Vor März-Länderspielen
Werder-Überraschung im Österreich-Kader: Rangnick nominiert verletzten Wöber
Na sowas! Seit Monaten fällt Maximilian Wöber beim SV Werder Bremen verletzt aus, jetzt wurde er für die österreichische Nationalmannschaft nominiert. Was ist da los?
Wenn im März die ersten Länderspiele im Jahr 2026 anstellen, wird der SV Werder Bremen drei österreichische Nationalspieler abstellen. So weit, so normal. Einigermaßen verwundert die Augen reiben dürften sich Fans allerdings darüber, dass dritte von Teamchef Ralf Rangnick nominierte Bremer Profi neben Romano Schmid und Marco Friedl im ÖFB-Aufgebot nicht etwa Marco Grüll ist – sondern der seit Monaten verletzte Maximilian Wöber.
Werder Bremen-Profi Maximilian Wöber überraschend für Österreich nominiert - ohne Einsatz-Chance
Der Verteidiger fällt praktisch schon die komplette Saison beim SV Werder Bremen aus. Nach einem Einsatz in der ersten Runde des DFB-Pokals (0:1 gegen Arminia Bielefeld) fehlte Maximilian Wöber erst wegen eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel, und als sich um den Jahreswechsel sein Comeback anbahnte, er einmal im Bundesligakader stand und 45 Minuten im Testspiel gegen den FC St. Pauli bestritt, erlebte der 28-Jährige einen erneuten bitteren Rückschlag. Anhaltende muskuläre Probleme bedeuten den nächsten monatelangen Ausfall. Weil der Innen- und Linksverteidiger bis heute nicht ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist, könnte seine Nominierung für die Nationalmannschaft nicht überraschender kommen. Zumal fitte Profis wie Leopold Querfeld von Union Berlin lediglich auf Abruf bereitstehen.
Was also steckt dahinter? Ralf Rangnick erklärt seine Beweggründe für die Berufung so: „Wir haben 28 Spieler nominiert, weil es sowohl bei David Alaba als auch bei Maxi Wöber unwahrscheinlich ist, dass sie zum Einsatz kommen“, sagt er in einer Mitteilung des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB). „Ich wollte sie trotzdem gerne dabeihaben und sie wollten auch dabei sein. Wir werden sie in ihrer Reha bestmöglich betreuen.“ Für den bis Saisonende von Leeds United ausgeliehenen Abwehrspieler des SV Werder Bremen geht es also in erster Linie darum, während der langen Pause mal wieder seine Mannschaftskameraden wiederzusehen. Auch dem Rekonvaleszenten scheint die Luftveränderung willkommen zu sein.
Werder Bremens Romano Schmid, Marco Friedl und Max Wöber für Österreich nominiert - Marco Grüll nur auf Abruf
Nach seinem letzten Einsatz für Österreich im Juni 2025 muss Maximilian Wöber logischerweise weiter auf sein nächstes Länderspiel warten. Wie wohl auch Marco Grüll. Der Stürmer des SV Werder Bremen ist für die anstehenden Testspiele in Wien gegen Ghana (Freitag, 27. März/18 Uhr) und Südkorea (Dienstag, 31. März/20.45 Uhr) nur auf Abruf nominiert worden. Den Vorzug bekamen dieses Mal unter anderem Paul Wanner und Carney Chukwuemeka, die nach einem Verbandswechsel erstmals für die Alpenrepublik spielberechtigt sind. Für Grüll ist das keine optimale Ausgangsposition, um sich für einen Kader-Platz bei der im Sommer anstehenden WM in den USA, Kanada und Mexiko zu empfehlen. Romano Schmid und Marco Friedl hingegen können ihre Nominierungen sicherlich als Pluspunkte verstanden wissen. (han)
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