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Bremen - Er fehlt Werder schon seit dem Saisonstart, und auch in den kommenden Wochen sieht es nicht nach einem Comeback von Kapitän Zlatko Junuzovic (Achillessehnenprobleme) aus.
Am Wochenende ist der 29-Jährige aus seiner Heimat Österreich zurückgekehrt, um sein Reha-Programm in Bremen fortzusetzen – wann er wieder einsatzbereit ist, steht jedoch weiter in den Sternen. „Eine zeitnahe Rückkehr ist nicht zu erwarten“, sagte Sportchef Frank Baumann am Dienstag und erklärte, dass Junuzovic die kommenden drei Bundesligaspiele bei Hertha BSC (10. September), gegen Schalke 04 (16. September) und beim VfL Wolfsburg (19. September) definitiv verpassen wird. Frühester Termin für eine Junuzovic-Rückkehr ist demnach das Heimspiel gegen Freiburg am 23. September, aber auch da wollte sich Baumann nicht festlegen: „Es ist sehr schwer einzuschätzen. Er hat ja keinen Riss oder Bruch, wo klar wäre, wann er wieder spielen kann.“
Baumann bleibt bei seinem Standpunkt
Geht es nach Medienberichten aus der Türkei, dann ist sogar fraglich, ob Junuzovic überhaupt bei Werder bleibt. So habe Erstligist Trabzonspor nach wie vor großes Interesse an einer Verpflichtung des Mittelfeldspielers und möchte ihn auf den letzten Drücker holen, ehe das Transferfenster in der Türkei am Freitag schließt. Die Tageszeitung „Hürriyet“ berichtet aktuell sogar, dass sich Trabzon-Präsident Muharrem Usta erneut zu Verhandlungen in Bremen aufhalte.
Das mag ja stimmen. Dass Baumann seinen Kapitän aber ziehen lässt, ohne noch mit einem Gegentransfer reagieren zu können, ist mehr als unwahrscheinlich. Und dass die Türken tatsächlich mit aller Macht einen verletzten Spieler mit unklarer Prognose verpflichten wollen, sollte es nach normalem Ermessen übrigens auch sein.
Frank Baumann mag das Thema schon lange nicht mehr behandeln, reagiert deshalb wortkarg auf den angeblich dritten Vorstoß der Türken. „Wir bleiben bei Zladdi bei unserem Standpunkt“. Heißt: Werder gibt seinen verletzten Kapitän nicht ab.