Seit März nur 46 Minuten Einsatzzeit
Im Wartestand nach langer Verletzung: Warum Werder trotzdem mit Keke Topp zufrieden ist
Keke Topp hat bei Werder Bremen nach langer Verletzung zuletzt wenig gespielt. Warum die Grün-Weißen aber trotzdem mit dem 21-Jährigen zufrieden sind.
Bremen – Auf gerade einmal 46 Minuten Spielzeit kommt Keke Topp seit seinem Comeback Anfang März. Nach seiner monatelangen Pause wegen einer Syndesmoseband-Verletzung erlebte der junge Angreifer die erfolgreichen Wochen des SV Werder Bremen zuletzt vor allem von der Bank aus. Keine einfache Situation für einen Stürmer, der sich selbst in der Vergangenheit als eher ungeduldig beschrieben hat. Doch genau darin sieht Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer auch eine Stärke: „Wenn Ungeduld richtig kanalisiert wird, ist sie nichts Negatives“, sagt er auf Nachfrage der DeichStube. „Er ist hungrig und bietet sich im Training regelmäßig an.“
Keke Topp „tut alles dafür“, um wieder regelmäßiger bei Werder Bremen zum Eisnatz zu kommen
Die konstant guten Leistungen des SV Werder Bremen ließen zuletzt wenig Raum für personelle Veränderungen. „Natürlich gibt es Phasen in einer Saison, in denen es schwieriger ist, sich in die Startelf zu spielen. Aber wie jeder andere hat auch Keke die Chance dazu – und er tut alles dafür“, betont Niemeyer. Auch Trainer Ole Werner äußerte sich bereits vor einigen Wochen wohlwollend über den 21-Jährigen: „Ich bin sehr zufrieden mit ihm.“ Gleichzeitig erinnerte der Coach aber auch daran, dass Geduld im Profifußball entscheidend ist: „Wichtig ist nur, dass er auch selber, wenn mal was schiefgeht, zufrieden bleibt. Nicht immer, wenn was schiefgeht, muss man unzufrieden sein. Das passiert im Fußball – und dann macht man weiter.“
Worte, die Keke Topp sich anscheinend zu Herzen genommen hat. Denn auch wenn seine Einsatzzeiten begrenzt blieben, ist man bei Werder Bremen zufrieden mit dem Stürmer, wie Niemeyer erklärt. „Schon jetzt hat er regelmäßig Einfluss auf unser Spiel, etwa indem er bei seinen Einwechslungen vorne die Bälle festmacht.“ So auch zuletzt beim 1:0-Sieg gegen den VfL Bochum, als Topp in der Schlussphase eingewechselt wurde und noch an mehreren Aktionen beteiligt war.
Abgang von Oliver Burke könnte Chance für Keke Topp bei Werder Bremen sein
Rundum glücklich dürfte Keke Topp mit dieser Rolle bei Werder Bremen dennoch nicht sein. Doch möglicherweise ergeben sich im Saisonendspurt neue Chancen – auch durch den überraschenden Abschied von Oliver Burke im Sommer. Noch ist offen, inwiefern Trainer Ole Werner in den kommenden Partien weiterhin auf den schottischen Angreifer setzen wird. Auch wenn Topp nicht das gleiche Tempo mitbringt wie Burke, bietet er durch seine Körperlichkeit ein ähnliches Stürmerprofil. Gut möglich also, dass zu seinen bisherigen 46 Einsatzminuten in dieser Saison noch einige dazukommen. (bvo)
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