Werder-Transfer-News

Salifou, Hansen-Aaröen, Deman: So plant Werder mit seinen Leih-Rückkehrern

Olivier Deman, Isak Hansen-Aaröen und Dikeni Salifou sind nach ihren Transfers auf Zeit zurück bei Werder Bremen - aber wie lange noch? So plant der SVW mit seinen Leih-Rückkehrern!

Bremen – Bislang hat der SV Werder Bremen mit Maximilian Wöber und Samuel Mbangula lediglich zwei externe Neuzugänge für die kommende Saison verpflichtet. Dennoch unterscheidet sich der Kader auf dem Trainingsplatz deutlich von dem der vergangenen Rückrunde. Das liegt zum einen an zahlreichen Nachwuchstalenten, die sich derzeit unter Cheftrainer Horst Steffen in den Übungseinheiten beweisen dürfen, zum anderen aber auch daran, dass mit Olivier Deman, Isak Hansen-Aaröen, Dikeni Salifou und Dawid Kownacki gleich vier Profis zum Vorbereitungsstart an den Osterdeich zurückgekehrt sind, die zuletzt ausgeliehen waren. Letzterer hat sich bekanntlich bereits für eine Leihe zu Hertha BSC verabschiedet, und auch bei den drei übrigen Rückkehrern ist eine Zukunft in Bremen nicht garantiert.

Verkauf, Leihe oder neue Chance: Wie plant Werder Bremen mit seinen Leih-Rückkehrern Dikeni Salifou, Isak-Hansen Aaröen und Olivier Deman?

Olivier Deman und Co.: So plant Werder Bremen mit seinen Leih-Rückkehrern

Am wahrscheinlichsten erscheint derzeit ein Verbleib von Olivier Deman. „Oli hinterlässt seit seiner Rückkehr einen guten Eindruck. Er hat sich gut in das neue System eingefügt und konnte in den bisherigen Testspielen bereits Akzente setzen“, sagt Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer im Gespräch mit der DeichStube über den belgischen Linksverteidiger. Der 25-Jährige, der in der Rückrunde an Royal Antwerpen ausgeliehen war, bringt unter den Rückkehrern die meiste Profi-Erfahrung mit – ist zudem bereits vierfacher belgischer Nationalspieler. Für einen Stammplatz auf der linken Seite dürfte es bei Werder Bremen dennoch eng werden. „Er befindet sich im Konkurrenzkampf auf der linken Seite – gemeinsam mit Maxi Wöber, der ebenfalls gute Leistungen zeigt“, erklärt Niemeyer.

Wöber gilt dabei als klarer Startelfkandidat. Aufgrund der langwierigen Verletzung von Mitchell Weiser und der damit verbundenen Rückkehr von Felix Agu auf die rechte Abwehrseite sind jedoch die Chancen gestiegen, dass Olivier Deman als Backup auf der linken Seite im Kader des SV Werder Bremen bleibt. „Wir planen mit Oli für die neue Saison. Er selbst hat uns gegenüber auch nie Abschiedsgedanken geäußert“, betont Niemeyer und fügt hinzu: „Wir sind auf der Linksverteidigerposition gut aufgestellt, da wir dort mehrere Spieler haben, die variabel einsetzbar sind.“ Da die Bemühungen um Derrick Köhn bislang ohne Erfolg geblieben sind, spricht derzeit vieles dafür, dass Deman in Bremen bleibt und sich in der Rolle des Herausforderers versucht.

Bleibt Isak-Hansen Aaröen bei Werder Bremen? „Aktuell ist ein fester Verkauf in diesem Sommer kein Thema“

Als solcher ist auch Isak Hansen-Aaröen an die Weser zurückgekehrt. Der 20-jährige Norweger spielte in der Rückrunde für Aalborg BK in Dänemark, musste dort allerdings den Abstieg aus der ersten Liga hinnehmen. Dennoch macht er den Eindruck, dass ihm die Leihe körperlich gutgetan hat – Hansen-Aaröen hat sichtbar an Statur gewonnen. Im Training präsentiert sich der Spielmacher bislang engagiert und motiviert. „Das Trainerteam hat uns zurückgemeldet, dass Isak bislang ordentliche Leistungen zeigt“, sagt Niemeyer. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Reichen ordentliche Leistungen, um in der neuen Bundesliga-Saison für Werder Bremen eine Rolle zu spielen? „Klar ist, dass er Spielzeit braucht. Eine finale Entscheidung wurde in dieser Hinsicht noch nicht getroffen“, so Niemeyer weiter. Nach DeichStube-Informationen liegt dem Verein derzeit noch kein Angebot vor. Gesprächsbereit wäre Werder ohnehin nur bei einer weiteren Leihe. „Aktuell ist ein fester Verkauf in diesem Sommer kein Thema“, stellt Niemeyer klar. Es deutet somit einiges darauf hin, dass Hansen-Aaröen bei einer passenden Offerte erneut verliehen wird.

Etwas komplizierter gestaltet sich die Situation bei Dikeni Salifou. Auch für den 22-jährigen gebürtigen Münchner, der nur noch ein Jahr Vertrag hat, liegt Werder laut DeichStube-Informationen bislang kein Angebot vor – der Club zeigt sich in seinem Fall allerdings deutlich gesprächsbereiter. „Wir sind in einem guten Austausch mit der Agentur und prüfen derzeit, welche Lösung für ihn am sinnvollsten ist“, erklärt Peter Niemeyer. Intern ist man weiterhin grundsätzlich von Salifous Qualitäten überzeugt, zudem wird registriert, dass sich der Mittelfeldspieler gut in die Mannschaft einfügt. Wie die DeichStube erfahren hat, wird aktuell intensiv über verschiedene Zukunftsmodelle diskutiert – sowohl ein Verkauf als auch eine erneute Leihe stehen im Raum. Dass Salifou in der kommenden Spielzeit für Werder Bremen auflaufen wird, ist also unwahrscheinlich. (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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