Werder-Stürmer trifft per Elfmeter
„Schlecht gespielt, Tor gemacht“: Füllkrugs Debüt – und Werders große Hoffnung
Niclas Füllkrug hat im ersten Pflichtspiel für Werder Bremen seit seiner Rückkehr ein Tor erzielt - doch nach dem Spiel hob er ein anderes Erlebnis hervor!
Nicht der Platz in der Startelf, auch nicht sein Elfmetertor zum zwischenzeitlich 2:0 – nein, für Niclas Füllkrug gab es am Samstagnachmittag ein anderes Erlebnis, das er im Nachgang an den 3:0-Erfolg des SV Werder Bremen in der ersten DFB-Pokalrunde gegen den Oberligisten Lüneburger SK Hansa strahlend hervorhob.
Werder Bremens Niclas Füllkrug: „Das Schönste war heute, die Werder-Fans wiederzusehen, wieder für sie da sein zu können“
„Das Schönste war heute, die Werder-Fans wiederzusehen, wieder für sie da sein zu können. Dieses Gefühl habe ich sehr vermisst“, betonte der Stürmer, der erst vor wenigen Tagen zum SV Werder Bremen zurückgekehrt war. Was bei anderen Spielern womöglich schwulstig und überzeichnet geklungen hätte – Niclas Füllkrug nimmt man es vorbehaltlos ab. Seine spezielle Verbindung zum Verein ist schließlich hinlänglich bekannt. Nun soll sie, so der Wunsch aller Beteiligten, in der neuen Saison weiter vertieft werden. So groß die Freude des Stürmers über seine Rückkehr, so groß ist in Bremen noch etwas anderes: Werders Hoffnung, dass Niclas Füllkrug gesund bleibt und die Mannschaft sportlich sowie stimmungstechnisch auf ein anderes Level hebt.
„Er hat eine Qualität, die uns gefehlt hat ab dem Moment, als er damals gegangen ist“, sagte Marco Friedl, ehe der Kapitän des SV Werder Bremen besagte Qualität noch genauer umriss: „Er ist ein Zielspieler, kopfballstark, und hat eine Spielintelligenz, die wir wirklich brauchen. Hoffentlich bleibt er fit. Dann wird er sehr wichtig werden und uns auf jeden Fall besser machen.“ Beim Debüt gegen Lüneburg war das allerdings höchstens in Ansätzen zu sehen gewesen. Wie viele seiner Mitspieler auch, hatte der 33-Jährige sichtbar Schwierigkeiten. Niclas Füllkrug selbst sagte hinterher über seine Leistung mit einem Augenzwinkern: „Schlecht gespielt, Tor gemacht.“
Werder Bremens Clemens Fritz über Niclas Füllkrug: „Für ihn ist es jetzt wichtig, in den Rhythmus zu kommen“
Für Werders Sportchef Clemens Fritz ist klar, dass der Angreifer des SV Werder Bremen so kurz nach seiner Rückkehr noch nicht bei 100 Prozent sein kann. „Es ist jetzt unsere Aufgabe, ihn dahin zu führen.“ Womit die Akklimatisierung innerhalb des Teams und das Kennenlernen der Abläufe unter Cheftrainer Daniel Thioune und weniger der körperliche Ist-Zustand von Niclas Füllkrug gemeint war. Clemens Fritz: „Ich finde, dass er in einer guten Verfassung ist. Er war unter der Woche im Training sehr aktiv. Für ihn ist es jetzt wichtig, in den Rhythmus zu kommen. Das wird noch ein bisschen dauern.“
Trainer Daniel Thioune hatte einen „sehr umtriebigen“ Niclas Füllkrug gesehen, dessen Auftritt „insgesamt ganz rund“ gewesen sei. Einschränkung: „Das eine oder andere Mal stand er etwas zu nah an der eigenen Kette, um den Ball abzulegen. Wir müssen ihm noch deutlicher vermitteln, wie seine Positionsaufgaben in unserer Ordnung aussehen.“ Feinarbeiten, die so schnell es geht durchgeführt werden sollen.
Werder Bremens Niclas Füllkrug: „Ich fühle mich echt gut, aber ich will da gar nicht immer so viel drüber reden“
Niclas Füllkrug war insgesamt einverstanden mit seinem Restart beim SV Werder Bremen – schließlich stand am Ende ein Sieg in Pokalrunde eins. Das kennt er aus vergangenen Bremer Zeiten auch anders. „Ich habe da so ein kleines Trauma, muss ich sagen“, scherzte der Profi, „denn ich bin in jüngeren Jahren leider das eine oder andere Mal mit Werder ganz früh ausgeschieden“. Dieses Mal nicht. Und körperlich gut angefühlt hat es sich auch noch. „Ich konnte mich gut bewegen“, sagte Niclas Füllkrug nach seinem 63-minütigen Einsatz. „Ich fühle mich echt gut, aber ich will da gar nicht immer so viel drüber reden.“
Wie gesagt: Die Fans des SV Werder Bremen waren Niclas Füllkrug als Thema des Tages deutlich lieber. „Wahnsinn, was sie hier in einer ersten Pokalrunde abliefern – gegen einen Fünftligisten! Die machen einfach das Stadion voll. Es war mir gar nicht so bewusst, dass ich das so sehr vermisst habe.“ (dco/bvo)
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