Ball war nicht im Aus

„Es war irritierend“: Werder-Trainer Steffen moniert Entstehung des Frankfurter Last-Minute-Ausgleichs

Der späte Ausgleichstreffer von Eintracht Frankfurt zum 3:3-Endstand war für Werder Bremen unfassbar bitter. Trainer Horst Steffen störte sich zudem an der Entstehung.

Bremen – So manch Fan des SV Werder Bremen dürfte sich am späten Freitagabend im vollbesetzten Weserstadion innerlich schon auf den Abpfiff und den dazugehörigen Jubel vorbereitet haben – Ansgar Knauff hatte allerdings entschieden etwas dagegen. In der vierten Minute der Nachspielzeit erzielte der Angreifer von Eintracht Frankfurt tatsächlich noch das 3:3 – mit der speziellen Entstehung des Treffers hatte Werders Trainer Horst Steffen so seine Probleme.

Weil der Ball doch nicht mit vollem Umfang im Aus war: Nach VAR-Eingriff zählte der späte Ausgleichstreffer von Eintracht Frankfurt gegen den SV Werder Bremen. SVW-Coach Horst Steffen (re.) störte dabei etwas in der Entstehung.

Nach spätem Ausgleichstreffer von Eintracht Frankfurt: Werder Bremens Trainer Horst Steffen hadert mit Entstehung des Tors

Der Grund: Kurz vor der Hereingabe von Frankfurts Ayoube Amaimouni-Echghouyab hatte der Ball vermeintlich die Bremer Torauslinie überquert, woraufhin der Linienrichter auch umgehend seine Fahne hob. Knauffs Treffer zählte also nicht, vorerst. Als Schiedsrichter Benjamin Brand dann aber Rücksprache mit dem Video-Referee gehalten hatte, korrigierte er seine Entscheidung und gab das Tor, weil der Ball nicht in vollem Umfang über der Linie war. Regeltechnisch ein legitimer Vorgang. Das sah auch Horst Steffen so. Und doch war der Trainer des SV Werder Bremen mit dem Hergang der Szene nicht ganz einverstanden.

„Im ersten Moment denkst du natürlich, der Assistent hebt die Fahne, jetzt gibt es Abstoß, und wir haben das Spiel gewonnen“, sagte Werders Coach im Nachgang, ehe er monierte: „Es ist schon irritierend für unsere Verteidiger, wenn die Fahne hochgeht. Dann schaltest du vielleicht kurz ab, weil du dich darauf verlässt, dass es der Assistent im Blick hat und der Ball im Aus war.“ Wenige Augenblicke nur, die im Zweifel schon genügen können, um ein Tor hinnehmen zu müssen. So betrachtet, hatte Horst Steffen da durchaus einen Punkt. Zur Wahrheit im Bremer Fallbeispiel gehörte allerdings auch, dass es beim Frankfurter 3:3 ziemlich schnell ging. Heißt: Auch ohne gehobene Fahne dürften es die Profis des SV Werder Bremen kaum mehr hätten verhindern können. (dco)

Rubriklistenbild: © IMAGO / STEINSIEK.CH, osnapix

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