Offene Worte
„Keine leichte Zeit“: Werder-Profi Schmid über Wechselgerüchte im Sommer und seinen Elfmeter-Fehlschuss gegen Freiburg
Romano Schmid vom SV Werder Bremen spricht offen über seinen Elfmeter-Fehlschuss gegen den SC Freiburg und die belastenden Transfergerüchte im Sommer.
Bremen – Romano Schmid hätte mit seinem Elfmeter während der 0:3-Heimniederlage gegen den SC Freiburg noch einmal für ordentlich Spannung sorgen können – doch daraus wurde bekanntlich nichts. Der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen scheiterte beim Stand von 0:2 an Gäste-Keeper Noah Atubolu und vergab damit die große Gelegenheit auf den Anschlusstreffer, nachdem er zuvor zweimal vom Punkt erfolgreich gewesen war. „Der Keeper hat einfach gut geredet, im Vorfeld ein paar Mentalspiele mit mir gemacht. Er sagte, dass er meine Elfmeter aus der U21 gesehen hat und weiß, welche meine Lieblingsecke ist“, verrät der österreichische Nationalspieler nun im „Sport1“-Interview. „Ich wollte eigentlich woanders hinschießen. Im letzten Moment habe ich dann gedacht, dass er es wirklich weiß. Dann hat man im Ablauf gemerkt, dass es kein guter Elfmeter war, weil ich mich im letzten Moment umentschieden habe.“
Werder Bremen-Star Romano Schmid spricht über Transfergerüchte: „Keine leichte Zeit für mich“
Längerfristige Konsequenzen für die Reihenfolge der Bremer Elfmeterschützen hab der Fehlschuss nach Angaben des 25-Jährigen nicht. Sollte es im Auswärtsspiel beim FC Bayern München (Freitag, 20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) erneut einen Strafstoß für die Grün-Weißen geben, will der Österreicher abermals Verantwortung übernehmen: „Ja, ich werde den schießen“, betont Romano Schmid. Doch nicht nur über seine Gedanken vor dem Strafstoß sprach der Spielmacher, sondern auch über die Wechselgerüchte im Sommer. „Es war natürlich keine leichte Zeit für mich mit vielen Gesprächen, manche davon auch etwas unnötig. Die Tür ist bis zum Schluss nie ganz zu“, sagt Schmid, der sowohl aus der Premier League als auch aus Italien Interesse geweckt hatte – konkrete Angebote blieben jedoch aus.
Ob ein Transfer von Werder Bremen nach England weiterhin sein Ziel sei, beantwortet der gebürtige Grazer offen: „Gerade jetzt habe ich keine derartigen Ziele. Ich muss hier meine Leistungen bringen, mit dem Kopf wieder voll da sein. Nach diesem Transfersommer war das nicht ganz leicht für mich.“ Dabei gesteht Romano Schmid, dass die Spekulationen Einfluss auf seine Form hatten: „Vielleicht bin ich ein zu sensibler Mensch, der solche Dinge zu nah an sich ranlässt. Deswegen muss ich schauen, dass ich wie die letzten Jahre wieder bei hundert Prozent bin.“
Romano Schmid über neue taktische Position bei Werder Bremen: „Noch nicht so hundertprozentig gefestigt“
Auch die taktische Umstellung unter dem neuen Bremer Cheftrainer Horst Steffen auf ein 4-2-3-1-System, in dem Romano Schmid mal auf der Zehn, mal auf dem rechten Flügel eingesetzt wird, spielt eine Rolle: „Ich war in den vergangenen drei, vier Jahren unter Ole (Werner, Anm. d. Red.) immer auf einer ähnlichen Position mit ähnlichen Aufgaben. Jetzt ist das ein bisschen anders. Deshalb bin ich auch noch nicht so hundertprozentig gefestigt wie die Jahre zuvor“, erklärt der 25-jährige Profi des SV Werder Bremen. „Mein Anspruch ist es, besser als zuletzt zu spielen.“ (bvo)
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