Werder-Personal-Update
Grüll droht Ausfall gegen Gladbach: Werder-Profi nach Pokalspiel angeschlagen - warum Joker Njinmah wieder ausgewechselt wurde
Nach dem 1:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn und vor dem Bundesliga-Spiel bei Borussia Mönchengladbach plagen den SV Werder Bremen neue Verletzungssorgen. Das Personal-Update.
Bremen – Kurz ging der Daumen vom Physiotherapeuten nach oben, Marco Grüll schien wieder auf den Rasen zurückzukehren. Ein paar Schritte später gab es dann aber doch das Signal, dass der Offensivspieler des SV Werder Bremen ausgewechselt werden muss – unmittelbar vor der Pause und Augenblicke nach einer riesigen Torchance, die er vergeben hatte. „Es ist wohl etwas Muskuläres“, sagte Trainer Ole Werner, der allerdings so kurz nach dem 1:0-Erfolg gegen den Zweitligisten SC Paderborn noch keine exakte Diagnose parat hatte. Sicher war nur: „Das könnte eng werden fürs Wochenende.“
Ausfall droht: Werder Bremen muss gegen Borussia Mönchengladbach wohl auf Marco Grüll verzichten
Zwar ist Werder Bremen erst am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach gefordert (17.30 Uhr/DeichStube-Liveticker), die Zeit dürfte für den Österreicher trotzdem kaum reichen, um seine Oberschenkelbeschwerden auszukurieren. Was reichlich bitter für Grüll ist, denn der Neuzugang hatte gerade seinen Platz in der Startelf etwas manifestiert. Zugegeben, der 26-Jährige profitierte auch vom verletzungsbedingten Ausfall von Justin Njinmah, doch der frühere Wiener kam dabei immer besser zurecht. Gegen Wolfsburg hatte er sogar erstmals in der Bundesliga getroffen, völlig nachvollziehbare Abstimmungsprobleme mit den Kollegen nach und nach abgestellt. In Paderborn agierte Marco Grüll allerdings lange Zeit unauffällig, ließ unmittelbar vor seiner Verletzung auch die große Möglichkeit zum 2:0 aus. Nun ist Njinmah wieder fit, womöglich werden die Rollen jetzt wieder getauscht.
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Apropos Justin Njinmah: Der 23-Jährige, der erst gegen Leverkusen sein Comeback für Werder Bremen gefeiert hatte, erlebte gegen den SCP das undankbare Szenario, dass er nach seiner Einwechslung später wieder ausgewechselt wurde. Doch nicht etwa deshalb, weil es plötzlich wieder irgendwo gezwickt oder die Leistung nicht gestimmt hatte. „Bei Justin ist es der Tatsache geschuldet, dass wir ihn sehr drastisch gesteigert haben für die Ausfallzeit, die er zuletzt hatte. Und wir mussten zu dem Zeitpunkt des Spiels noch von einer Verlängerung ausgehen“, begründete Ole Werner seine Entscheidung in der Schlussphase der Partie. „Justin war aus dem Mannschaftsteil derjenige, den wir auf keinen Fall über die gesamte Spielzeit auf dem Platz hätten lassen können. Das war bei Marvin Ducksch und Romano Schmid anders.“ (mbü)