Tagebuch zum Werder-Trainingslager in Südafrika

Daniels Deich-Safari: Erst Feuer vom Himmel, dann flüssige Luft

Ein Experte für Sonnencreme und coole Sonnenbrillen: DeichStuben-Reporter Daniel Cottäus.
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Ein Experte für Sonnencreme und coole Sonnenbrillen: DeichStuben-Reporter Daniel Cottäus.

Johannesburg - Im Bielefelder Freibad kann man sich ganz hervorragend einen Sonnenbrand holen. Erst nicht eincremen, dann nach dem Schwimmen selig in der Mittagssonne wegdösen - ein Klassiker.

Fühlte sich erst auch gar nicht so schlimm an, aber mit krebsroten Kniekehlen zu laufen, ist wahrlich kein Spaß. Spannt ziemlich und sieht auch doof aus. Was das mit Johannesburg zu tun hat? Berechtigte Frage! Zugegeben: Für Außenstehende auf den ersten Blick nichts. 

Dem Autor dieser Zeilen allerdings galt die Freibad-Erinnerung aus der Studienzeit bisher als gedankliches Mahnmal: „Creme dich beim nächsten Mal ein, du Idiot!“ In Südafrika wurde es nun abgelöst. Denn hier scheint die Sonne nicht, auch brennen ist das falsche Wort - sie spuckt förmlich Feuer vom Himmel! Das Tückische: Dafür muss sie nicht mal hinter den Wolken hervorkommen.

Wetterphänomene in Johannesburg eine Herausforderung

Knallrote Birne, versengte Arme und ein Nacken, den man direkt als Steak servieren könnte - so laufen einige der Bremer Journalisten seit Tagen durch die Stadt. Unser Fahrer K.G. lächelt nur großväterlich bei der Bitte nach einem Zwischenstopp an der nächsten Apotheke. Aloe Vera, ein Königreich für Aloe Vera!

Die gnadenlose Sonne ist in Johannesburg aber nur eines von mehreren Wetterphänomenen, die den arglosen Europäer vor große Herausforderungen stellen. Dichter Nebel? Hagelkörner so groß wie Golfbälle? Oder Wind, der jeden Nordseestrand neidisch macht? Hatten wir alles schon. Das absolute Highlight ist aber der Regen.

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Dicke Wassertropfen ersetzen die Dusche

Langsam fängt er an, harmlos, wie man das kennt (und im Sommer genießt) - ehe dann die Tropfen kommen, so dick, dass schon ein einziger genügt, um die tägliche Dusche zu ersetzen. Wasser, überall! Schon nach Sekunden platscht und spritzt es von oben, unten, von links und rechts - die Luft, sie scheint flüssig zu werden. Herrlich, dieses Johannesburg!

An dieser Stelle nun ein abruptes Ende, die nächste Fahrt zum Training steht an. Sonnencreme, Gummistiefel, Schirmmütze und Friesen-Nerz müssen vorher noch eingepackt werden. Glaubt einem in Bielefeld auch kein Mensch.

Daniels Deich-Safari:

Teil 1: Ein Dachschaden und ein Tipp für untenrum

Teil 2: „That small boy is the boss?“

Teil 3: „Harter Job für Middndööörp“

Teil 5: Heißes Eis aus Fleisch

Teil 6: Ninjas vor der roten Ampel

Teil 7: Die Mauern von Johannesburg

Teil 8: Fußball mal anders - Willkommen im Tollhaus!

Teil 9: Ein Pianist der Worte

Teil 10: Danke, Johannesburg

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