Bundesliga-Re-Start

„Ich sehe keine Gefahr“: Wie Werder-Trainer Steffen das Hoffenheim-Spiel angehen will

Erstes Bundesliga-Spiel 2026: Der SV Werder Bremen spielt am Samstag (15.30/DeichStube-Liveticker) gegen die TSG Hoffenheim. So geht Trainer Horst Steffen die Partie an - der Vorbericht zum 16. Spieltag.

Wichtige Info: Das Bundesliga-Spiel zwischen dem SV Werder Bremen und der TSG Hoffenheim wurde abgesagt. Alle Infos dazu hier!

Bremen – Etwas ähnelt die derzeitige Situation des SV Werder Bremen der aus dem vergangenen Sommer. Schon damals herrschte vor dem Start der Bundesliga-Saison gesteigerte Unruhe im Bremer Umfeld – ausgelöst durch die Kadersituation sowie das anspruchsvolle Auftaktprogramm. Knapp sechs Monate später steht Werder zwar mit 17 Punkten solide im Tabellenmittelfeld auf Rang zehn, an der Stimmungslage hat sich im Vergleich zum Sommer jedoch nur wenig geändert. Denn auch jetzt gibt es im Bremer Kader, insbesondere auf der Mittelstürmerposition, wieder große Fragezeichen. Zudem hat es der Start ins neue Jahr mit vier Gegnern, die allesamt um die Teilnahme am europäischen Geschäft kämpfen, erneut in sich. Ein Umstand, der am Osterdeich zwar registriert wird, bislang jedoch keine Angst oder Panik auslöst. „Ich sehe keine Gefahr. In jedem Spiel haben wir die Möglichkeit zu gewinnen, aber auch zu verlieren. Wir haben jedes Mal eine Chance“, sagt Werders Cheftrainer Horst Steffen vor dem Bundesliga-Re-Start am Samstag im Weserstadion gegen die TSG Hoffenheim (15.30 Uhr/DeichStube-Live-Ticker).

Vor dem Bundesliga-Re-Start des SV Werder Bremen am Samstag (im DeichStube-Liveticker) gegen die TSG Hoffenheim bemüht sich Trainer Horst Steffen um Optimismus.

Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim im Liveticker: Trainer Horst Steffen selbstbewusst vor schwerer Englischer Woche

Die Partie gegen die auf Platz fünf stehenden Kraichgauer bildet dabei für Werder Bremen nur den Auftakt zu einer Englischen Woche mit drei Spielen innerhalb von sieben Tagen. Denn im Anschluss geht es zu Borussia Dortmund (Dienstag, 20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker), ehe am Freitag Eintracht Frankfurt kommt (20.30 Uhr). Auf die Frage, was passieren müsse, damit er die kommende Woche im Nachgang als erfolgreich bewerten könne, antwortete Horst Steffen selbstbewusst: „Am liebsten neun Punkte. Ich traue uns zu, jedes Spiel zu gewinnen.“ Eine Einschätzung, die bei so manch Fan und Beobachter vermutlich eher für Stirnrunzeln sorgt.

Unabhängig von den reinen Ergebnissen erhofft sich der Werder-Trainer einen sichtbaren Entwicklungsschritt seiner Mannschaft: „Ich hoffe, dass die Woche so wird, dass wir danach alle ein gutes Gefühl haben und unsere Platzierung in der Tabelle verteidigen oder sogar noch einen Schritt nach vorne machen können.“ Was einem allgemeinen Stimmungsaufheller gleichkommen würde. Zunächst braucht es dafür allerdings einen überzeugenden Auftritt gegen die TSG Hoffenheim, die sich in dieser Saison deutlich verbessert präsentiert und bereits 27 Zähler eingefahren hat. Im Vorjahr hatten sich die Kraichgauer erst am letzten Spieltag – auch dank Schützenhilfe des SV Werder Bremen gegen Heidenheim – vor dem Relegationsplatz gerettet.

So sehen Fans das Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen bei Borussia Dortmund live im TV und im Livestream!

Werder Bremen im Live-Ticker gegen TSG Hoffenheim: Schwach im Sturm - jetzt geht‘s gegen Fisnik Asllani

„Sie haben eine sehr gute Laufleistung, viele tiefe Läufe und eine gute Ballsicherheit“, lobt Horst Steffen das Team von Trainer Christian Ilzer. Für Werder Bremen dürfte es vor allem auf die Defensive ankommen, die in den vergangenen beiden Spielen in Augsburg sowie im Test beim FC St. Pauli jeweils ohne Gegentor blieb. Offensiv stand allerdings ebenfalls zweimal die Null – die Bremer warten mittlerweile seit mehr als 280 Minuten auf einen eigenen Treffer. Entsprechend geht es für Steffens Team gegen die TSG Hoffenheim darum, auch ohne einen neuen Mittelstürmer wieder Torgefahr zu entwickeln. „Entschlossenheit, der letzte Pass, die Positionierung bei Hereingaben – das sind die Themen. Aber es geht auch darum, den Abschluss zu suchen und nicht immer noch den Nebenmann“, betont Steffen.

Ein Hoffenheimer, der die in Bremen vermissten Qualitäten immer wieder unter Beweis stellt, ist Fisnik Asllani. Gemeinsam mit Steffen verpasste der Kosovare in der vergangenen Saison mit der SV Elversberg nur knapp den Aufstieg in die Bundesliga. Werder Bremen bemühte sich bekanntlich im Sommer intensiv um den Stürmer, doch Asllani blieb bei seinem Stammclub TSG Hoffenheim und verlängerte dort langfristig. In 15 Ligaspielen erzielte er in dieser Spielzeit sechs Tore und bereitete zwei weitere vor. „Er bringt eine hohe Spielintelligenz und Torgefahr mit“, lobt Steffen, erklärt aber zugleich, sich viel lieber um seine Bremer Spieler kümmern zu wollen. Damit hat der 56-Jährige schließlich auch genug zu tun. Viel Raum für Gedanken an möglicherweise widrige Witterungsbedingungen durch den starken Schneefall bleiben ihm da ebenfalls nicht: „Ich kann nicht vorausschauen, wie der Rasen am Spieltag aussehen wird“, sagt Steffen – und hält fest: „Wenn er frei ist, steht gutem Fußball nichts im Wege.“ (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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