Werder will keine genaue Platzierung nennen
Kohfeldt erlaubt mutige Ziele, warnt aber auch
Bremen - Claudio Pizarro hat es getan, Ludwig Augustinsson auch, Davy Klaassen genauso wie Max Kruse – und sogar der junge Marco Friedl: Die Werder-Profis sprechen tatsächlich von Europa, halten das Erreichen eines internationalen Wettbewerbs für möglich.
Ganz schön mutig, schließlich hat Werder in den vergangenen fünf Jahren vor allem eines – gegen den Abstieg gespielt. Da verwundert das neue Selbstbewusstsein und wirkt schon ein bisschen abgesprochen.
„Der eine oder andere Spieler hat mich schon gefragt, ob wir eine einheitliche Zielsetzung nach außen geben werden“, berichtet Coach Florian Kohfeldt. Er halte viel von Selbstständigkeit, deswegen habe er den Spielern die Entscheidung darüber frei gestellt – allerdings inklusive einer Warnung: „Sagt, was ihr glaubt, aber seid euch auch bewusst, dass ihr daran gemessen werdet.“
Kohfeldt: Saisonziel? „Wir werden noch konkreter“
Pizarro und Co. sind davor nicht zurückgeschreckt. Sie haben es trotzdem getan, wenngleich stets mit dem Hinweis, dass es sehr, sehr schwierig wird, dass alles passen, die Mannschaft als Gruppe richtig gut funktionieren muss. Das hört der Coach sicherlich gerne, er selbst zögert noch. „Ich bin noch nicht so weit“, meinte Kohfeldt, will sich aber dauerhaft nicht drücken: „Wir werden noch konkreter werden, was unser Saisonziel angeht.“ Vielleicht passiert das schon in der kommenden Woche vor dem Pokalspiel in Worms oder danach vor dem Bundesligastart gegen Hannover.
Eine genaue Platzierung wird Kohfeldt gemeinsam mit Sportchef Frank Baumann nicht nennen. „Eher eine Range“, kündigte der Coach an. Auch „weiche Ziele“ seien ihm dabei wichtig – zum Beispiel der Wiedererkennungswert des Fußballs. Mit dem will Werder weitere interessante Spieler nach Bremen locken und die Fans begeistern. Zudem gehe es darum, in jedem Bundesligaspiel den absoluten Siegeswillen auszustrahlen, fordert Kohfeldt. Bislang machen Pizarro und Co. diesen Eindruck.
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