Werder-Einzelkritik

Werder Bremen in Noten gegen den VfB Stuttgart: Coulibaly zahlt Lehrgeld, Mbangula setzt keine Impulse

Der SV Werder Bremen hat an einem komplett gebrauchten Tag mit 0:4 (0:2) gegen den VfB Stuttgart verloren. Die SVW-Profis in der Einzelkritik mit Noten.

Mio Backhaus: Fiel zu Beginn dadurch auf, dass es seinen langen Bällen an Präzision mangelte. In der 37. Minute dann mit starkem Reflex nach einem Karazor-Kopfball. Bei den Gegentoren chancenlos, auch wenn er beim 0:2 etwas unglücklich aussah. Bewahrte sein Team nach der Pause vor noch Schlimmeren (62./73.). Note 3,5

Werder Bremen in Noten gegen den VfB Stuttgart: Karim Coulibaly (li.) flog mit Gelb-Rot vom Platz, Samuel Mbangula (re.) blieb blass.

Karim Coulibaly sieht Gelb-Rot gegen den VfB Stuttgart: Noten zu Werder Bremens Heim-Debakel

Yukinari Sugawara: War auf der rechten Seite anfangs immer mal wieder um Offensivaktionen bemüht und kam wiederholt zum Flanken – ohne Ertrag. Im weiteren Verlauf dann unauffälliger. Defensiv mit Rettungstat (35.), aber nicht fehlerfrei. Note 4

Amos Pieper: Bekam es im Abwehrzentrum vornehmlich mit Undav zu tun, den er lange gut im Griff hatte, auch wenn er sich einmal böse, aber letztlich folgenlos verschätze (36.). Sah beim 0:3 dann jedoch ganz alt aus, weil ihn Leweling einfach stehen ließ. Note 4,5 

Karim Coulibaly: Überzeugte zunächst durch Konsequenz im Zweikampf, hemmte sich durch eine unnötige Gelbe Karte aber selbst (11.). Agierte im Spielaufbau mutig, teilweise zu mutig, was zu Fehlpässen führte. Übernahm später den Job des Linksverteidigers und flog mit Gelb-Rot vom Platz (59.). Note 5

Marco Friedl (bis 57.): Gewann vor der Pause 100 Prozent seiner Zweikämpfe und holte sich für einen Monstersprint Szenenapplaus ab (8.). Sah vor dem 0:1 aber nicht gut aus, weil er sich von Undav aus dem Zentrum ziehen ließ und dann gegen El Khannouss zu spät kam. Musste später verletzt raus. Note 4

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Werder Bremen in Noten gegen den VfB Stuttgart: Justin Njinmah lässt Chancen liegen, Offensive taucht ab

Senne Lynen (bis 76.): War allein vor der Pause 6,2 Kilometer unterwegs und schloss gegen den Ball Räume im Zentrum. Tauchte jedoch mehr und mehr ab und konnte nicht die benötigte Ordnung ins Bremer Spiel bringen. Note 4,5

Jens Stage: Startete mit einem starken Pass auf Schmid ins Spiel (3.), agierte danach aber überwiegend glücklos. Suchte immer wieder schnell die Tiefe – zu schnell für seine Teamkollegen, sodass einige Bälle verloren gingen. Blieb ohne jede Torgefahr. Note 5

Justin Njinmah (bis 76.): Stand erstmals seit Anfang November wieder in der Startelf – und hätte früh für die Führung sorgen können (3./9.). Half defensiv diszipliniert mit, konnte die Flanke vor dem 0:1 aber nicht verhindern. Nach der Pause unauffälliger. Note 4

Romano Schmid: Legte Njinmah früh eine große Chance auf und forderte in der Folge viele Bälle, konnte jedoch im weiteren Verlauf keine prägenden Akzente setzen. Hätte mit einem Fehlpass beinahe ein Gegentor eingeleitet (67.). Note 4,5

Werder Bremen in Noten gegen VfB Stuttgart: Samuel Mbangula blass, Joker ohne Akzente

