Abseits oder nicht?

Schiri-Wut bei Union-Coach: Steffen Baumgart wettert wegen Werders Siegtor und weiteren Entscheidungen

Nach dem knappen Heimsieg des SV Werder Bremen gegen Union Berlin ärgerte sich Gäste-Trainer Steffen Baumgart über den Schiedsrichter. Die Gründe.

Bremen – Die Stimme war leicht angegriffen, die vorherigen 90 Minuten plus Nachspielzeit hatten hörbar ihre Spuren hinterlassen. Steffen Baumgart musste aber noch etwas loswerden. Und der Trainer des 1. FC Union Berlin tat es mit Nachdruck. Dem 53-Jährigen passte nämlich nicht nur die Abseitsentscheidung vor dem Siegtreffer des SV Werder Bremen durch Marco Grüll nicht, generell ließ der Ex-Profi kein gutes Haar an Schiedsrichter Daniel Schlager.

In Meckerlaune: Steffen Baumgart kritisierte nach der Niederlage mit Union Berlin im Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen die Leistung des Schiedsrichters.

Marco Grüll nicht im Abseits: Union-Berlin-Coach Steffen Baumgart kritisiert Schiedsrichter nach Werder Bremens Heimsieg

„Das Spiel hat eigentlich gar keinen Sieger verdient“, leitete Baumgart am „Sky“-Mikrofon ein. „Der Ausgang wäre für mich eher ein 0:0 gewesen. Es gab zum Ende zwei, drei Situationen, die mich gestört haben.“ Foulszenen gehörten dazu, aber vor allem auch die Entstehung des 1:0 des SV Werder Bremen. „Die Linie möchte ich sehen, die der zieht. Das ist mutig, da nicht auf Abseits zu entscheiden“, schimpfte der Union-Coach, nachdem der VAR den Treffer für regulär erklärt hatte. „Was sind das? Fünf, sechs Millimeter?“ Das Grüll-Tor selbst sei zwar sehr sehenswert gewesen, doch Steffen Baumgart legte noch leicht ironisch zum Thema Abseits nach: „Ich bin ja mittlerweile Brillenträger, vielleicht liegt’s daran. Aber das möchte ich mir nochmal genau anschauen.“

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff war Steffen Baumgart bereits zu den Unparteiischen gestapft, hatte ihnen zwar die Hand gegeben, aber auch ein paar deutliche Takte gesagt. „Der Schiri hat immer die Möglichkeit, ein Spiel zu beeinflussen – und das hat er meiner Meinung nach in der zweiten Halbzeit gemacht. Und zwar immer in die andere Richtung“, monierte er. „Es waren viele Kleinigkeiten, keine spielentscheidenden, aber es hat mich gestört.“ Trotzdem gelte: „Deswegen haben wir nicht gewonnen, aber auch nicht verloren. Wir haben unsere eigenen Themen, an denen wir arbeiten müssen.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © IMAGO/osnapix / Michael Titgemeyer

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Eindrücke vom Kräutertag in Horstedt

Eindrücke vom Kräutertag in Horstedt

Bassum Open Air: Lokalredakteur backstage bei Florian Künstler

Bassum Open Air: Lokalredakteur backstage bei Florian Künstler

Frech und pfiffig: Diese Pferderassen haben es faustdick hinter den Ohren

Frech und pfiffig: Diese Pferderassen haben es faustdick hinter den Ohren

Kanufahren, Demokratieworkshop und sportliche Wettkämpfe

Kanufahren, Demokratieworkshop und sportliche Wettkämpfe

Kommentare