Werder-Transfer-News

„Sind nicht der einzige Verein, bei dem noch Sachen zu tun sind“: Fritz über weitere Werder-Transfers und die Schwierigkeiten des Markts

Was geht noch bei Werder Bremen nach dem Transfer von Ludovit Reis und der bevorstehenden Leihe von Eren Dinkci? Clemens Fritz über die Pläne.

Ludovit Reis ist bereits da, Eren Dinkci so gut wie – und im Gegenzug hat sich Romano Schmid gen Italien verabschiedet. Nach einer ruhigeren Zwischenphase haben die Transferbewegungen beim SV Werder Bremen zuletzt wieder deutlich Fahrt aufgenommen. Und das soll bei Weitem noch nicht alles gewesen sein. „Wir wollen in der Offensive natürlich noch was machen. Es kann sein, dass im Mittelfeld noch etwas passiert, eventuell noch in der Abwehr. Aber wir müssen auch schauen, was wir umgesetzt bekommen am Ende des Tages“, sagt Werders Fußball-Chef Clemens Fritz.

Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz hat beim „Tach der Fans“ über weitere Sommer-Transfers gesprochen.

Sportchef Clemens Fritz über weitere Transfers bei Werder Bremen: „Es kommt wieder Bewegung in den Markt“

Etwas mehr als zwei Wochen bleiben Werder Bremen noch, um weiter am Kader zu basteln, die vorhandenen Baustellen in Angriff zu nehmen. Die Spielregeln bleiben bis zum 1. September um 20 Uhr, wenn das Sommer-Transferfenster endgültig schließt, unverändert: „Ich kann mich nur wiederholen“, betont Clemens Fritz, „es muss sportlich passen, aber auch wirtschaftlich. Das ist immer die Herausforderung. Wir sind bemüht und führen viele Gespräche.“

Ungeachtet der Personalien Reis und Dinkci hat der jüngste Test gegen Auxerre (0:1) noch einmal deutlich gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Der Mangel an Außenverteidigern führte dazu, dass Abwehrtalent Mick Schmetgens vom Zentrum nach rechts rückte. Der Youngster machte seine Sache zwar ordentlich, das bevorzugte Modell ist dennoch ein anderes. Deshalb wird unter Hochdruck nach Alternativen gefahndet, da aktuell nicht absehbar ist, wann Felix Agu oder Mitchell Weiser wieder verlässlich zur Verfügung stehen. Problem für alle Mannschaftsteile: „Es wird alles ein Stück weit teurer, nicht nur im alltäglichen Leben, sondern auch auf dem Transfermarkt“, erklärt Clemens Fritz. „Es ist die Herausforderung, die Mittel nach unseren Möglichkeiten einzusetzen. Manchmal muss man auch ein bisschen geduldiger sein.“

Genau deshalb rechnet der Ex-Profi auch damit, dass nicht nur den Bremern eine noch ereignisreiche Zeit bevorsteht. „Wir sind nicht der einzige Verein, bei dem noch ein paar Sachen zu tun sind“, sagt Fritz. „Im Juni war insgesamt ganz gut Bewegung im Markt, im Juli wurde es dann recht ruhig. Ich weiß nicht, ob das mit der Weltmeisterschaft zusammenhing. Jetzt im August merkt man schon, dass auch wieder Bewegung in den Markt kommt.“

Kommt nach der Leihe von Eren Dinkci noch ein weiterer Angreifer zu Werder Bremen?

Und sich so neue Möglichkeiten ergeben. Deshalb ist auch nicht auszuschließen, dass nach einer Dinkci-Leihe nicht womöglich noch ein weiterer Angreifer an die Weser wechselt. „Ich will in beide Richtungen nichts ausschließen. Wir gucken am Markt, was möglich ist – und wenn sich irgendwie eine Tür öffnet, dann nehmen wir die natürlich gerne wahr“, sagt Fritz. Ähnlich sehe es im Mittelfeld ungeachtet der Reis-Verpflichtung aus.

Gibt’s also womöglich doch noch einmal eine Chance bei Cameron Puertas, der schon in der Vorsaison per Leihe aus Saudi-Arabien gekommen war? „Ich will gerne über Spieler sprechen, die hier sind und nicht über irgendwelche externen oder Cam explizit“, hielt sich Werder Bremens Geschäftsführer Fußball bedeckt. „Wichtig ist, dass wir uns auf das konzentrieren, was wir hier auf dem Platz, auf dem Trainingsplatz umsetzen können. Und wir sind dafür verantwortlich, die Mannschaft dementsprechend aufzustellen.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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