Star-Einkauf nur Ersatz

„Von den Großen lernen“: Warum Samuel Mbangula bei Werder weiter nicht erste Wahl ist

Werder Bremens Königstransfer Samuel Mbangula schafft es bislang auch unter Daniel Thioune nicht in die Startelf - jetzt erklärt der Neu-Trainer die Gründe.

Es bleibt dabei: Der Königstransfer des vergangenen Sommers spielt beim SV Werder Bremen weiterhin nur eine Nebenrolle. Gegen den FC Bayern München kam Zehn-Millionen-Euro-Transfer Samuel Mbangula erst zur zweiten Halbzeit ins Spiel, brachte dann 95 Prozent seiner 21 Pässe an den Mann und entschied 60 Prozent seiner fünf Dribblings für sich. Schwungvoll sah die Darbietung durchaus aus, richtig ertragreich in puncto Offensivgefahr war sie ähnlich wie bei den Teamkollegen aber nicht. Und doch bleibt die Frage: Warum schafft es der 21-jährige Belgier einfach nicht in die Bremer Startformation?

Werder Bremens Königstransfer Samuel Mbangula schafft es bislang auch unter Neu-Trainer Daniel Thioune nicht in die Startelf - die Gründe.

Samuel Mbangula weiter nicht erste Wahl bei Werder Bremen - Daniel Thioune: „Wir sehen seine Qualität, aber...“

„Wir sehen auf der einen Seite die Qualität am Ball, auf der anderen Seite aber auch das Potenzial, das er noch im Spiel gegen den Ball besitzt“, sagt Werder Bremens Trainer Daniel Thioune und formuliert damit einen Gedanken, den auch Vorgänger Horst Steffen in den vergangenen Monaten regelmäßig zum Ausdruck gebracht hat. Kurzum: Das defensive Risiko wiegt zu schwer und ist derzeit nicht mit dem Vertrauen in die offensive Klasse Samuel Mbangulas in Balance zu bringen.

Und es gibt in diesem Zusammenhang noch eine weitere Parallele zwischen Steffen und Thioune – der neue Coach des SV Werder Bremen wählt ebenso wie der vorherige Amtsinhaber einen besonderen Vergleich, um aufzuzeigen, an wem sich Samuel Mbangula auf dem Weg zur Optimierung orientieren solle. „Da kann man von den Großen lernen. Wenn man Harry Kane sieht und wie der dem Ball hinterhergeht, die eigene Box mitverteidigt. Oder wie ein Lennart Karl am eigenen zweiten Pfosten Felix Agu und Marco Grüll am Abschluss hindert“, zählt Thioune auf und hält fest: „Sam kann ein Unterschiedsspieler sein, aber wenn er es ist, dann muss er es in beide Richtungen sein.“

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Werder Bremens Daniel Thioune über Samuel Mbangula: „Er muss in beide Richtungen ein Unterschiedsspieler sein“

Während der vergangenen Woche hatten sich Spieler und Trainer ausführlich über die Situation im Kader des SV Werder Bremen und die geforderten Ansprüche ausgetauscht, nun musste Samuel Mbangula erneut akzeptieren, dass die Entscheidung bei der Startelf gegen ihn ausfiel. „Im besten Fall hat er es professionell aufgenommen. Ich kann in die Köpfe nicht hineinschauen. Ein Stück Enttäuschung ist immer gegeben“, sagt Daniel Thioune, „aber nochmal: Der Rasen ist immer noch der beste Ort, um mir zu zeigen, dass meine Entscheidungen falsch sind.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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