Werder-Transfer-News
Nach Pieper-Ausfall: Werder-Trainer Steffen und Sportchef Fritz über mögliche Defensiv-Transfers
Reagiert Werder Bremen auf die Verletzung von Amos Pieper und wird nochmal auf dem Transfermarkt aktiv? Was die Verantwortlichen dazu sagen!
Es ist eine Diagnose, die für den SV Werder Bremen zur Unzeit kommt. Als die Bremer am Mittwochmittag bekanntgaben, dass Amos Pieper aufgrund einer Infektion infolge seiner im Leverkusen-Spiel erlittenen Fleischwunde am Knie operiert werden musste, wurde die ohnehin angespannte Personallage in der Werder-Defensive noch prekärer. Besonders bitter: Der Innenverteidiger zählte in den vergangenen Wochen und Monaten zu den stabilsten Akteuren bei den Grün-Weißen. „Es ist bitter. Wir haben alle in den letzten Wochen und Monaten gesehen, wozu Amos imstande ist. Dementsprechend hätte ich ihn gerne in dieser Verfassung auf dem Feld gesehen“, sagt Cheftrainer Horst Steffen vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) zum Ausfall seines Defensivspezialisten.
Werder Bremens Clemens Fritz: „Die Verletzung von Amos Pieper macht die Situation nicht einfacher, das tut uns enorm weh“
Die genaue Ausfallzeit ist dabei unklar, der Verein spricht von mehreren Wochen. „Am wichtigsten ist, dass es keine strukturelle Verletzung ist. Jetzt müssen wir abwarten, ob alles gut verheilt. Der erste Eindruck ist jedoch positiv“, erklärt Clemens Fritz, Sportchef des SV Werder Bremen, gegenüber der DeichStube. Aber: Trotz des intakten Kniegelenks kann in solchen Fällen ein erneutes Entzündungsrisiko nicht ausgeschlossen werden, weshalb große Vorsicht geboten ist. „Die Verletzung von Amos macht die Situation nicht einfacher, das tut uns enorm weh“, so Fritz. „Es ist eine extreme Herausforderung für uns, weil aktuell noch nicht genau absehbar ist, wie lange er fehlen wird.“
Womit zwangsläufig die Frage in den Fokus rückt, ob Werder Bremen bis zum Ende des Winter-Transferfensters am 2. Februar noch einmal in der Defensive nachlegt. Schließlich fehlen neben Amos Pieper auch Maximilian Wöber (muskuläre Probleme) und Niklas Stark (Hüftverletzung) auf unbestimmte Zeit. „Grundsätzlich ist unsere Personallage in der Verteidigung etwas dünn. Wir sind im Austausch und diskutieren unseren Kader“, sagt Horst Steffen vor Werders Heimspiel gegen Gladbach (live im TV) zur aktuellen Situation. Auf die Frage, ob er intern für defensive Verstärkungen werbe, antwortet der Coach: „Ich bin involviert und gebe meinen Senf dazu. Ich hoffe, dass wir gute Ideen umsetzen können, wenn wir die Möglichkeiten haben.“
Werder Bremens Clemens Fritz über Transfers: „Es gibt weder ein klares Ja noch ein klares Nein für die eine oder andere Richtung“
Gegen neues Personal würde sich der Trainer des SV Werder Bremen also nicht wehren – auch wenn er die Qualität der insgesamt vorhandenen Spieler nochmal ausdrücklich betont: „Wir haben grundsätzlich gute Jungs, aber die müssen eben auch auf dem Feld stehen.“ Dort dürften am Wochenende erneut Julian Malatini, Youngster Karim Coulibaly sowie Kapitän Marco Friedl, der nach seiner abgesessenen Gelbsperre zurückkehrt, auflaufen. Mehr Optionen bleiben kaum, auch wenn der zuletzt zurückgezogene Senne Lynen gegen Hoffenheim laut Horst Steffen „seine Sache sehr ordentlich“ gemacht habe. „Wir haben noch ein paar Tage Zeit. Es gibt weder ein klares Ja noch ein klares Nein für die eine oder andere Richtung“, sagt Clemens Fritz ganz grundsätzlich mit Blick auf mögliche Transfers bis zum kommenden Montag. „Wir halten weiterhin die Augen offen.“ (bvo/mbü)
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