Fünfte Gelbe Karte gegen Leverkusen

Nach Gelbsperre wegen Meckerns: Werder-Kapitän Marco Friedl droht Ärger

Marco Friedl hat bei der 0:1-Niederlage des SV Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen die fünfte Gelbe Karte gesehen – mit Konsequenzen für den Kapitän.

Tobias Reichel hatte sich bereits weggedreht. Der Schiedsrichter sah das kleine verbale Scharmützel zwischen Werder-Kapitän Marco Friedl und Leverkusens Jonas Hofmann offenbar als geregelt an – ehe er sich plötzlich umentschied und kehrtmachte. Weil Friedl dem Unparteiischen noch einige, vermutlich weniger freundliche Worte hinterhergeschickt hatte, holte er sich in der 78. Minute die Gelbe Karte ab, womit er seiner Mannschaft während der 0:1-Niederlage des SV Werder Bremen bei Bayer 04 Leverkusen einen Bärendienst erwies – es war seine fünfte. Heißt: Für das so wichtige Nachholspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim (Dienstag, 20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) ist der Österreicher gesperrt, was Werders Abwehrsorgen verschärft – und auch für Friedl nicht folgenlos bleiben wird.

Marco Friedl sah gegen Bayer Leverkusen seine fünfte Gelbe Karte – und wird dem SV Werder Bremen deshalb im kommenden Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim fehlen.

Marco Friedl kassiert überflüssige fünfte Gelbe Karte – jetzt droht dem Kapitän des SV Werder Bremen Ärger

„Das trifft uns sehr hart“, sagte Werder-Sportchef Clemens Fritz, „zumal wir noch nicht wissen, was mit Amos Pieper ist.“ Friedls Nebenmann in der Dreierkette hatte bereits früh im Spiel nach einem Zusammenprall mit Torhüter Mio Backhaus verletzt ausgewechselt werden müssen. Sein Einsatz gegen Hoffenheim steht auf der Kippe. Umso ärgerlicher für Werder Bremen, dass sich der Kapitän später durch eine Undiszipliniertheit selbst aus dem Spiel nahm. „Das ist einfach unnötig und ärgert mich extrem“, betonte Fritz, der in dieser Sache das Gespräch mit Marco Friedl suchen will. Es dürfte ein deutliches werden.

Cheftrainer Horst Steffen wollte das Thema in Leverkusen lieber nicht vertiefen, sagte angesprochen auf eine mögliche Anwendung des internen Strafenkatalogs aber: „Ja, den gibt es, und der wird auch genutzt. Dass ich über die Sperre nicht glücklich bin, ist klar.“ Schließlich stellt sie den 56-Jährigen vor ein echtes Problem. Mit Niklas Stark (Hüftbeschwerden), Maximilian Wöber (muskuläre Probleme) und Marco Friedl fehlen Werder Bremen am Dienstag (20.30 Uhr, live im TV) gegen die TSG Hoffenheim drei Innenverteidiger sicher. Sollte Pieper ebenfalls nicht zur Verfügung stehen, blieben in Karim Coulibaly und Julian Malatini nur noch zwei Profis mit Bundesliga-Erfahrung für diesen Mannschaftsteil übrig. Steffen wird in einem solchen Fall mächtig improvisieren müssen, was gegen offensivstarke Hoffenheimer sicher kein Vorteil ist. (dco)

Rubriklistenbild: © IMAGO / RHR-Foto, DeFodi Images

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