Steffen erklärt Entscheidungen

Samuel Mbangula nur Joker: Wichtiger Lernprozess und Beleg für ein ungewohntes Werder-Problem

In die Startelf des SV Werder Bremen hat es Angreifer Samuel Mbangula zuletzt nicht geschafft. Trainer Horst Steffen erklärt, woran das liegt.

Bremen – Einerseits ist Samuel Mbangula Top-Scorer beim SV Werder Bremen (drei Tore, drei Assists), doch andererseits bekommt der junge Belgier noch keine Konstanz in seine Leistungen. Die Konsequenz: Der Bremer Königstransfer des vergangenen Sommers ist bislang der einzige SVW-Profi, den Trainer Horst Steffen bereits in der Halbzeitpause eines Spiels herausgenommen hat. Nach jener Auswechslung Anfang November gegen Mainz 05 kam Mbangula zuletzt zudem zwei Mal nur von der Bank – womit für ihn aktuell ein wichtiger Lernprozess einhergeht.

Kam zuletzt zwei Mal nur von der Bank: Samuel Mbangula sucht noch die Konstanz in seinen Leistungen beim SV Werder Bremen.

Samuel Mbangula saß beim SV Werder Bremen zuletzt nur auf der Bank – Trainer Horst Steffen nennt die Gründe

„Es sind wahrscheinlich auch Erfahrungswerte, die er jetzt mitnehmen muss: Dass ein junger Spieler in einer Phase, die nicht so gut läuft, nicht in der Startelf steht“, erklärte Steffen während der Pressekonferenz des SV Werder Bremen vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). Zwar attestierte der Trainer dem 21-jährigen Linksaußen eine „sehr gute und vielversprechende Anfangszeit“, doch auch bei Samuel Mbangula greift nach zuletzt eher unglücklichen Auftritten, mit Ausnahme seines späten Siegtreffers gegen den VfL Wolfsburg, nun mal das Leistungsprinzip. „Das gilt aber für alle“, schob Steffen hinterher und skizzierte anschließend ein Luxusproblem, das die Grün-Weißen in der Vergangenheit aufgrund von Verletzungssorgen oder wegen eines schmaleren Kaders oftmals nicht hatten. „Wir haben Jungs auf der Bank, wo ich sage: ‚Eigentlich müssen die spielen.‘ Ich kann jeden einzelnen nehmen, der gerade nicht spielt: Eigentlich gehört der aufs Feld“, erklärte Steffen.

Breiter Kader bei Werder Bremen: Steht Samuel Mbangula bald wieder in der Startelf?

Dabei blickt der Werder-Trainer auch zurück auf den Sommer, wo lange Zeit auf Verstärkung gewartet und diese mitunter vehement gefordert wurde. „Wir wollten am Ende der Transferphase einen Kader haben, wo ich die Aufgabe habe: Wen stelle ich auf und wen von den Guten lasse ich draußen? Und das haben wir gerade. Insofern gehört Samuel gerade mal dazu.“ Dass das im Fall von Mbangula sowie bei den anderen Profis, die zuletzt nicht in der Startelf des SV Werder Bremen standen, auch in Zukunft so bleibt, steht damit keinesfalls fest. Steffen: „Ich muss das immer abhängig davon machen, wie gut die zusammenpassen, was der Gegner macht und wie die Form im Training ist.“ Samuel Mbangula könnte also schon bald auch wieder als Startelfspieler seinen Status als Bremer Top-Scorer manifestieren. (tos)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images

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