Bei 0:2 gegen Wolfsburg
Erst auffällig, dann ausgepumpt: Ordentliche Startelf-Premiere für Werder-Neuzugang Skelly Alvero
Skelly Alvero hat gegen den VfL Wolfsburg sein Startelf-Debüt für Werder Bremen gegeben. Dabei begann er auffällig, baute dann allerdings ab. Wie man bei Werder den Auftritt einschätzt.
Bremen – Darauf hatte er seit seinem Wechsel gewartet, im insgesamt sechsten Einsatz für den SV Werder Bremen war es nun soweit: Winter-Neuzugang Skelly Alvero feierte seine Startelf-Premiere gegen den VfL Wolfsburg und zeigte bei der 0:2-Niederlage auf der Sechserposition vor allem in der ersten Halbzeit durchaus einige gute Ansätze. Vor allem im Passspiel und im Aufbau deutete der Franzose, der aufgrund der Gelbsperren von Jens Stage und Senne Lynen erstmals von Beginn an auf der Position vor der Abwehr ran durfte, an, dass er Qualitäten besitzt, die ihn von den anderen Bremer Mittelfeldspielern unterscheiden. „Skelly ist reingekommen, war insgesamt präsent und hat ein ordentliches Spiel gemacht“, lobte Werder-Trainer Ole Werner grundsätzlich den Auftritt der Leihgabe von Olympique Lyon.
Skelly Alvero bei Startelf-Debüt für Werder Bremen erst auffällig, dann tauchte auch er zunehmend ab
Auch wenn Skelly Alvero natürlich bei weitem nicht alles gelang, sorgte der 21-Jährige vor allem in der besten Phase der Bremer vor der Pause immer wieder für Belebung und kurbelte das an diesem Samstagnachmittag insgesamt viel zu langsame Angriffsspiel des SV Werder Bremen mit an. „Es gibt auch noch Themen, die er verbessern kann, aber insgesamt hat er es für sein erstes Spiel von Beginn an vernünftig gemacht“, sagte Werner über Alvero, der zunächst auch defensiv seinen Anteil daran hatte, dass den Wolfsburgern aus dem Spiel heraus offensiv so gut wie nichts einfiel. Auffällig war, dass Alvero seine Rolle als Lynen-Ersatz auf der Sechs keinesfalls rein defensiv interpretierte, sondern im Pressing immer wieder auch hoch anlief oder selbst als Distanzschütze oder Taktgeber offensiv Akzente setzte.
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Nach einer guten Stunde verließen Skelly Alvero dann sichtlich die Kräfte, was angesichts von bislang nur 40 Pflichtspielminuten verteilt auf fünf Kurzeinsätze wahrlich nicht überraschte. Zumal Werder Bremen zu diesem Zeitpunkt gegen den VfL Wolfsburg auch längst mit einem Mann weniger agierte, weil Anthony Jung nach einer Notbremse gegen Kevin Behrens in Hälfte eins frühzeitig vom Platz geflogen war (43.). In Unterzahl tauchte auch Alvero im zweiten Durchgang wie viele seiner Kollegen mehr und mehr ab. Die Lücken, die im Bremer Mittelfeld klafften, wurden immer größer und die Abspielfehler häuften sich. Alvero und Nebenmann Leonardo Bittencourt kamen auf der Doppelsechs nun permanent zu spät oder gar nicht mehr in die direkten Duelle.
Skelly Alvero wird bei Werder Bremen zur echten Alternative - Neuzugang nächstes Spiel aber wohl wieder auf der Bank
Nach 79 Minuten hatte Ole Werner ein Einsehen und nahm den völlig ausgepumpten Skelly Alvero runter. Den 2,02-Meter-Hünen ersetzte Isak Hansen-Aaröen - und damit ein weiterer Winter-Neuzugang, der sein Bundesliga-Debüt feierte. Zuvor hatte Alvero noch die Gelbe Karte für ein taktisches Foul an Maximilian Arnold gesehen - eine weitere Premiere im Werder-Trikot. „Skelly hat es sehr gut macht. Er war präsent in den Zweikämpfen und auch gut mit dem Ball“, befand Verteidiger Milos Veljkovic. „Er kann mit dem Spiel zufrieden sein und darauf aufbauen.“
Dass der bis zum Saisonende ausgeliehene Mittelfeldmann auch im kommenden Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (Freitag, 20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) wieder von Beginn auflaufen darf, ist eher unwahrscheinlich. Im Deutsche Bank Park kehren nämlich die zuletzt gesperrten Jens Stage und Senne Lynen zurück ins Bremer Aufgebot. Skelly Alvero, für den die Grün-Weißen dem Vernehmen nach eine Kaufoption in Höhe von maximal 6,25 Millionen Euro besitzen, hat aber angedeutet, dass er in den kommenden sieben Spielen und vielleicht sogar darüber hinaus eine ernstzunehmende Alternative für den SV Werder Bremen sein kann. (mwi/mbü)