Samuel Mbangula (bis 64.): Nach vier Joker-Einsätzen in Folge wieder von Beginn an dabei. War auf der linken Außenbahn auch mit Defensivaufgaben betraut. Körperlich gegen Vagnoman klar im Nachteil und entsprechend wenig in Aktion. Nennenswerte Impulse lieferte er nicht. Note 5,5

Marco Grüll (bis 64.): Wühlte in der Spitze aufopferungsvoll, jedoch ohne dabei Torgefahr auszustrahlen. Hatte gegen Stuttgarts Abwehrchef Chabot einen schweren Stand und traf zu oft die falschen Entscheidungen. Note 5

Niklas Stark (ab 57.): Ersetzte den verletzten Friedl und rückte an die Seite von Pieper in die Innenverteidigung, wo er sich ordentlich einfügte. Beim vierten Gegentreffer zu weit weg von Torschütze Führich. Note 4,5

Keke Topp (ab 64.): Dieses Mal wieder als Joker gefragt. Konnte sich aber nicht mehr in Szene setzen. Note –

Isaac Schmidt (ab 64.): Erstmals nach drei Spielen auf der Bank wieder im Einsatz, als Linksverteidiger. Note –

Cameron Puertas (ab 76.): Konnte keine Pluspunkte mehr sammeln. Note –

Leonardo Bittencourt (ab 76.): Bekam erstmals seit Anfang November wieder Einsatzminuten. Note –

Weiter mit der Aufstellung:

Werder-Aufstellung gegen den VfB Stuttgart: Frischer Wind mit Justin Njinmah und Samuel Mbangula in der Startelf

Der SV Werder Bremen spielt am Sonntag gegen den VfB Stuttgart. So sieht die Startelf-Aufstellung von Trainer Horst Steffen aus!

Update vom 14. Dezember 2025, 18.20 Uhr: Jetzt ist die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen da - Cameron Puertas und Keke Topp sind raus, Samuel Mbangula und Justin Njinmah beginnen! Alle Infos lest ihr im DeichStube-Liveticker zum Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart!

Bremen – Ginge es rein nach dem Grad der Enttäuschung, die beim SV Werder Bremen und damit auch bei dessen Cheftrainer Horst Steffen nach der Derbypleite gegen den Hamburger SV vorherrschte – vor dem kommenden Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 19.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) wären definitiv gleich mehrere Veränderungen innerhalb der Startelf zu erwarten. Ob es tatsächlich so kommt? Eher unwahrscheinlich.

Gute Laune: Stürmt Justin Njinmah gegen den VfB Stuttgart in die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen?

Werder Bremen-Aufstellung gegen den VfB Stuttgart: Kehrt Justin Njinmah in die Startelf zurück?

Die besten Chancen, in die Startelf zu rücken, hat aktuell Stürmer Justin Njinmah, der nach seiner Einwechslung in Hamburg traf und dessen Tempo auch gegen die Schwaben zur Waffe werden könnte. Möglich also, dass der 25-Jährige erstmals seit Anfang November, seit dem 2:1-Erfolg gegen Wolfsburg, wieder zur Startelf-Aufstellung zählt – dieses Mal vielleicht sogar als falsche Neun in der Sturmzentrale, wo Victor Boniface verletzt ausfällt und Keke Topp zuletzt keine Pluspunkte sammeln konnte. Auf den beiden Außenbahnen dürften einmal mehr Marco Grüll (links) und Cameron Puertas (rechts) die besten Chancen haben. Als Alternative steht Samuel Mbangula bereit, der sich unter der Woche jedoch kritische Worte seines Trainers anhören musste. „Es waren schon auch Spiele dabei, mit denen ich nicht ganz so zufrieden war“, betonte Werder Bremens Cheftrainer.

Für die Rolle hinter den Spitzen ist Romano Schmid derweil weiterhin gesetzt, gleiches gilt für Jens Stage und Senne Lynen als defensiveres Duo dahinter. Auch im Abwehrverbund des SV Werder Bremen deutet vor dem letzten Heimspiel des Jahres nichts auf Veränderungen hin. Die Viererkette vor Torhüter Mio Backhaus dürften also auch gegen den VfB Stuttgart wieder Yukinari Sugawara, Amos Pieper, Karim Coulibaly und Kapitän Marco Friedl bilden. (dco)

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart aussehen.

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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