Werder und die Stadt teilen sich die Kosten
Wichtiger Schritt: Werder und Stadt Bremen einigen sich bei LZ-Sanierung
Werder und die Stadt Bremen haben sich auf eine Lösung bezüglich der LZ-Sanierung in der Pauliner Marsch geeinigt. Die Kosten belaufen sich dabei wohl auf eine hohe siebenstellige Summe.
Bremen – Jetzt kommt richtig Bewegung in das Thema Leistungszentrum: Der SV Werder Bremen und die Stadt Bremen haben sich über eine gemeinsame Sanierung der maroden Gebäude auf Platz 11 in der Pauliner Marsch nahe des Weserstadions verständigt. Werder wird dabei entsprechend dem Nutzungsverhalten drei und die Stadt ein Viertel der Kosten tragen. Im Gespräch ist eine Gesamtsumme von acht Millionen Euro. Die Deputation für Sport sowie der Haushalts- und Finanzausschuss der Stadtgemeinde Bremen müssen das Vorhaben allerdings noch beschließen. Das gaben am Dienstagnachmittag die Senatoren für Finanzen (Björn Fecker) sowie Inneres und Sport (Ulrich Mäurer) in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.
Werder und Stadt Bremen einigen sich bei LZ-Sanierung - Sportsenator Ulrich Mäurer spricht von einer „sehr guten Lösung“
„Mit dieser grundsätzlichen Vereinbarung haben wir mit dem SV Werder Bremen eine sehr gute Lösung gefunden, von der alle Nutzerinnen und Nutzer profitieren werden. Mit dieser dringend notwendigen Sanierung schaffen wir eine moderne Sportstätte, die den aktuellen Umweltstandards entspricht und bekommen vor allem auch endlich adäquate Umkleideräume für Mädchen und Frauen“, wird Mäurer zitiert – und Fecker betont: „Alle Beteiligten ziehen an einem Strang. Nachdem die Finanzierungsfrage im Grundsatz geklärt ist, geht es jetzt darum, die Planungen für den Umbau voranzutreiben.“
Werder Bremen hatte sich im vergangenen Sommer nach einem umfangreichen Moderationsverfahren von der großen Lösung einer Sanierung des Leistungszentrums inklusive eines Neubaus einer kleinen Arena mit 5000 Plätzen verabschiedet. Es gab einfach zu viele Bedenken – auch seitens einiger Anwohner, die besondere Rechte in diesem sensiblen Bereich in einem Überschwemmungsgebiet besitzen. Der Verein will den Standort für den Frauen- und Nachwuchsfußball aber nicht aufgeben und deshalb alle vorhandenen Gebäude sanieren – wie nun auch auf Platz 11. Teile dieser Bezirkssportanlage sind im Besitz der Stadt und werden auch von Nicht-Werderanern genutzt – zum Beispiel für den Schul- und den Breitensport. Das macht etwa 25 Prozent der Nutzung aus, entsprechend fiel die finanzielle Einigung für die Sanierung aus. Dabei sollen auch energetische Gesichtspunkte eine Rolle spielen. Über den Umkleidebereich hinaus werde die Gastronomie modernisiert und ein neuer Pressebereich im Gebäude geschaffen. Tribünen, Laufbahn und Rasenplatz bleiben von dem Vorhaben unberührt.
Geplante Sanierung von Werder Bremens Leistungszentrum kann nur der Anfang sein
„Wir freuen uns über den Fortschritt und die Verständigung mit der Stadt. Einerseits bleibt dem SV Werder der historisch gewachsene Standort in der Pauliner Marsch erhalten, andererseits ist die Lösung eine gute Nachricht für viele Sporttreibende aus dem Viertel und den angrenzenden Stadtteilen“, erklärte Tarek Brauer, der den Umbau bei Werder Bremen als Geschäftsführer Personal & Organisation verantwortet, auf Nachfrage der DeichStube. „Unter den komplexen Gegebenheiten in der Pauliner Marsch ist das ein Erfolg für alle Seiten, der moderne und zukunftsweisende Bedingungen an Platz 11 für alle Sportlerinnen und Sportler sicherstellt.“
Nach Jahrzehnten des Stillstands dürfte sich nun endlich in diesem Bereich Entscheidendes verändern. Es kann allerdings auch nur der Anfang sein, um Werder Bremens Leistungszentrum tatsächlich dauerhaft wettbewerbsfähig zu machen. (kni)