Werder-Trainer über Konstanz

Die zwei Halbserien: Trotzen Werder Bremens Europa-Träume einer unschönen Tradition?

Frust auf der einen, Jubel auf der anderen Seite: Der SV Werder Bremen um Kapitän Marco Friedl erlebte in den vergangenen Spielzeiten ähnliche Muster.
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Frust auf der einen, Jubel auf der anderen Seite: Der SV Werder Bremen um Kapitän Marco Friedl erlebte in den vergangenen Spielzeiten ähnliche Muster.

Der SV Werder Bremen steht zur Winterpause tabellarisch richtig gut da. Damit das auch so weitergeht, kommt es für Ole Werner im Jahr 2025 vor allem auf eine Sache an.

Bremen – Platz sieben und nur zwei Pünktchen hinter dem Tabellendritten Eintracht Frankfurt: Angesichts der bisherigen Saison des SV Werder Bremen mag so mancher Grün-Weißer bereits von einer Rückkehr in den Europapokal träumen. Um daraus Realität werden zu lassen, müssen die Bremer zu ihren aktuell 25 Punkten aber natürlich noch einige nachlegen. Zuzutrauen ist das der Mannschaft allemal, die jüngere Vergangenheit dürfte aber als Warnung verstanden werden.

Verschiedene Halbserien: Warum Werder Bremens Europa-Träume zuletzt nicht Realität wurden

Bereits in der ersten Bundesliga-Saison unter Ole Werner, 2022/23, konnte der SV Werder Bremen zur Winterpause auf die Europapokal-Plätze schielen. 21 Punkte waren es damals nach – wie auch in dieser Saison – 15 Partien, wodurch die Bremer nur zwei Zähler Rückstand auf den Europapokal-Platz sieben hatten. In der Rückrunde sowie den zwei Spielen aus der Hinrunde nach der Winterpause holte Werder aber nur noch 15 Punkte, und Europa war so kein Thema mehr.

Dass nicht zwingend die Phase nach der Winterpause die schlechtere Bremer Halbserie sein muss, beweist unterdessen die vergangene Spielzeit. Denn da stand der SV Werder Bremen nach den 16 gespielten Partien mit 16 Zählern jenseits von Gut und Böse auf Platz 13. Nach der Pause holte das Team dann aber starke 25 Punkte und verpasste bekanntlich nur wegen zwei fehlender Tore die Qualifikation für die Conference League.

Ole Werner erklärt fehlende Konstanz der letzten Jahre - ist dieses Mal aber optimistisch

Woran diese Bremer Tradition der fehlenden Konstanz über eine gesamte Saison bisher lag, hat Trainer Ole Werner jüngst erst im vereinseigenen Interview verraten: „Es war die Halbserie besser, in der wir personell besser besetzt waren. Wenn wir eine gute Anzahl an Spielern für eine gute Trainingsqualität haben, dann spielen wir auch gut.“ Woraus sich für den Übungsleiter wiederum eine logische Konsequenz ableitet: „Für uns ist die entscheidende Frage, wie wir es durch die Englischen Wochen zu Beginn schaffen.“ Zum Auftakt nach der Winterpause stehen ab dem 12. Januar schließlich innerhalb von sieben Tagen gleich drei Partien (gegen Leipzig, Heidenheim und Augsburg) für Werder Bremen an. Gut einen Monat später kommt es wegen des DFB-Pokal-Viertelfinals bei Arminia Bielefeld (25. Februar) dann schon zur nächsten Englischen Woche. „Und wir wollen ja auch, dass noch eine weitere dazu kommt“, so Ole Werner mit Blick auf den anvisierten Halbfinal-Einzug.

Umso wichtiger ist es eben, dass bei Werder Bremen alle fit bleiben. „Grundsätzlich bin ich optimistisch, dass uns das gelingt, weil wir im medizinischen Bereich und der Belastungssteuerung gut arbeiten“, sagt Werner, der mit seiner Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf übrigens die nicht gerade geringen Ausfallzeiten von beispielsweise Justin Njinmah, Keke Topp oder Milos Veljkovic zu kompensieren wusste. Gelingt das auch weiterhin, könnten die grün-weißen Europapokal-Träume dieses Mal tatsächlich auch Realität werden. (tos)

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