Werder-Choreo für verstorbenen Fan

Mit großer Choreografie in der Ostkurve: Werder-Fans gedenken Hersh Goldberg-Polin vor Bayern-Spiel

Wenige Minuten vor dem Anpfiff des Bundesligaspiels des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München präsentierte die Ostkurve eine große Choreografie, mit der Hersh Goldberg-Polin gedacht wurde.
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Wenige Minuten vor dem Anpfiff des Bundesligaspiels des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München präsentierte die Ostkurve eine große Choreografie, mit der Hersh Goldberg-Polin gedacht wurde.

Anfang September wurde Hersh Goldberg-Polin, Fan des SV Werder Bremen, nach fast einem Jahr Geiselhaft im Gaza-Streifen tot geborgen. Die Werder-Anhänger haben dem getöteten Israeli vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern München mit einer bewegenden Choreo gedacht.

Bremen - Viel größer hätte die Bühne nicht sein können: Das Weserstadion restlos ausverkauft, über 40.000 Menschen auf den Rängen - das haben die Fans des SV Werder Bremen am Samstagnachmittag dazu genutzt, um einmal mehr auf ein erschütterndes Thema aufmerksam zu machen. Wenige Minuten vor dem Anpfiff des Bundesligaspiels gegen den FC Bayern München (hier zum Werder-Liveticker) präsentierte die Ostkurve eine große Choreografie, mit der Hersh Goldberg-Polin gedacht wurde.

Werder-Bremen-Fan Hersh Goldberg-Polin war im Gazastreifen von der Terror-Organisation Hamas getötet worden

Auf einem rot-grünen XXL-Spruchband, das einem Fanschal nachempfunden war und an der Balustrade zwischen Ober- und Unterrang befestigt wurde, stand: „Shalom, Salam, Peace“. Eine unmissverständliche Botschaft, die am unteren Ende der Ostkurve mit einem ebenfalls in rot und grün gehalten Banner ergänzt wurde. Aufschrift: „May your memory be a revolution, achi“. Übersetzt: Möge die Erinnerung an dich einer Revolution gleichkommen, mein Bruder. Dazu reckten die Fans des SV Werder Bremen in der Ostkurve rote, grüne und weiße Zettel in die Höhe, in der Mitte wurde ein großes Portrait von Hersh Goldberg-Polin gehisst.

Hersh Goldberg-Polin war am 7. Oktober 2023 beim Überfall der Terror-Organisation Hamas auf Israel entführt und als Geisel genommen worden. Anfang September, ein knappes Jahr später, wurde der 23-Jährige tot im Gazastreifen geborgen. Bei vielen Anhängern des SV Werder Bremen und im Club selbst hatte das Schicksal des amerikanischen Israelis großes Mitgefühl ausgelöst. Vor allem die Bremer Ultra-Szene machte in den vergangenen Monaten immer wieder mit Bannern auf das Thema aufmerksam - lange Zeit in der Hoffnung, dass Goldberg-Polin eines Tages wieder freikommt, ehe die Nachricht von seinem Tod vor wenigen Wochen Bremen erreichte.
 
Während des Auswärtsspiels beim FSV Mainz 05 hatten die Bremer Fans Hersh Goldberg-Polin am vergangenen Wochenende bereits mit einer Choreografie gedacht. „Hersh Forever“ stand auf einer großen schwarzen Blockfahne. Goldberg-Polin war glühender Fan des SV Werder Bremen, gehörte den Ultras von Hapoel Jerusalem an und war dort Teil der Gruppierung „Brigada Malcha“. Zu dieser wiederum pflegen Bremer Fans eine Freundschaft. (dco)

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