Schweden-Sieg gegen Mexiko
Augustinsson als Wegbereiter: „Das ist ein Traum“
Bremen - Sagen wir es so: Ludwig Augustinsson ist seit Mittwochnachmittag dem Status eines schwedischen Helden ein gutes Stück nähergekommen.
In Deutschland ist sein Name dagegen fortan eher negativ besetzt. Denn mit seinem Tor zur 1:0-Führung der schwedischen Nationalmannschaft gegen Mexiko war es der Werder-Profi, der dem DFB-Team einen ordentlichen Schubs Richtung historisches WM-Aus gegeben hatte.
Am Ende gewannen die Schweden mit 3:0, und Deutschland verlor 0:2 gegen Südkorea – klare Ergebnisse, die es nicht zulassen, um Augustinsson eine Hochglanz-Heldenstory zu stricken. Aber der Anteil an einer der schönsten schwedischen und einer der traurigsten deutschen WM-Geschichten ist da. Augustinsson war der Wegebereiter – für die einen war es der Weg ins Achtelfinale, für die anderen der ins Jammertal.
Erstes WM-Tor
„Ich habe kaum Stimme. Das ist ein Traum, ein unglaublicher Stolz. Wir haben es verdient, weiterzukommen“, sagte Augustinsson, der Mitgefühl mit der ausgeschiedenen DFB-Elf zeigte: „Ich mag das deutsche Team, es ist eine fantastische Mannschaft. Das ist Fußball. Vor vier Tagen haben wir noch in letzter Minute gegen sie verloren.“
Mit einem Volleyschuss in der 50. Minute erzielte Augustinsson in seinem dritten WM-Spiel sein erstes WM-Tor. Anschließend trafen auch noch Granqvist (62./Foulelfmeter) sowie der Mexikaner Edson Alvarez per Eigentor (74.) für die Schweden, die letztlich als Gruppensieger in die K.o.-Phase einziehen. Mexiko belegt dank der deutschen Niederlage gegen Südkorea trotz der klaren Pleite Platz zwei. Titelverteidiger Deutschland scheiterte als Gruppenletzter.
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