Werder-Transfer-News
„Wir planen mit ihm“: Werder-Profi Grüll soll nicht wechseln – auch, weil rechts weiter improvisiert werden muss
Verlässt Marco Grüll den SV Werder Bremen in diesem Sommer? Wie der Bundesligist mit dem Österreicher plant - und warum er wichtig werden könnte!
Jetzt sind es nur noch ein paar Tage – und der SV Werder Bremen steht noch immer ohne echten Rechtsverteidiger da. Mitchell Weiser und Felix Agu kommen nach ihren jeweiligen Verletzungen für das Pokalspiel am kommenden Wochenende gegen den Oberligisten Lüneburger SK (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) nicht in Frage, einen angestrebten Transfer auf dieser Position hat es bislang nicht gegeben. „Solange kein anderer da ist, der mir zur Verfügung steht, habe ich den Gedanken, es mit dem Kader aufzufangen“, meint Daniel Thioune – und was soll der Chefcoach in dieser Situation auch anderes sagen. Schon die ganze Vorbereitung über war er zur Improvisation gezwungen, probierte verschiedene Varianten aus, vernahm dabei aber durchaus positive Signale.
Werder Bremen steht aktuell ohne fitten Rechtsverteidiger da: Mick Schmetgens und Marco Grüll als Option
„Wir haben noch ausreichend Qualität. Ich werde immer eine Lösung finden, sehe weniger die Probleme“, betont Daniel Thioune. „Mick Schmetgens ist eine Option, genauso vielleicht die offensive Variante mit Marco Grüll.“ Abwehrtalent Schmetgens ist eigentlich in der Innenverteidigung zu Hause, durfte sich zuletzt aber mehrfach an der Seitenlinie ausprobieren. Zwischenzeitlich galt der U19-Vize-Europameister als Kandidat für eine Leihe, nun winken ihm plötzlich weitere Pflichtspieleinsätze beim SV Werder Bremen.
„Mick hat seine Sache in den Vorbereitungsspielen zuletzt gut gemacht und die Herausforderung gut gelöst“, lobt Peter Niemeyer als Leiter Profifußball des SV Werder Bremen im Gespräch mit der DeichStube. Doch auch Marco Grüll wusste zu gefallen, er „kann die Anforderungen an diese Position ebenfalls gut erfüllen“, findet Niemeyer. „Ich erinnere mich noch gut, wie er letzte Saison in Leipzig stark gegen Diomandé verteidigt hat.“
Nicht ausgeschlossen also, dass der Allrounder aus der Alpenrepublik auch künftig den Zuschlag erhält, bis personelle Alternativen vorhanden sind. Aber: Zuletzt hatte es Gerüchte aus der Türkei gegeben, dass Marco Grüll selbst demnächst womöglich Werder Bremen nicht mehr zur Verfügung stehen, sondern am Schwarzen Meer für Samsunspor auflaufen könnte. Allzu realistisch ist das Szenario allerdings nicht, dass die Bremer den Österreicher tatsächlich ziehen lassen würden. „Das sehe ich aktuell nicht, wir planen mit ihm“, betont Peter Niemeyer. „Er ist immer für Tore und Scorer gut und wenn er gebraucht wird, ist er immer für die Mannschaft da.“ (mbü)
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