Werder-Sportchef Frank Baumann verlängert offenbar seinen Vertrag bei Werder Bremen.
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Bremen - Er ist der Architekt der neuen Euphorie bei Werder und sorgte mit spektakulären Transfers in der Sommerpause für zufriedenes Nicken bei Verein und Fans - nun steht Sportchef Frank Baumann vor seiner Vertragsverlängerung.
Das berichtet die „Sport Bild“. Dem Bericht zufolge soll Baumann noch in der Länderspielpause die Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier setzen und sich damit bis 2022 an den Club binden. Der bisherige Vertrag läuft nur noch bis Ende der aktuellen Saison, also Juni 2019.
Dass Baumann (seit 2016 Sportchef) bei Werder verlängern wird, darüber herrschte eigentlich schon lange Klarheit. Nur der Vollzug ließ bisher auf sich warten. „Wir haben da keinen Zeitdruck“ , hatte Baumann während des Trainingslagers im Zillertal Mitte Juli noch gesagt.
Marco Bode klang da schon deutlich klarer. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns mit Frank Baumann verständigen werden“, sagte der Aufsichtsratschef. „Es wird nicht mehr lange dauern.“ Mittlerweile sind die Verhandlungen offenbar beendet - mit positivem Ergebnis. Eine offizielle Bestätigung des Vereins steht allerdings noch aus.
Frank Baumann: Seine Karriere in Bildern Frank Baumann, 1975 in Würzburg geboren, wechselte 1991 in die Jugend des 1. FC Nürnberg. In der Saison 1994/1995 feierte er beim damaligen Zweitligisten sein Profi-Debüt. Mit den Franken stieg er 1998 in die Bundesliga auf... © imago … 1999 im wohl dramatischsten Abstiegskrimi der Bundesliga-Geschichte aber wieder ab. Baumann hatte eine unrühmliche Nebenrolle, als er am letzten Spieltag kurz vor Schluss das leere Tor verfehlte. Nürnberg verlor 1:2 gegen den SC Freiburg. © imago Nach dem Abstieg wechselte Baumann zum SV Werder Bremen – seinen zweiten und letzten Verein als aktiver Profi. Bei Werder sollte er zehn Jahre lang den unaufgeregten Part im defensiven Mittelfeld übernehmen. © Witters Im Jahr 2000 wurde Baumann Mannschaftskapitän bei Werder. Als solcher war er beim größten Erfolg der Vereinsgeschichte mittendrin statt nur dabei: Er durfte beim Double 2004 Meisterschale und DFB-Pokal in die Höhe recken... © imago … und ließ sich beim Autokorso durch die Stadt gemeinsam mit Trainer Thomas Schaaf (l.) und Manager Klaus Allofs feiern. … und ließ sich beim Autokorso durch die Stadt gemeinsam mit Trainer Thomas Schaaf (l.) und Manager Klaus Allofs feiern. © imago Danach war Werder Dauergast in der Champions League, spielte gegen einige der größten Mannschaften der Welt. 2009 führte er Werder außerdem ins Finale des Uefa-Cups (1:2 gegen Schachtjor Donezk). Danach war Werder Dauergast in der Champions League, spielte gegen einige der größten Mannschaften der Welt. 2009 führte er Werder außerdem ins Finale des Uefa-Cups (1:2 gegen Schachtjor Donezk). © imago Auf dem Weg ins Endspiel gelang Baumann das wohl wichtigste Tor seiner Karriere, eines, das auf ewig einen Platz in der Vereinschronik haben wird. Der Kapitän traf im Halbfinal-Rückspiel gegen den HSV zum zwischenzeitlichen 3:1. Den „Assist“ verbuchte eine kleine weiße Papierkugel... Auf dem Weg ins Endspiel gelang Baumann das wohl wichtigste Tor seiner Karriere, eines, das