Trotz schwieriger Debüt-Saison

„Das hat ihn gehemmt“: Warum Werner Werder-Stürmer Topp perspektivisch einen Stammplatz zutraut

Keke Topp erlebt eine schwierige Debüt-Saison in der Bundesliga. Warum ihm Trainer Ole Werner perspektivisch dennoch einen Stammplatz bei Werder Bremen zutraut.

Bremen – Die Bundesliga-Saison 2024/25 neigt sich dem Ende entgegen: Zwei Spiele sind es noch, dann kann Bilanz gezogen werden. Das gilt auch für Keke Topp, der nach seiner Rückkehr im Sommer vom FC Schalke 04 zu Werder Bremen seine erste Spielzeit als Erstliga-Profi erlebt hat und hinter dem vor allem auch wegen einer langen Verletzungspause ein durchwachsenes Jahr liegt. „Grundsätzlich bin ich mit Keke total zufrieden“, betonte Trainer Ole Werner im Rahmen einer Trainer-Fortbildung des Bunds Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) am Montag im Weserstadion. Aber: „Man muss bei Keke einfach wissen, dass er 14 Pflichtspiele verpasst hat. Bei uns ist er der Feldspieler, der dieses Jahr am wenigsten auf dem Trainingsplatz stand, vor allem auch aufgrund von Verletzungen. Und das hat ihn natürlich gehemmt.“

Keke Topp erlebt eine schwierige erste Bundesliga-Saison. Bei Werder Bremen traut man ihm dennoch weiter einen Stammplatz zu.

Werder Bremens Keke Topp hat sich nach „Hänger“ laut Ole Werner „eigentlich ganz gut befreit“

Eine solche Entwicklung sei jedoch völlig normal, und müsse einem 21-Jährigen in seiner Debüt-Saison im Fußball-Oberhaus auch zugestanden werden, so Werner. „Ich glaube, dass er insgesamt, das hat er auch selbst schon mal geäußert, einfach wahrgenommen hat, dass es nochmal ein großer Sprung ist von der zweiten Liga in die erste Liga.“ Dennoch ist Werner mit den Leistungen des Gnarrenburgers keineswegs unzufrieden. Im Gegenteil. „Ich glaube schon, dass er im Sommer eine gute Vorbereitung gespielt hat und dann auch zwei Spiele von Beginn an gemacht hat. Danach haben es andere aber auch einfach gut gemacht und er hatte im Herbst einen Hänger, aus dem er sich eigentlich ganz gut wieder befreit hat.“ Doch dann folgten eine Zahn-Operation und eine schwere Syndesmoseband-Verletzung, „zu einem Zeitpunkt, der für ihn einfach sehr ungünstig war.“ Und von der sich der junge Angreifer nur schleppend erholte. Immerhin feierte Keke Topp Anfang März sein Comeback für Werder Bremen und kam seither in sieben von neun Liga-Spielen zu Kurzeinsätzen. Allerdings sammelte der Ex-Schalker dabei gerade einmal 47 Minuten Spielzeit. Zu wenig für den ehrgeizigen Stoßstürmer.

Ole Werner traut Keke Topp Stammplatz bei Werder Bremen zu: „Passt sehr gut zu uns“

Was auch daran lag, dass die Konkurrenten Marvin Ducksch und Oliver Burke während dieser Zeit auf dem Rasen sehr gut miteinander harmonierten und somit wenig Anlass zu personellen Veränderungen gaben. Und auch Justin Njinmah und Marco Grüll hatten in der internen Stürmer-Rangfolge des SV Werder Bremen zuletzt leicht die Nase vorn. Spätestens zur neuen Saison sollen die Karten bei den Grün-Weißen aber wieder neu gemischt werden. „Es ist so, dass Keke spätestens im Sommer wieder voll angreifen kann, auch was einen Stammplatz oder die Perspektive auf deutlich mehr Spielzeit angeht“, sagte Werner, der nach wie vor an Keke Topps Potenzial glaubt. „Mit Keke haben wir einen sehr guten Jungen, von dem wir sowohl charakterlich als auch sportlich nach wie vor überzeugt sind und der von der Art, wie er arbeitet, aber auch wie er Fußball spielt, sehr gut zu uns passt.“ (mwi)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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