Fünf Sperren möglich
Gelb-Gefahr im Mittelfeld: Werder drohen Ausfälle vor wichtigen Wochen
Gleich fünf Spieler des SV Werder Bremen stehen aktuell bei vier Gelben Karten. Wie Trainer Daniel Thioune mit den drohenden Sperren umgeht.
Spiele gegen Union Berlin zeichnen sich seit vielen Jahren durch eine hohe Intensität und viele knackige Zweikämpfe aus. Es würde also nicht unbedingt überraschen, wenn es beim Gastauftritt des SV Werder Bremen an der Alten Försterei am Sonntag (17.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) erneut auf ein echtes Kampfspiel hinauslaufen würde. Speziell aufgrund der Situation, dass beide Vereine dringend Punkte benötigen: Werder im Abstiegskampf – und Union, damit die Berliner nicht selbst noch in genau diesen hineinrutschen. Da kommt es für die Bremer eher ungelegen, dass sie vor den anschließend ebenfalls sehr wichtigen Wochen gegen direkte Konkurrenten wie Mainz und Wolfsburg gleich fünf Stammspieler im Kader haben, die allesamt bei vier Gelben Karten stehen.
Gelbe Gefahr bei Werder Bremen: Warum Daniel Thioune sich keine Sorgen über mögliche Sperren macht
Mit Jens Stage, Cameron Puertas, Senne Lynen und Romano Schmid droht das komplette zentrale Mittelfeld des SV Werder Bremen bei der nächsten Verwarnung wegzubrechen. Dazu kommt noch Stürmer Marco Grüll, der sich ebenfalls bereits vier Gelbe Karten eingehandelt hat. Speziell in der Zentrale jedoch macht sich Werder Bremens Cheftrainer Daniel Thioune keine Sorgen über mögliche drohende Ausfälle. „Wenn wir irgendwo kein Defizit haben, dann im zentralen Mittelfeld“, sagt Thioune. Seine Gelassenheit bezieht der 51-Jährige aus der Qualität, die noch in der zweiten Reihe wartet. „Ich habe Leo Bittencourt bisher nur sehr wenige Minuten geben können. Der Junge brennt und hat richtig Bock, Fußball zu spielen. Dazu haben wir Patrice Covic auch unter anderem deshalb zur U23 geschickt, damit er darauf vorbereitet ist, dass es bei uns schnell wieder zu Einsatzminuten für ihn kommen kann.“
Vertrauen in Profis aus der zweiten Reihe: Gelbe Gefahr bei Werder Bremen macht Trainer Daniel Thioune keine Sorgen
Sperren von Leistungsträgern möchte man am Osterdeich in den kommenden wichtigen Partien trotzdem möglichst vermeiden. Da diese über eine gesamte Saison hinweg allerdings nur schwer komplett zu verhindern sind, wird es beim Auswärtsspiel in der Hauptstadt am Sonntag keine besondere Vorsicht geben. Zu wichtig ist dafür jeder einzelne Punkt für Werder Bremen im Kampf um den Klassenerhalt – und zu groß gleichzeitig das Vertrauen in die Profis, die zuletzt meist nur sporadisch zum Einsatz kamen. „Wenn irgendwann Spieler wie Jens Stage, Senne Lynen, Cameron Puertas oder Romano Schmid ausfallen sollten, dann habe ich in diesem Bereich noch sehr viel Qualität“, sagt Daniel Thioune. (bvo)
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