Tagebuch zum Werder-Trainingslager in Südafrika
Daniels Deich-Safari: Ein Dachschaden und ein Tipp für untenrum
Dass Johannesburg gefährlich sein soll, hatte ich vor der Abreise ins Trainingslager mehrfach gelesen und gehört. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in Armut, die Stadt hat ein massives Drogenproblem und eine entsprechend hohe Kriminalitätsrate.
Darauf muss man sich einstellen, wenn man in die südafrikanische Metropole reist. In meinem Fall lauerte die erste Gefahr nach der Ankunft aber ganz woanders. Tatort Hotel, genauer: Treppenhaus. Am ersten Morgen wollte ich nach einer viel zu kurzen Nacht eigentlich nur eine Kleinigkeit frühstücken, dazu eine schnelle Tasse Kaffee trinken und war auf dem Weg zum Frühstücksraum, als es plötzlich „Rumms“ machte!
Ich war mit dem Kopf krachend gegen den viel zu niedrigen Durchgang gestoßen. Wäre in Deutschland so von keinem Architekten abgenommen worden, dachte ich schon verärgert. Dann fielen meine Augen auf ein Schild, gut sichtbar an der Wand angebracht: „Mind your head“, achten Sie auf Ihren Kopf, stand darauf geschrieben. Zugegeben: Das hätte man durchaus sehen können. Immerhin war ich so schlagartig wach und bereit, die ersten Eindrücke Südafrikas auf mich wirken zu lassen.
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Ein ungefragter Sicherheitstipp bei der Passkontrolle
Es ist mein erster Besuch in diesem Land, entsprechend groß sind die Erwartungen und entsprechend groß ist die Vorfreude auf das, was in den kommenden Tagen mit Werder Bremen vor mir liegt. Direkt nach der Landung in der Nacht zu Donnerstag war ich nach gut zehn Stunden Flug zwar erschöpft, aber doch voller Tatendrang durch den Flughafen von Johannesburg gelaufen, und gleich das erste Gespräch in Südafrika war ein sehr unterhaltsames.
Der nette Beamte bei der Passkontrolle wollte zunächst ordnungsgemäß den Grund für meinen Aufenthalt wissen und hatte dann ungefragt auch direkt einen Sicherheitstipp parat: Nur geschützten Geschlechtsverkehr, und sei die Frau noch so heiß! Gut, dass wir das auch geklärt hätten. Ein Hinweis auf zu niedrige Treppenhäuser wäre aber auch nicht schlecht gewesen.
Daniels Deich-Safari
Teil 2: „That small boy is the boss?“
Teil 3: „Harter Job für Middndööörp“
Teil 4: Erst Feuer vom Himmel, dann flüssige Luft
Teil 5: Heißes Eis aus Fleisch
Teil 6: Ninjas vor der roten Ampel
Teil 7: Die Mauern von Johannesburg
Teil 8: Fußball mal anders - Willkommen im Tollhaus!
Fotostrecke: Hier wohnt und trainiert Werder in Südafrika




