Bei Werder-Sieg in Berlin
Erstes Bundesliga-Tor: Werder-Talent Patrice Covic rührt Vater auf der Tribüne zu Tränen
Patrice Covic hat gegen Union Berlin sein erstes Profi-Tor für den SV Werder Bremen erzielt. Was das Talent und die Bremer Kollegen dazu sagen.
Das erste Bundesligator zu erzielen, ist für jeden Profi etwas ganz Besonderes. Fällt es dann auch noch kurz nach der eigenen Einwechslung, verleiht das der Szene zusätzlich eine spezielle Note – aber geschieht das Ganze darüber hinaus sogar in der eigenen Geburtsstadt, vor den Augen der eigenen Familie, ist endgültig ein Moment erreicht, der kaum noch zu toppen ist. Fragen Sie mal bei Patrice Covic nach. Nachdem der 18-jährige Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen am Sonntag für den 4:1-Endstand beim 1. FC Union Berlin gesorgt hatte, bekam er das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht.
Werder Bremen-Talent Patrice Covic erzielt gegen Union Berlin erstes Bundesliga-Tor - und Papa Ante vergießt Tränen
„Einen schöneren Ort zum Toreschießen gibt es für mich nicht“, sagte Patrice Covic, der 2024 aus der Jugend von Hertha BSC zu Werder gewechselt war, in Berlin noch immer stark verwurzelt ist – und als Ex-Herthaner natürlich genau weiß, wie brisant das Verhältnis der „Alten Dame“ zu Stadtrivale Union ist: „Hertha ist immer noch in meinem Herzen. Dann gegen Union zu treffen, ist einfach unfassbar.“ Auch Papa Ante Covic, seines Zeichens Ex-Hertha-Spieler und -Trainer, auf der Tribüne war sichtlich ergriffen und wischte sich die Tränen aus dem Augenwinkel. Generell scheint der Großraum Berlin ein ziemlich gutes Pflaster für Nachwuchstalent Covic zu sein. 2025 hatte Covic in Babelsberg bereits während des Endspiels im U19-DFB-Pokal für Werder Bremen getroffen.
Erstes Bundesliga-Tor für Werder Bremen: Patrice Covic empfiehlt sich für mehr Spielzeit
„Dass er jetzt als Berliner Junge in Berlin sein erstes Profi-Tor macht, freut mich unheimlich für ihn“, sagte Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz über Covic, der den Großteil der laufenden Saison im Wartestand verbringt. Die Konkurrenz im Bremer Mittelfeld ist schlicht zu groß, die Spielzeit des Talents mit kroatischem Pass deshalb gering. „Das ist schon schwierig für mich“, räumte Patrice Covic offen ein, „ich bin sehr ehrgeizig und möchte in jedem Spiel auf dem Platz stehen.“ Bis es soweit ist, hat er sich einen klaren Plan zurechtgelegt. Einerseits will er sich von erfahrenen Kollegen wie Jens Stage und Romano Schmid viel abschauen. „Es gibt Sachen, die ich noch verbessern muss und die sie schon überragend machen.“ Und andererseits „muss ich dem Trainer durch gute Leistungen das Gefühl geben, dass er mir das Vertrauen schenken kann“. So ein Joker-Tor wie am Sonntag gegen Union Berlin kann da sicher nicht schaden. (dco/mbü)
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