Klare Schiri-Kritik
„Eine Fehlentscheidung“ und „schwachsinnig“: Warum Werder Bremens Bosse mit Karim Coulibalys Platzverweis hadern
Nach dem Debakel gegen den VfB Stuttgart haderte der SV Werder Bremen nicht nur mit sich, sondern wegen der Gelb-Roten Karte gegen Karim Coulibaly auch mit dem Schiri.
Bremen – Es war für sich genommen nur eine kleine Szene, und sie hätte durchaus das Potenzial dazu gehabt, zur Randnotiz zu verkommen – nach der 0:4-Heimniederlage des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart war sie am Sonntagabend dann aber plötzlich doch Gesprächsgegenstand. Und wie! Schließlich hatte sie am Ende zu einem der Knackpunkte des Spiels beigetragen. Worum es ging? Um Karim Coulibalys erste von zwei Gelben Karten, die in die Kategorie „absolut unnötig“ fiel – und Werders Verantwortliche nach dem Schlusspfiff deutliche Kritik an Schiedsrichter Robert Hartmann üben ließ.
„Schwachsinnig“: Werder Bremen übt klare Schiri-Kritik wegen erster Gelber Karte für Karim Coulibaly
„Ich stelle infrage, ob man die erste Gelbe Karte überhaupt geben muss“, sagte Cheftrainer Horst Steffen über den Moment aus der elften Minute, als Karim Coulibaly in Höhe des eigenen Strafraums einen Einwurf für Stuttgart verursacht und den Ball danach einige Meter zurück ins Feld getragen hatte, ehe er ihn dort fallen ließ. Klar ist: Damit verhinderte der Abwehrspieler des SV Werder Bremen das schnelle Ausführen des Einwurfs, was als Unsportlichkeit gilt und mit Gelb geahndet wird. In Werders Augen geschah das aber unabsichtlich.
„Er nimmt den Ball kurz auf und wirft ihn nicht absichtlich ins Feld, sondern lässt ihn sofort fallen“, monierte Steffen und hielt fest: „Eine Fehlentscheidung, extrem unglücklich für uns.“ Werder Bremens Leiter Profifußball Peter Niemeyer („Ich habe ein Problem damit, dass solche Situationen immer anders bewertet werden“) und auch Sportchef Clemens Fritz („Ich finde das schwachsinnig“) schlossen sich der Einschätzung des Trainers an.
Gelb-Rote Karte für Karim Coulibaly gegen VfB Stuttgart: Personal-Sorgen nehmen bei Werder Bremen wieder zu
Zum Thema wurde der kleine Moment aus der Anfangsphase, weil Karim Coulibaly in der 59. Minute für ein Foul an Stuttgarts Atakan Karazor seine zweite, absolut unstrittige Gelbe Karte des Abends sah und somit beim Stand von 0:2 vom Platz flog. In Unterzahl ging für ohnehin schon schwache Bremer dann gar nichts mehr. Und mehr noch: Für das letzte Spiel des Jahres beim FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) ist der Youngster nun gesperrt, was die ohnehin angespannte Lage in der Defensive des SV Werder Bremen weiter verschärft. (dco)
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