Werder-Leihgabe mit Formdelle

„Es war zu spüren, dass er bei uns keine Vorbereitung hatte“: So geht Werder Bremen mit Sugawaras zuletzt schwankenden Leistungen um

Nach starkem Saisonbeginn zeigte Yukinari Sugawara zuletzt schwankende Leistungen - so geht Werder Bremen mit der kleinen Formdelle des Japaners um!

Bremen – Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In 14 Partien hätte Yukinari Sugawara bislang für den SV Werder Bremen auf dem Platz stehen können – und genau das hat der japanische Rechtsverteidiger dann auch getan. Fast immer blieb er über die volle Distanz auf dem Rasen, lediglich in den Partien gegen Freiburg (73. Minute) und Union Berlin (90.) war etwas früher Schluss. Drei Tore hat die Leihgabe des FC Southampton in dieser Zeit vorbereitet, insbesondere in den ersten Wochen nach seinem Transfer einen guten Eindruck hinterlassen. Doch zuletzt schwankten Sugawaras Leistungen, was auch den Verantwortlichen nicht entgangen ist.

Werder Bremens Yukinari Sugawara schoss 21 Mal auf das gegnerische Tor, wartet aber noch auf seinen ersten Treffer

„Bei Yuki war in den letzten Wochen durchaus zu spüren, dass er bei uns keine Vorbereitung hatte. Das hat man ihm im Laufe der Hinrunde angemerkt“, bilanziert Peter Niemeyer als Leiter Profifußball des SV Werder Bremen im Gespräch mit der DeichStube. Die Datensammler von „Opta“ haben exakt 45 Prozent gewonnene Zweikämpfe für den stets gut gelaunten Nationalspieler notiert, von seinen Pässen erreichen 79 Prozent einen Mitspieler, bei 39 Hereingaben landete bislang nahezu jede dritte (33 Prozent) dort, wo sie auch landen sollte. Sogar 21 Torschüsse brachte Yukinari Sugawara zusammen, auf einen Bundesliga-Treffer wartet der 25-Jährige allerdings noch.

Nach starkem Saisonbeginn zeigte Yukinari Sugawara zuletzt schwankende Leistungen - so geht man bei Werder Bremen mit der kleinen Formdelle des Japaners um!

„Insgesamt war er sehr stabil und hat seine Rolle gut ausgefüllt“, lobt Niemeyer. „Er ist enorm schnell bei uns angekommen und hat kaum Zeit benötigt, um hier mit seinen Leistungen voranzugehen.“ Überraschen würde es deshalb nicht, wenn Werder sich in nicht allzu ferner Zukunft intensiv damit befassen würde, den Rechtsverteidiger fest zu verpflichten. Eine vereinbarte Kaufoption in Höhe von sechs Millionen Euro würde einen endgültigen Transfer von England an die Weser ermöglichen. Yukinari Sugawara selbst hat früh betont, wie wohl er sich in Bremen fühlt, doch er erklärte in einem DeichStube-Interview auch: „Es wird davon abhängen, wie ich hier performe. Und natürlich muss auch der Club am Ende entscheiden, ob er mich kaufen möchte oder nicht.“ Bislang, so schildert es Peter Niemeyer, ist diesbezüglich alles ruhig: „Es gibt bislang noch keinen Kontakt mit Southampton bezüglich seiner Zukunft nach der Saison.“ (mbü/bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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