Trainer Thioune erklärt Maßnahmen
Wie Werder Bremen das Dauerthema Verletzungen in den Griff bekommen will
Auch in dieser Saison hat Werder Bremen wieder etliche Ausfälle zu beklagen - wie der SVW das Dauerthema Verletzungen in den Griff bekommen will!
Schon in der Vorsaison grüßte in beständiger Regelmäßigkeit das Murmeltier – und auch jetzt hat der SV Werder Bremen während seiner Sommervorbereitung wieder allerlei Verletzungsprobleme durch die Wochen geschleppt. Besonders hoch im Kurs standen einmal mehr die muskulären Beschwerden bei vielen Profis, während Akteure wie Mitchell Weiser, Felix Agu oder Niklas Stark noch immer mit Blessuren aus der vergangenen Spielzeit zu kämpfen haben. Eine Mixtur, die schnell die Frage aufwerfen kann, ob hinter den Kulissen des Bundesligisten womöglich elementare Fehler in der Betreuung des Teams gemacht werden. Ein Vorwurf, den Chefcoach Daniel Thioune während der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel des SV Werder beim SC Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) jedoch im Keim erstickt – und auf entsprechende Anpassungen verweist.
Werder Bremens Daniel Thioune: „Wir haben vor und nach dem Training die Regenerationszeit verpflichtend verlängert“
„Wir haben unsere Trainingstage umgestellt“, setzt der 52-jährige Chefcoach des SV Werder Bremen an. „Sonst haben wir nach einem freien Tag wieder früh am Morgen begonnen, jetzt beginnen wir erst nachmittags, um eine längere Regeneration zu haben. An diesem Tag haben wir in der letzten Saison auch noch doppelt trainiert, jetzt trainieren wir erst wieder zweimal, wenn wir den zweiten Tag zurück im Trainingsbetrieb sind.“ Doch das ist nicht alles, um der Verletzungssorgen Herr zu werden. „Darüber hinaus haben wir vor und nach dem Training die Regenerationszeit verpflichtend verlängert, um die Spieler besser zu scannen“, erklärt Daniel Thioune.
Auch der sogenannte CK-Wert werde beim SV Werder Bremen regelmäßig geprüft. Durch diesen besonderen Fokus auf die Blutenzyme sollen Erkenntnisse über drohende Muskelschäden oder eine Überbelastung gewonnen werden. Rechtzeitig, versteht sich. „Der Wert teilt uns mit, welcher Spieler vielleicht besser nicht ins Training einsteigen sollte“, meint Daniel Thioune und nennt damit womöglich einen Grund, warum einige seiner Schützlinge regelmäßig wegen einer sogenannten Belastungssteuerung aussetzen oder nur im Verborgenen dosiert Übungen abspulen.
Werder Bremens Daniel Thioune: „Wir werden die Verletzungen nicht ausschließen können“
„Das sind alles Dinge, die wir verändert haben und die uns aktuell helfen“, ist Daniel Thioune überzeugt, doch der Trainer des SV Werder Bremen betont auch: „Wir werden die Verletzungen nicht ausschließen können, denn sie haben grundsätzlich nichts damit zu tun, dass die Jungs schlecht schlafen, schlecht betreut werden oder überbelastet werden. Da sind auch ein paar Traumaunfälle dabei, die einfach passieren, wenn jemand stürzt oder von einem anderen Spieler von den Beinen geholt wird.“
Folglich ist der Übungsleiter des SV Werder Bremen zuversichtlich, dass das Dauerthema Verletzungen schon bald keines mehr sein wird. „Wir sind gut aufgestellt, wenn auch noch nicht final aufgestellt. Dafür gibt es aber ja noch ein paar Tage in dieser Transferperiode“, sagt Daniel Thioune. „Ich bin überzeugt davon, dass wir im November nicht die Probleme haben werden, die wir jetzt zu Beginn der Vorbereitung hatten oder auch zum Ende der letzten Saison.“ (mbü) Schon gelesen? So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen SC Freiburg aussehen!
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