und Zeit. „Ich glaube nicht, dass es an den Grundtugenden liegt, sondern vielmehr daran, dass man nach wie vor eine Mannschaft hat, die in der Entwicklung steckt, in einem Prozess und die es in zumindest zwei Spielen nicht geschafft hat, nach Rückschlägen früh im Spiel, die passende Antwort schnell zu finden“, erklärte Ole Werner und meinte damit die enttäuschenden 2:4-Niederlagen gegen die Aufsteiger Darmstadt und Heidenheim. Umgekehrt habe sein Team in den vergangenen Heimspielen gegen Köln (2:1) und Mainz (4:0) mit der Unterstützung der Zuschauer im Rücken aber auch das Gegenteil erlebt. Für sein noch nicht gänzlich eingespieltes Team sei es daher „wichtig, dass wir in Spielverläufen erkennen, wenn wir Schwierigkeiten haben und in diesen Phasen die Kommunikation und Organisation hochhalten. Unabhängig davon, wie der Zwischenstand ist oder wie es in diesen Spielphasen läuft.“ Damit Werder Bremen künftig Rückschläge wie ein frühes Gegentor besser verkraften und eine höhere Widerstandsfähigkeit entwickeln kann, gibt Werner seinen Spielern möglichst einfache Dinge mit an die Hand.
Die Integration der neuen Profis könne man dagegen nur bedingt beschleunigen, neue Strukturen ließen sich nun mal nicht auf Knopfdruck bilden. „Wenn Bewegung in einer Gruppe ist, dann ist jeder gefragt. Das Trainerteam genauso wie die Führungsspieler, aber auch die neuen Spieler. Du kannst dich als Trainer aber schlecht in die Kabine setzen und dafür sorgen, dass gewisse Prozesse angeschoben werden“, findet Ole Werner. Vielmehr seien das Dinge, die Zeit brauchen. „Hierarchien bilden sich immer über gemeinsame Erlebnisse und Emotionen. Wir haben jetzt ein paar davon gehabt, die eher Rückschläge waren, aber auch welche, die uns zeigen, dass es richtig gut werden und funktionieren kann. Speziell in den letzten beiden Heimspielen.“
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So will Trainer Ole Werner die Wende schaffen: Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim im Live-Ticker der DeichStube
Fest steht: Viel Zeit bleibt dem SV Werder Bremen nicht mehr, um sich zu finden. In der laufenden Saison ist die Punkteausbeute der Werner-Elf in der Bundesliga mit sechs Zählern aus bislang sechs Partien zwar gerade noch okay, allerdings auch nur, weil bisher sechs Konkurrenten noch weniger gepunktet haben. Und jetzt kommt mit der TSG Hoffenheim ausgerechnet das auswärtsstärkste Team der Liga ins Wohninvest Weserstadion. Eines, dem Ole Werner mit großem Respekt begegnet: „Das ist eine sehr gewachsene und erfahrene Mannschaft, die hohe Qualität auf allen Positionen hat.“ Vor allem die Wucht und Robustheit des Gegners imponiert dem Bremer Chefcoach. „Mit Wout Weghorst haben sie noch einen super Zielspieler dazubekommen, dazu Mergim Berisha und ein zentrales Mittelfeld, das sehr physisch ist.“ Der Tabellensechste der Bundesliga stehe aktuell genau da, wo er hingehöre.
Dennoch: Ole Werner ist nach einer „kurzen, aber guten und konzentrierten Trainingswoche“ überzeugt, dass die Kraichgauer seinem Team „immer auch die eine oder andere Möglichkeit geben werden. Die versuchen wir am Samstag dann für uns zu nutzen.“ Denn um wieder gemeinsam erfolgreich zu sein und den nächsten Schritt zu gehen, komme es eben auch darauf an, „dass man in erster Linie auf sich selbst schaut und seine Leistung auf den Platz bringt. Das wollen wir tun und unser bestmögliches Spiel machen. Dann glaube ich auch, dass gegen Hoffenheim etwas möglich ist für uns.“ Und dann dürften die kritischen Stimmen vorerst auch wieder etwas leiser werden. (mwi)