auf ewig einen Platz in der Vereinschronik haben wird. Der Kapitän traf im Halbfinal-Rückspiel gegen den HSV zum zwischenzeitlichen 3:1. Den „Assist“ verbuchte eine kleine weiße Papierkugel... © imago Das letzte Spiel seiner Karriere sollte nochmal ein echter Höhepunkt werden. Baumann spielte 2009 mit Werder im Finale des DFB-Pokals in Berlin – und schlug Bayer Leverkusen mit 1:0. Zum Ende der Laufbahn bekam Baumann noch einmal den großen goldenen Pott in die Hände. Das letzte Spiel seiner Karriere sollte nochmal ein echter Höhepunkt werden. Baumann spielte 2009 mit Werder im Finale des DFB-Pokals in Berlin – und schlug Bayer Leverkusen mit 1:0. Zum Ende der Laufbahn bekam Baumann noch einmal den großen goldenen Pott in die Hände. © imago Zwischen 1999 und 2005 spielte Baumann 28 Mal für die deutsche Nationalmannschaft (zwei Tore). Er wurde 2002 Vize-Weltmeister und nahm 2004 an der Europameisterschaft teil. Zwischen 1999 und 2005 spielte Baumann 28 Mal für die deutsche Nationalmannschaft (zwei Tore). Er wurde 2002 Vize-Weltmeister und nahm 2004 an der Europameisterschaft teil. © imago Baumann startete 2010 bei Werder eine Laufbahn im Management, zunächst als Assistent von Geschäftsführer Klaus Allofs, später als Direktor Profifußball und Scouting. Im Sommer 2015 hörte Baumann in der Position auf... Baumann startete 2010 bei Werder eine Laufbahn im Management, zunächst als Assistent von Geschäftsführer Klaus Allofs, später als Direktor Profifußball und Scouting. Im Sommer 2015 hörte Baumann in der Position auf... © imago … kehrte aber nur etwa ein Jahr später zu seinem Club zurück: Nach der Entlassung von Thomas Eichin übernahm Baumann als Geschäftsführer Sport. … kehrte aber nur etwa ein Jahr später zu seinem Club zurück: Nach der Entlassung von Thomas Eichin übernahm Baumann als Geschäftsführer Sport. © gumzmedia In seiner Zeit als Sportchef verlängerte Baumann den Vertrag von Viktor Skripnik, musste den Trainer aber nach ganz schwachem Saisonstart in der Saison 2016/2017 entlassen. Später gab Baumann zu, dass die Vertragsverlängerung ein Fehler war. In seiner Zeit als Sportchef verlängerte Baumann den Vertrag von Viktor Skripnik, musste den Trainer aber nach ganz schwachem Saisonstart in der Saison 2016/2017 entlassen. Später gab Baumann zu, dass die Vertragsverlängerung ein Fehler war. © gumzmedia Baumann benannte Alexander Nouri als Nachfolger. Der führte Werder aus dem Abstiegskampf fast noch bis nach Europa, den Start in die Saison 2017/2018 verpatzte aber auch er gründlich. Baumann entließ ihn nach elf Spieltagen ohne Sieg. Baumann benannte Alexander Nouri als Nachfolger. Der führte Werder aus dem Abstiegskampf fast noch bis nach Europa, den Start in die Saison 2017/2018 verpatzte aber auch er gründlich. Baumann entließ ihn nach elf Spieltagen ohne Sieg. © gumzmedia Baumann beförderte U23-Coach Florian Kohfeldt zunächst zum Interims-, dann zum Cheftrainer. Kohfeldt schlug ein - und Baumann verlängerte seinen Vertrag. Baumann beförderte U23-Coach Florian Kohfeldt zunächst zum Interims-, dann zum Cheftrainer. Kohfeldt schlug ein - und Baumann verlängerte seinen Vertrag. © gumzmedia Schon gelesen? Nuri Sahin nach Werder-Debüt: „Ich halte mich nicht zurück“
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