Sieg gegen Union Berlin
Traumtor weckt spezielle Erinnerungen: Olivier Deman bei Werder plötzlich erste Wahl
Olivier Deman erzielt beim Sieg gegen Union Berlin ein echtes Traumtor - und ist beim SV Werder Bremen plötzlich nicht mehr wegzudenken.
Ein Traumtor kann vieles auslösen: Unbändige Freude, Erleichterung, Stolz – aber auch Erinnerungen. So wie im Falle von Olivier Deman. Nachdem der Linksverteidiger des SV Werder Bremen am Sonntag während des 4:1-Erfolgs beim 1. FC Union Berlin per herrlichem Schlenzer in den Winkel für das zwischenzeitliche 1:1 gesorgt hatte, war er in Gedanken plötzlich wieder Jugendspieler in seiner Heimat Belgien. „Damals habe ich noch Rechtsaußen gespielt“, verriet der 25-Jährige, „und bin öfter in solche Situationen gekommen.“
Werder Bremen-Profi Olivier Deman über Traumtor gegen Union Berlin: „Es war Instinkt“
Mit „solche Situationen“ meinte Olivier Deman jenen Moment vor seinem Präzisionsschuss aus der 31. Minute, als er aus halbrechter Position an der Strafraumkante an den Ball kam und eine alte Regel von früher befolgte: „Einfach keine Gedanken machen und schießen. Es war Instinkt. Als ich den Ball getroffen hatte, wusste ich schon, dass er gefährlich wird.“ Und wie! War dem gebürtigen Antwerpener im Heimspiel gegen Heidenheim (2:0) noch ein Tor aberkannt worden, hat er sich in Berlin nun belohnt und damit endgültig bei Werder Bremen zurückgemeldet.
Zur Erinnerung: Noch vor nicht allzu langer Zeit, während der Winter-Transferphase, galt Olivier Deman als heißer Abgangskandidat. Werder Bremen war einer erneuten Ausleihe oder gar einem festen Verkauf alles andere als abgeneigt. Wozu es letztlich nicht kam. Stattdessen, so erinnerte sich Sportchef Clemens Fritz am Sonntag, gab es für Deman eine klare Aufforderung an die Hand: „Wir haben am Ende der Transferphase gesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass er seinen guten linken Fuß mehr nutzen muss. Er hat eine gute Schussqualität, auch eine gute Flankenqualität, wenn er aber nicht schießt oder flankt, dann hilft ihm das nichts.“ Worte, die sich Deman offenbar zu Herzen genommen hat. Darüber hinaus ist er ein Profiteur des Trainerwechsels bei Werder.
Olivier Deman profitiert bei Werder Bremen vom Trainerwechsel: „Aktuell tut es richtig gut“
„Ein neuer Trainer bringt immer neue Energie, alle fangen wieder bei null an“, sagte Olivier Deman, der unter Daniel Thiounes Vorgänger Horst Steffen nicht über Kurzeinsätze hinausgekommen war, nach einem Knöchelbruch allerdings auch noch Rückstand aufzuholen hatte. Das ist inzwischen geschehen, aktuell ist Deman nicht mehr wegzudenken aus dem Team des SV Werder Bremen. „So ist der Fußball. Es kann schnell runter und wieder rauf gehen“, betonte er – und hielt fest: „Aktuell tut es richtig gut.“ (dco/mbü)
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