Lob für Werder-Youngster
„Zu gut, um ihm wenig Spielzeit zu geben“: Warum Werder-Talent Patrice Covic gegen Heidenheim in die Startelf zurückkehrte
Patrice Covic stand gegen den 1. FC Heidenheim überraschend in der Startelf des SV Werder Bremen - nach dem Spiel erklärte Trainer Horst Steffen, warum.
Heidenheim – Patrice Covic war immer dabei. Nicht nur als Zuschauer. In jedem der bisherigen sieben Saisonspiele kam das Mittelfeldtalent des SV Werder Bremen zum Einsatz. Zuletzt waren es für den 18-Jährigen vornehmlich Kurzauftritte gewesen, doch während des Auswärtsspiels gegen den 1. FC Heidenheim (2:2) zählte der kroatische Junioren-Nationalspieler erstmals seit dem zweiten Spieltag (3:3 gegen Bayer Leverkusen) wieder zur Startelf der Norddeutschen. Und das aus gutem Grund, wie Trainer Horst Steffen hinterher erläuterte.
Werder Bremens Horst Steffen über Startelf-Einsatz von Patrice Covic: „Es ging um die vielen Läufe, die er immer wieder machen sollte“
Natürlich war da die personelle Lage beim SV Werder Bremen. Aber nicht nur. „Es ging um die vielen Läufe, die er immer wieder machen sollte im Nachverteidigen, wenn wir überspielt sind“, sagte der 56-Jährige, der diese besondere Aufgabe dem Nachwuchstalent eher zutraute als etwa Routinier Leonardo Bittencourt, der im Zentrum ebenfalls vielseitig einsetzbar ist. „Wir wollten immer Tiefe, Entgegenkommen, Tiefe im Wechsel, um die Heidenheimer Manndeckung zu bespielen. Und da habe ich Patrice mit seinen tiefen Läufen dann besser gesehen.“ Offensiv hatte es allerdings fast 40 Minuten gedauert, ehe der SV Werder Bremen überhaupt mal – passenderweise durch Patrice Covic – durch die gegnerische Kette in die gewünschte Tiefe kam.
Patrice Covic in Werder Bremen-Startelf gegen 1. FC Heidenheim: „Zu gut, um ihm so wenig Spielzeit zu geben“
Ganz generell ließ der Coach des SV Werder Bremen keinen Zweifel daran, dass er mit der Entwicklung von Patrice Covic sehr zufrieden ist. „Patrice hat es sich auch verdient, mal wieder ein Spiel von Beginn an zu haben. Er präsentiert sich so, dass er eigentlich zu gut ist, um ihm so wenig Spielzeit zu geben.“ 202 Bundesliga-Minuten hat der gebürtige Berliner inzwischen in den vergangenen Wochen gesammelt. Kein schlechter Wert für einen Youngster, was im Schatten des zum Stammspieler aufgestiegenen Karim Coulibaly fast ein wenig untergeht. Die Anfangsphase in Heidenheim, als Werder insgesamt enttäuschte, hat gezeigt, dass auch Covic nicht frei von Fehlern ist und Aspekte in seinem Spiel hat, die optimiert werden müssen. Aber die Partie bestätigte auch, dass sich Covic von schwächeren Momenten nicht aus der Bahn werfen lässt und weiter mutig versucht, Impulse zu setzen. Und seinem Coach somit auch künftig Anlass geben dürfte, über einen Einsatz des Talents von Beginn an nachzudenken. (mbü)
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