Werder-Profis im Urlaub
WM der Emotionen: Einer jubelt, zwei trauern – und ein Ex-Werder-Profi weint bitterliche Tränen
Aus der Traum von Romano Schmid und Marco Friedl: Das Werder-Bremen-Duo ist mit Österreich bei der WM ausgeschieden! So lief es bei Cedric Itten.
Romano Schmid redete nicht lange drumherum. „Wir sind verdient ausgeschieden“, sagte der Offensivakteur des SV Werder Bremen, der mit der österreichischen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der WM gegen Mitfavorit Spanien eine klare 0:3 (0:1)-Niederlage hinnehmen musste. „Trotzdem hatten wir auch in diesem Spiel wieder unsere Momente. Bis zur Hydration Break waren wir eigentlich richtig gut im Spiel und haben teilweise guten Fußball gespielt.“
WM-Aus für Werder-Bremen-Duo Marco Friedl und Romano Schmid - Cedric Itten mit Schweiz im Achtelfinale
Gegen die Iberer, das wusste auch Romano Schmid, benötigt es aber natürlich mehr. „Da brauchst du diesen einen Tag, an dem alles passt“, meinte der 26-Jährige, der einmal mehr zur Startelf seines Teams gehört hatte. Unterdessen war Werder Bremens Kapitän Marco Friedl erneut auf der Bank geblieben und hatte von dort das Aus bei der Weltmeisterschaft miterlebt. Zuschauer war einige Stunden später auch Cedric Itten gewesen, doch der neue Bremer Stürmer tat dies mit weitaus besseren Gefühlen, weil seine Schweizer Nationalmannschaft mit 2:0 gegen Algerien gewann.
Die Schweiz hatte gegen die Nordafrikaner keine allzu großen Probleme, nach Toren von Breel Embolo (10.) und Dan Ndoye (46.) gelang der souveräne Einzug ins Achtelfinale. Dort sind Cedric Itten und Co. am kommenden Dienstag (22 Uhr MESZ) erneut gefordert, Gegner ist der Gewinner des Aufeinandertreffens zwischen Kolumbien und Ghana.
Für die ÖFB-Auswahl geht es derweil nach der Niederlage gegen Spanien zurück in die Heimat. „Hier endet der Weg – aber was für ein Weg es war…“, schrieb Werder Bremens Marco Friedl bei Instagram. „Dieses Team hat alles gegeben, unvergessliche Kapitel geschrieben und jeden daran erinnert, was österreichischer Fußball sein kann. Danke, dass ihr bei jedem Schritt an unserer Seite standet.“ Mikel Oyarzabal hatte die Südeuropäer mit seinem Treffer auf die Siegerstraße gebracht (36.), Pedro Porro (66.) und erneut Oyarzabal (89.) legten nach.
„Gänsehautmoment“: Werder-Bremen-Ex Marko Arnautovic wird nach letztem ÖFB-Länderspiel und WM-Aus emotional
Und als wäre das WM-Aus für die Österreicher nicht schon bewegend genug, wurde es anschließend noch eine Spur emotionaler. Denn Werder Bremens früherer Angreifer Marko Arnautovic hatte durch die Niederlage ein letztes Mal für die Alpenrepublik auf dem Rasen gestanden. „Das ist eine Katastrophe. Ich habe schon genug geweint“, sagte der 37-Jährige, der nach der Begegnung allerlei Tränen verdrückte.
„Es trifft mich, dass ich meine zweite Familie ab jetzt nicht mehr am Platz sehen werde.“ Und mehr noch: „Ich habe gerade zu der Mannschaft gesprochen. Bis zum Ende meines Lebens werde ich immer ein großer Bruder für sie sein. Hinter den Kulissen werde ich weiterhin unterstützen und anfeuern. Aber es tut sehr weh, dass es das letzte Mal war.“ Auch Romano Schmid hatten die Szenen hörbar bewegt. „Es war ein Gänsehautmoment“, sagte der Profi des SV Werder Bremen. „Traurig, es ist ein Riesenprivileg gewesen, mit Marko spielen zu dürfen.“ (mbü)
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