Werder-Neuzugang aktuell nur Joker

Zu wenig Intensität? Horst Steffen mit deutlichem Appell an Werders Königstransfer Samuel Mbangula

Vor dem Bundesliga-Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart nimmt Trainer Horst Steffen Neuzugang Samuel Mbangula in die Pflicht!

Bremen – 45, 25, 17, 9 und 2 – das sind nicht etwa die kommenden Lottozahlen, sondern die jüngsten Einsatzzeiten von Werder Bremens zehn Millionen Euro schwerem Königstransfer des Sommers: Samuel Mbangula. In Summe sind das gerade einmal 98 mickrige Minütchen verteilt auf fünf Spiele – was natürlich viel zu wenig ist für die Ansprüche des ohne Zweifel hochveranlagten Neuzugangs von Juventus Turin. Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel am Sonntag (19.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) gegen den VfB Stuttgart hat Trainer Horst Steffen nun über die Gründe für das Fehlen des 21-jährigen Offensivmannes zuletzt in der Bremer Startelf gesprochen – und Mbangula dabei auch öffentlich deutlich in die Pflicht genommen.

Samuel Mbangula stand in den letzten fünf Spielen des SV Werder Bremen nur 98 Minuten lang auf dem Platz - Trainer Horst Steffen nimmt den Neuzugang in die Pflicht!

Werder Bremens Horst Steffen, was Samuel Mbangula aktuell fehlt: „Ein Thema ist immer wieder die Intensität“

„Es waren schon auch Spiele dabei, mit denen ich nicht ganz so zufrieden war“, betonte der Cheftrainer des SV Werder Bremen mit Blick auf Samuel Mbangulas zuletzt gezeigte Darbietungen. Nach Informationen der DeichStube war der Bremer Chefcoach vor allem mit dem 45-minütigen Auftritt gegen den FSV Mainz 05 nicht einverstanden, als der Flügelstürmer unter anderem im Zweikampfverhalten jegliche Ernsthaftigkeit vermissen ließ und zur Pause folgerichtig in der Kabine bleiben musste. Auch Mbangulas neunminütiger Kurzauftritt gegen den 1. FC Köln war dem 56-Jährigen ein Dorn im Auge – weswegen Horst Steffen intern deutliche Kritik am belgischen U21-Nationalspieler äußerte.

Klar ist: Seit der besagten Mainz-Partie am 1. November wartet Samuel Mbangula nun inzwischen schon auf einen Startelf-Einsatz für den SV Werder Bremen – und durfte zuletzt immer seltener zeigen, wozu er imstande ist. Aber was fehlt dem Mann, der mit seinen drei Treffern und drei Vorlagen gemeinsam mit Jens Stage (fünf Tore, ein Assist) sowie Romano Schmid (zwei Treffer, vier Vorlagen) noch immer Topscorer der Grün-Weißen ist, eigentlich? „Ein Thema ist immer wieder die Intensität“, monierte Horst Steffen und wünscht sich vor dem Werder-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (live im TV), „dass wir die noch besser auf den Platz bekommen. Da darf er wieder hinkommen, dass er seine Qualität mehr aufs Feld bringt, als er das in dem einen oder anderen Spiel geschafft hat. Und dass er das auch im Training schon so umsetzt.“ Denn: „Es geht immer darum, dass alle gleichzeitig aktiv sind und Gas geben.“

Zuletzt nur Joker: Werder Bremens Horst Steffen nimmt Samuel Mbangula in die Pflicht

Horst Steffen missfällt dabei neben der angesprochenen fehlenden Intensität im Training und in den Spielen nach Informationen der DeichStube mitunter auch die aus seiner Sicht zu lasche Rückwärtsbewegung Mbangulas, weswegen deutlich einsatzfreudigere Spieler wie Marco Grüll und Cameron Puertas zuletzt regelmäßig den Vorzug auf den Bremer Außenbahnen erhielten. Dass Samuel Mbangula aufgrund seiner Qualitäten im Dribbling, im Torschuss und in Eins-gegen-eins-Situationen eigentlich ein klarer Stammplatz-Kandidat sein sollte – daran hat auch der Chefcoach des SV Werder Bremen keinerlei Zweifel. Im Gegenteil. Wenn Mbangula die Kritikpunkte beherzige, „dann freue ich mich drauf, wenn er wieder aufläuft, wir wieder Spaß mit ihm haben und sehen, was er alles draufhat.“ (mwi)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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