Werders Belgier meldet sich zurück

Werder-Coach Thioune staunt über Olivier Deman: „Ich weiß nicht, ob er schon jemals so viel abgerissen hat“

Olivier Deman spulte gegen den 1. FC Heidenheim die meisten Kilometer aller Spieler auf dem Platz ab und versetzte damit auch Trainer Daniel Thioune ins Staunen.

Die Rolle des Erlösers war er schnell wieder los. Dem unbändigen Jubel folgte am Samstagnachmittag große Ernüchterung bei Olivier Deman: Sein Tor zum vermeintlichen 1:0 gegen den 1. FC Heidenheim war vom Schiedsrichter nach Ansicht der TV-Bilder doch wieder zurückgenommen worden. Bitter für den SV Werder Bremen und bitter für den Belgier, der nach dem späteren 2:0-Erfolg aber dennoch ausgelassen mit seinen Kollegen feiern – und das Spiel auch für sich persönlich als Erfolg verbuchen durfte.

Überzeugte seinen Trainer Daniel Thioune mit starker Laufleistung bei Werder Bremens 2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim: Olivier Deman.

Daniel Thioune lobt Werder Bremen-Rückkehr von Olivier Deman: „Es freut mich, dass er auf den Punkt da war“

„Gegen Heidenheim hatte er die Chance, zu zeigen, wie gut er eigentlich ist“, sagte Werder Bremens Cheftrainer Daniel Thioune über Olivier Deman: „Es freut mich, dass er auf den Punkt da war“. Vor der Partie hatte der 25-Jährige von der Systemumstellung Thiounes profitiert, in Werders Viererkette kam er als Linksverteidiger, sprich in seiner bevorzugten Rolle zum Einsatz – erstmals überhaupt in der laufenden Saison.

Zur Erinnerung: Nachdem Olivier Deman die ersten 13 Spieltage wegen eines Knöchelbruchs verpasst hatte, fand er nur mühsam zurück in seinen Rhythmus. Vor dem Heidenheim-Spiel standen für ihn fünf überwiegend durchwachsene Auftritte als linker Schienenspieler neben einer Dreierkette zu Buche. Nun ist er wieder eine ernsthafte Option als Außenverteidiger, was auch mit dem Ausfall von Felix Agu (Muskelverletzung) zusammenhängt.

Werder Bremens Trainer Daniel Thioune staunt über Olivier Deman: „Hat gezeigt, wie wertvoll er sein kann“

In Einzelgesprächen, so berichtete es Daniel Thioune, habe er gegenüber Olivier Deman in den vergangenen Wochen signalisiert, dass er auf ihn setzt, früher oder später. „Ich habe ihm klar gemacht, dass sich Respekt, Wertschätzung und der Umgang miteinander nicht über Spielzeit definiert. Das ist bei ihm angekommen.“ Und es mündete in einer überzeugenden Leistung gegen Heidenheim. 60 Ballkontakte, 71 Prozent gewonnene Zweikämpfe sowie mit 12,84 Kilometern die höchste Laufleistung aller Spieler auf dem Platz zierten unter dem Strich den Leistungsnachweis von Werder Bremens Linksverteidiger. „Ich weiß nicht, ob Oli schon jemals so viel abgerissen hat“, staunte Thioune, „er hat mit seinem läuferischen Aufwand gezeigt, wie wertvoll er für uns sein kann.“ Demans Chancen auf weitere Einsätze dürften definitiv gestiegen sein.

Dass ihm die Krönung mit dem eigenen Tor verwehrt blieb, fiel am Ende nicht weiter ins Gewicht. Bei Instagram veröffentlichte der Belgier am Sonntag Bilder mit Spielszenen von sich selbst. Darunter schrieb er: „That winning feeling again“. Was mit Sicherheit auf Werder Bremen, aber zumindest ein bisschen auch auf ihn persönlich bezogen war. (dco/mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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