Nach Werders 1:1 am Samstag

„Bisher das Vertrauen gespürt“ - „Sacken lassen und intern sprechen“: Stimmen zu Werder-Remis gegen Gladbach und Steffen-Zukunft

Der SV Werder Bremen hat dank eines späten Tores noch einen Punkt gegen Borussia Mönchengladbach geholt, aber wieder nicht gewonnen. Was bedeutet das für die Zukunft von Trainer Horst Steffen? Die Stimmen zum Spiel.

Horst Steffen (Trainer SV Werder Bremen): „Es war kein tolles Spiel, sicherlich nicht so ansehnlich, wie man es sich wünscht. Das haben wir nicht hinbekommen. Wir kommen mit einer Torchance aus der Halbzeit, Yuki nach einer Ecke, wo du das Gefühl hast, jetzt geht es in die richtige Richtung, so können wir agieren und uns Torchancen erspielen. Wir kriegen dann die Situation zum 0:1, ein Angriff, der gut gespielt war von Borussia, und laufen dann hinterher. Wir haben bestimmt eine Viertelstunde gebraucht, um uns klarere Situationen wieder zu erspielen, hatten viel Ballbesitz, ohne dass es zwingend wurde. Das wurde dann am Ende zwingender mit mehr Möglichkeiten, wo wir den Ausgleich hätten machen können. Am Ende ist es nur der eine Schuss in der 94. Minute, der zum Ausgleich geführt hat. Die Mannschaft hat alles reingeworfen. Am Ende haben wir uns den Punkt erkämpft, aber hätten lieber einen Dreier genommen.“

... über seine Zukunft: „Bisher habe ich das Vertrauen gespürt von der Vereinsführung. Ich habe die Mannschaft gesehen, wie sie spielt und fightet und versucht, den Rückstand noch zu egalisieren, obwohl es schon lange kein Tor gab. Sie haben dran geglaubt, sich Chancen zu erspielen. Das sehe ich. Meine Einschätzung ist immer gut. Ich habe eine Überzeugung und dementsprechend werden wir sehen.“

Werder Bremen hat gegen Borussia Mönchengladbach gerade noch einen Punkt geholt. Trainer Horst Steffen und Sportchef Clemens Fritz stehen im Fokus. Die Stimmen zum Spiel.

Werder Bremen-Sportchef Clemens Fritz spricht über Gladbach-Spiel und Zukunft von Trainer Horst Steffen

Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Wir haben kaum etwas zugelassen heute. Es waren zwei Mannschaften auf dem Platz, die nicht vor Selbstvertrauen gestrotzt haben. Beim Gegentor standen wir nicht gut genug und laufen dann wieder einem Rückstand hinterher. Die Mannschaft hat dran geglaubt, alles versucht und alles reingeworfen. Natürlich bist du froh, dass du dann noch einen Punkt geholt hast. Wir brauchen aber Siege.“

... über die Zukunft von Trainer Horst Steffen: „Es ist wichtig, dass wir das erstmal sacken lassen, in uns gehen und intern auch sprechen. Dann werden wir sehen. Wenn du zehn Spiele nicht gewonnen hast, ist es normal, dass du das aufarbeitest. Trotzdem werden wir das in Ruhe und intern tun, und klar, wir werden das zeitnah tun und nicht noch ein, zwei Tage verstreichen lassen. Horst ist natürlich geknickt, wie wir alle. Wir hatten uns alle mehr versprochen, waren die dominantere Mannschaft.“

Werder Bremen-Stimmen zum Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach und Trainer Horst Steffen


Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „Es ist schon so, dass wir einen Plan haben. Wir müssen ihn umsetzen. Im Fußball ist es immer relativ schnell der Trainer. Das ist ja überall so. Nichtsdestotrotz sind wir auf dem Platz auch verantwortlich und es ist dann schon zu einfach zu sagen: ‚der Trainer…‘. Klar kommt die Diskussion auf, wenn du zehn Spiele nicht gewinnst, das ist uns auch klar, aber wir werden uns vorbereiten und nächste Woche versuchen, das Spiel endlich zu gewinnen.“

Senne Lynen (Spieler SV Werder Bremen): „Wir können froh sein über diesen einen Punkt. Trotzdem muss man sagen, dass wir offensiv viele gute Gelegenheiten hatten, auch einen Sieg einzufahren, was das Ziel war. Das Gegentor kassieren wir viel zu einfach, da müssen wir länger die Null halten.“

Favoriten stehen intern fest, Vollzug bestenfalls schon zu Wochenbeginn - so läuft die Trainersuche beim SV Werder Bremen!

Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach - Stimmen zum Spiel: „Besser als gar kein Punkt“

Keke Topp (Torschütze SV Werder Bremen) über sein spätes Tor: „Es war ein schönes Gefühl, denn es ist natürlich auch an mir nicht spurlos vorbeigegangen, dass ich in dieser Saison noch nicht getroffen habe. Ich war am Dienstag schon zweimal kurz davor und hoffe, dass der Knoten jetzt geplatzt ist. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie der Treffer entstanden ist. Eigentlich war ich bei der Ecke in der Absicherung und weiß auch nicht genau, warum. Gut, dass der Ball dann so zu mir gekommen ist. Ich musste dann volles Risiko gehen. Das passiert intuitiv, die meisten Abschlüsse kann man so gar nicht trainieren. Es ist das Beste, wenn man nicht nachdenken muss, sondern einfach macht.“

... über das Unentschieden: „Es ist auf jeden Fall besser als gar kein Punkt. Aber wir hatten klar den Plan, drei Punkte zu holen. Positiv ist, dass wir einfach nicht aufgegeben haben, aber am Ende ist es zu wenig. Wir hätten drei Punkte dringend benötigt. [...] Wir kommen gerade einfach nicht an unser Leistungsmaximum heran und ich glaube, dass das ein großes Problem ist. Genau das hat uns sonst nämlich so stark gemacht. Wir sind zu inkonsequent, zu inkonstant. Das müssen wir ändern, um wieder Spiele zu gewinnen. [...] Wir sind im Abstiegskampf, das müssen wir uns alle bewusst machen.“

Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach: Senne Lynen „froh“ über Punkt, aber Sieg war das Ziel

Eugen Polanski (Trainer Borussia Mönchengladbach): „Es war eine verdiente Punkteteilung und mit Sicherheit kein Leckerbissen von beiden Mannschaften. Aber in der Situation, der wir sind und wahrscheinlich auch Bremen, konnte man das auch nicht erwarten. Wenn man bis zur letzten Minute mit 1:0 führt, dann will man auch drei Punkte mitnehmen. Das haben wir nicht geschafft.“

Florian Neuhaus (Spieler Borussia Mönchengladbach): „Wir müssen unsere Dinger nutzen und eiskalt sein, wenn Bremen uns die Räume gibt, wenn sie aufmachen. Extrem bitter. Wir müssen die Dinger besser wegverteidigen und klarer klären, vielleicht auch öfter mehr Meter gewinnen, nicht ganz in die Box fallen und den Gegner nicht so nah ans Tor lassen. Dass das Ding am Ende so reinfällt, ist umso bitterer. Es ist keine einfache Situation, in der wir stecken.“

mit Stimmen von Sky und werder.de

Rubriklistenbild: © IMAGO / Sven Simon

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