Wenig Torgefahr nach Standard-Situationen

„Die Bälle waren nicht das Problem“: Werner stärkt Werders Standardschütze Ducksch den Rücken

Marvin Ducksch war mit der ausbleibenden Torgefahr nach Standards des SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt ebenfalls nicht zufrieden.
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Marvin Ducksch war mit der ausbleibenden Torgefahr nach Standards des SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt ebenfalls nicht zufrieden.

Die Standardsituationen des SV Werder Bremen haben gegen Eintracht Frankfurt erneut kaum für Torgefahr gesorgt. Warum Trainer Ole Werner das aber nicht am Schützen Marvin Ducksch festmachen wollte.

Frankfurt – Es war ein Novum in dieser Saison: Zum ersten Mal blieb der SV Werder Bremen auswärts ohne eigenen Torerfolg. Wenn aus dem Spiel heraus nichts geht, dann sollen ja laut einer alten Fußballweisheit die ruhenden Bälle ein probates Mittel sein – doch bei der 0:1-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt glückte auch das nicht. Sechs Ecken holten die Grün-Weißen heraus, auch ein paar Freistöße gab es. So richtig gefährlich wurde es aber nicht, wenn Marvin Ducksch zur Ausführung antrat. Was die Frage aufwarf, ob nicht ab und zu auch mal Romano Schmid, der seine diesbezüglichen Qualitäten bereits bei der österreichischen Nationalmannschaft unter Beweis gestellt hat, als Alternativschütze in Frage käme. „Wir können uns das schon überlegen“, meinte Ole Werner später – doch Werders Cheftrainer sah das Problem grundsätzlich woanders und stärkte Ducksch demonstrativ den Rücken.

Werder Bremens Ole Werner über schwache Standardsituationen: „Die Bälle waren nicht das Problem“

„Wenn ich heute sehe, wo die Bälle runterkommen sollten und wo sie runtergekommen sind, dann waren die Bälle nicht das Problem“, urteilte Werner. „Unsere Aufgabe ist es vielmehr, gedanklich und auch körperlich präsent zu sein. Da hat sich heute zu oft der Gegner durchgesetzt. Das ist schade, weil wir aus solchen Situationen einfach viel mehr machen müssen.“ Dieser unbändige Durchsetzungswille, der fehlte bei Werder Bremen, sei jedoch nur die halbe Wahrheit. Laut Werner gebe es noch einen weiteren Umstand, der hinderlich sei. „Auf der anderen Seite ist es so, dass wir nicht immer die größte Mannschaft auf dem Platz haben“, erklärte der Coach.

Werder Bremen-Standards ohne Torgefahr, aber Trainer Ole Werner findet Umsetzung „gar nicht so schlecht“

Und in der Tat: Wenn die kopfballstarken Verteidiger nicht in der unmittelbaren Gefahrenzone auftauchen, muss bei Werder Bremen schon viel zusammenlaufen, damit es in der Luft gefährlich wird. Mitchell Weiser oder Jens Stage haben zwar auch schon nachgewiesen, dass sie mit dem Schädel schöne Treffer erzielen können, ausgewiesene Kopfballungeheuer bei wuseligen Standardsituationen sind aber auch sie nicht – zumal Stage aktuell schmerzlich vermisst wird. Da ist also Kreativität gefragt: „Wir überlegen uns Woche für Woche Abläufe. Das setzen wir gar nicht so schlecht um“, sagte Ole Werner. „Am Ende geht es aber trotzdem darum, dass wir uns in Eins-gegen-eins-Situationen durchsetzen. Da fehlt uns aktuell etwas, um zum Torerfolg zu kommen. Das müssen wir verbessern.“ (mbü)

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