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Borussia Mönchengladbach bereitet sich auf den Abwehrumbruch vor
Ein Umbruch steht in der Defensive von Borussia Mönchengladbach bevor. Der Bundesligist hat bereits erste Schritte unternommen.
Mönchengladbach – Schon im April 2023 hatte sich abgezeichnet, dass Borussia Mönchengladbach vor einem Abwehrumbruch steht. Damals priorisierten die Verantwortlichen jedoch die Themen Leadership und Resilienz, verpflichteten dafür Philipp Sander, Kevin Stöger und Tim Kleindienst.
Was passiert im Sommer bei Borussia Mönchengladbach?
In diesem Jahr ist hingegen mit Bewegung in der Viererkette zu rechnen, alleine schon wegen der ersten Transferverkündung im Januar. Mit Kevin Diks wird im Sommer eine Allzweckwaffe zu Borussia wechseln, der indonesische Nationalspieler kann alle Positionen bekleiden und ist hauptsächlich in der Innenverteidigung im Einsatz.
Diks ist der erste Vorgriff auf einen potenziellen Abgang von Ko Itakura, der nach den wiederholten Gerüchten über das Interesse der PSV Eindhoven und der bislang ergebnislosen Gespräche über eine Vertragsverlängerung als erster Abschiedskandidat gilt.
Da auch bei Nico Elvedi ein Transfer erneut im Raum stehen dürfte, droht Borussia die Stammbesetzung im Abwehrzentrum zu verlieren. Laut der Rheinischen Post sind die Bosse aber auf einen kompletten Zerfall der Innenverteidigung vorbereitet. Demnach verfüge Gladbach die Option, den 2026 auslaufenden Vertrag von Marvin Friedrich zu verlängern.
Gladbach bereitet sich auf den Umbruch vor
In dieser Saison ist Friedrich als dritter Innenverteidiger eingeplant, doch im Vergleich zu den Vorjahren fallen seine Defizite seltener auf. Gegen Eintracht Frankfurt (1:1) überzeugte er als kurzfristiger Elvedi-Ersatz und hatte im Duell mit Michy Batshuayi die Nase vorn.
Sollten Itakura und Elvedi gehen, kann Friedrich der Aufstieg in die Stammelf winken. Allerdings dürfte Borussia dann einen weiteren Verteidiger verpflichten, Gerüchte gibt es diesbezüglich zur Genüge. Sollte ein Spieler des Kalibers Jannik Robatsch (Austria Klagenfurt) oder Zeno Van den Bosch (Royal Antwerpen) kommen, hätte die Marktwertentwicklung junger Spieler Vorrang und Friedrich wäre erneut die dritte Wahl. Auf Basis der vergangenen Monate wüsste Gerardo Seoane jedoch, eine zuverlässige Alternative in der Hinterhand zu haben.
Gladbacher Außenverteidiger ebenfalls im Blickpunkt
Entspannt kann Gladbach indes auf die rechte Abwehrseite blicken. Stefan Lainer machte im Wintertransferfenster seinen Wechselwunsch publik und dürfte diesen im Sommer erneut äußern, um wieder regelmäßig auf dem Platz zu stehen. Da Roland Virkus vielseitig einsetzbare Spieler schätzt und mit Diks einen solchen verpflichtet hat, kann der Noch-Spieler des FC Kopenhagen bei Ausfällen von Joe Scally auf den Rechtsverteidigerposten rücken.
Sollte Scally wiederum auch einen Wechsel anstreben – Spekulationen über den nächsten Schritt vor der Weltmeisterschaft 2026 kursieren seit geraumer Zeit – wird ein neuer Rechtsverteidiger kommen müssen.
In der Theorie kann Diks auch auf der linken Abwehrseite für Luca Netz einspringen, sollte der 21-Jährige eine Luftveränderung anstreben. Aufgrund des verlorenen Stammplatzes und der Vertragslaufzeit bis 2026 gilt dieses Szenario keineswegs als unrealistisch. Gleichwohl wäre es fahrlässig, auf zu vielen Positionen mit Diks zu planen. Insofern dürfte ein neuer Linksverteidiger verpflichtet werden, wobei die Frage lautet, ob Lukas Ullrich einen Konkurrenten in seinem Alter dann erhält oder Gladbach auf eine erfahrene Alternative setzt.
Virkus denkt auch an den Fohlenstall
Zieht Borussia die Vertragsoption bei Friedrich, hätte der Klub zwei Schritte unternommen, um sich auf bevorstehende Veränderungen in der Viererkette vorzubereiten. Das ist fast schon eine Luxussituation, nachdem Virkus in den vergangenen Jahren lediglich in der Lage war, auf Abgänge zu reagieren.
Zur Vorbereitung gehört unterdessen auch, den eigenen Nachwuchs genauer unter die Lupe zu nehmen. „Wir sollten auf jeder Position berücksichtigen, was wir im eigenen Nachwuchs haben“, sagte Virkus im Interview mit der Rheinischen Post. Neben dem defensiven Mittelfeldspieler Niklas Swider stehen Flügelspieler Noah Pesch und Stürmer Winsley Boteli im Vordergrund. Wird Gladbach im Fohlenstall auch für die Defensive fündig?
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