Werder-Rückkehrer
„Können ihn auf drei, vier Positionen sehen“: Thiounes Plan mit Werder-Rückkehrer Eren Dinkci – Comeback gegen Freiburg möglich?
Wie weit ist Rückkehrer Eren Dinkci? Reicht‘s für Freiburg? Werder Bremens Trainer Daniel Thioune verrät seinen Plan mit dem Bremer Offensivmann!
Als Eren Dinkci in der vergangenen Woche erstmals wieder den Trainingsplatz des SV Werder Bremen betrat, da ruhten die Augen weniger auf ihm, sondern auch dem zweiten Rückkehrer Niclas Füllkrug. Was sicherlich auch damit zusammenhing, dass Dinkci abseits des Teams ein individuelles Programm abspulte. Dies tat die Leihgabe des SC Freiburg allerdings mit derart hoher Geschwindigkeit, dass es nicht so wirkte, als würde der 24-Jährige noch lange auf sein Comeback warten müssen.
Daniel Thiounes Plan mit Werder Bremens Rückkehrer Eren Dinkci – Comeback gegen den SC Freiburg möglich?
Und doch blieb es in der Folgezeit erst einmal bei Solo-Auftritten, am Mittwoch soll er nun erstmals mit den Kollegen üben – um dann womöglich ausgerechnet im Breisgau gegen die Ex-Kollegen zu debütieren. Dürfen, so ist es aus dem Vereinsumfeld zu hören, tut er dies jedenfalls theoretisch, denn eine Klausel im Leihvertrag soll es wohl nicht geben, die Auftritte gegen den Sport-Club (Werder live im TV und Livestream) verhindern würde.
„Er kam aus muskulären Problemen in Freiburg, hat dort die letzten 14 Tage nicht mehr mit der Mannschaft trainiert. Ich erwarte ihn am Mittwoch im Training – inwieweit wir ihn dann voll belasten können, werde ich noch mal evaluieren müssen“, sagt Werder-Coach Daniel Thioune. „Wenn er resistent ist, glaube ich, dass es nicht verkehrt sein könnte, ihn mit nach Freiburg zu nehmen.“ Weil er einerseits den Gegner aus dem Effeff kennt, aber auch ganz grundsätzlich eine sportliche Hilfe für Werder Bremen beim Ligastart wäre.
„Er agiert mit viel Tempo, ist ein geradliniger Spieler, der überwindend sein kann“, skizziert Thioune Dinkcis Qualitäten, zu denen aber auch defensive Stärken gehören. „Wenn man eines in Heidenheim lernt, dann ist es vernünftig gegen den Ball zu arbeiten. Daran werde ich ihn sicherlich nicht erinnern müssen, sondern kann es direkt von ihm erwarten.“
Werder Bremens Trainer Daniel Thioune über Rückkehrer Eren Dinkci: „Seine Linie ist jetzt erst einmal die Außenlinie“
Zweimal war Eren Dinkci im Laufe seiner Karriere schon an den FCH ausgeliehen, hat beim jetzigen Zweitligisten einige Widerstände meistern müssen – und sich selbst gehörig weiterentwickelt, wie er kurz nach seinem Dienstantritt an der Weser betonte. Der gebürtige Bremer beansprucht eine deutlich größere Variabilität als noch zu früheren Werder-Zeiten für sich, was auch Daniel Thioune nicht verborgen geblieben ist.
„Ich glaube, dass wir Eren auf drei, vier Positionen sehen können. Er ist kein klassischer Neuner, kann aber um einen physisch starken Spieler herum spielen“, sagt der 52-Jährige und ergänzt: „Zudem natürlich auf beiden Außenbahnen. Es kann aber auch die Zehnerposition sein, vielleicht nicht als Kreativer, sondern eher als hängende Spitze.“ Der vorgesehene Plan ist bei Werder Bremen aber erst einmal ein anderer. „Ich würde jetzt erst einmal sehen“, erklärt Thioune, „dass seine Linie die Außenlinie ist.“ (mbü)
Rubriklistenbild: © gumzmedia
