Werder schlägt Union

Dank Traumtor und starkem Auftritt: Werder Bremen legt gegen Union Berlin im Abstiegskampf nach

Sieg! Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel des 25. Spieltag gegen den 1. FC Union Berlin mit 4:1 (2:1) gewonnen. Der DeichStube-Spielbericht.

Berlin – Das gab es in dieser Saison zuvor noch nicht: Der SV Werder Bremen hat am Sonntagabend zum zweiten Mal in Folge ein Bundesligaspiel gewonnen – und damit ein weiteres, ganz wichtiges Signal im Kampf gegen den Abstieg gesendet. Eine Woche nach dem 2:0-Erfolg gegen Schlusslicht Heidenheim legte die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune einen verdienten 4:1 (2:1)-Erfolg beim 1. FC Union Berlin nach. Rund 70 Minuten lang agierte Werder dabei in Überzahl. Mit nunmehr 25 Punkten sprangen die Bremer vom 16. auf den 13. Tabellenplatz, müssen aber weiterhin höllisch aufpassen: Der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt nur einen Zähler.

Der SV Werder Bremen schlägt Union Berlin und feiert den zweiten Bundesliga-Sieg in Folge.

Werder Bremen gegen Union Berlin: Rückstand nach strittigem Elfmeter - Derrick Köhn trifft

Nach dem Sieg gegen Heidenheim hatte Thioune im Stadion An der Alten Försterei nur eine personelle Veränderung an seiner Startelf vorgenommen – und das auch nur unfreiwillig. Mittelstürmer Jovan Milosevic stand wegen anhaltender Rückenbeschwerden nicht zur Verfügung. Für den Serben rückte Keke Topp in eine Mannschaft, die in der Woche vor dem Spiel gegen Union Berlin seit Langem mal wieder so etwas wie Unbeschwertheit erlebt hatte. „Die Stimmung war deutlich gelöster, der Sieg gegen Heidenheim hat allen gut getan“, sagte Thioune kurz vor dem Anstoß. Als das Spiel dann lief, dauerte es nicht lange und Werder Bremen musste einen herben Rückschlag hinnehmen.

Innenverteidiger Niklas Stark verursachte im Duell gegen Unions Ilyas Ansah einen Foulelfmeter, weil er den Angreifer am Trikot zog und zu Fall brachte (16.). Eine fragwürdige Entscheidung von Schiedsrichter Timo Gerach, denn auch wenn das Foulspiel an sich unstrittig war – der Ort des Vergehens war es nicht. Da Stark bereits vor dem Sechzehner mit dem Halten angefangen hatte und Ansahs Sturz begann, ehe er die Linie erreichte, hätte sich wohl kein Berliner über einen Freistoß-Pfiff beklagen können. Derrick Köhn war das vollkommen egal: Der Ex-Profi des SV Werder Bremen verwandelte vom Punkt sicher zur 1:0-Führung für die Hausherren (18.). Unions Freude darüber währte jedoch nicht lange, denn wenige Sekunden später stand der Referee schon wieder im Mittelpunkt.

Werder Bremen gewinnt gegen Union Berlin: Olivier Deman per Traumtor und Jens Stage drehen das Spiel

In der 19. Minute zückte Gerach die glatt Rote Karte gegen Union Berlins András Schäfer, der Werders Jens Stage im Mittelfeld mit offener Sohle am Knöchel erwischt hatte. Eine zwar strenge, letztlich aber korrekte Auslegung des Regelwerks, das für solche Szenen gilt. Werder Bremen spielte der Platzverweis umgehend in die Karten, weil die Gäste mutig den Weg nach vorne suchten und aus der Überzahlsituation heraus – anders als noch vor drei Wochen in Freiburg – wiederholt Torraumszenen entstehen ließen. Nachdem Stage (22.) und Yukinari Sugawara (24.) noch gute Möglichkeiten ausgelassen hatten, machte es Olivier Deman besser: Per Traumtor in den Winkel erzielte der Linksverteidiger das 1:1 (31.). Verdient war der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt allemal, denn die Bremer taten mehr fürs Spiel, hatten phasenweise knapp 70 Prozent Ballbesitz – und legten sogar noch nach.

Nach einem Eckball von Cameron Puertas drehte Jens Stage die Partie, indem er per Kopf zum 2:1 traf (35.) und damit eine enorm lange Durststrecke beendete: Am 25. Spieltag war es das erste Bremer Tor nach einer Ecke. Puertas‘ sammelte zudem im 20. Einsatz für Werder Bremen seinen ersten Assist. Kurz vor der Pause hätte der Spanier beinahe sogar selbst noch jubeln dürfen, sein Schuss zischte aber knapp am langen Pfosten vorbei (44.).

Werder Bremen-Sieg gegen Union Berlin: Marco Grüll und Patrice Covic schrauben Ergebnis nach oben

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts an den Kräfteverhältnissen. Werder Bremen rannte proaktiv an, während Union Berlin, das im Jahr 2026 erst ein Spiel gewonnen hat, tief in der eigenen Hälfte stand und auf Umschaltmomente lauerte. Die bot Werder allerdings nicht an. Im Gegenteil: Stage hätte die Bremer Nerven schon früh beruhigen können, scheiterte aber am Pfosten (50.). Mitte der zweiten Hälfte übernahm dann Marco Grüll den Job des Vorentscheiders – 3:1 (67.). Nachdem Danilho Doekhi seinen Mitspieler Woo-yeong Jeong im eigenen Strafraum angeköpft und Romano Schmid blitzschnell quergelegt hatte, grätschte der Stürmer den Ball über die Linie. Ein Tor, mit dem sich die Bremer in Köpenick für einen in nahezu allen Belangen überlegenen Auftritt belohnten – das aber noch nicht den Endstand bedeutete. Für den sorgte der gebürtige Berliner Patrice Covic in der Nachspielzeit mit seinem ersten Profitreffer zum 4:1 (90.+4), erzielt nur wenige Augenblicke nach einer Einwechslung.

Weiter geht es für Werder Bremen nun am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr (im DeichStube-Liveticker) mit dem Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05, einem weiteren Kontrahenten im Abstiegskampf. Durch den Sieg gegen Union Berlin ist Werder vorerst an den Rheinhessen (Platz 15, 24 Punkte) vorbeigezogen, könnte also im eigenen Stadion direkt die nächsten Big Points einfahren. (dco)

SV Werder Bremen: Backhaus – Sugawara (90.+2 Schmidt), Stark (46. Malatini), Friedl, Deman – Lynen, Stage, Puertas – Grüll (83. Njinmah), Topp (46. Bittencourt), Schmid (Covic 90.+2)

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den FSV Mainz 05 aussehen!

Werder Bremen gegen 1. FC Union Berlin: Lest den Spielverlauf im Liveticker nach

Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Union Berlin: Alle Tore, News und Highlights vom Bundesliga-Duell heute live im Live-Ticker. Endstand: 4:1 für Werder.

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19.30 Uhr: Werder gewinnt letztlich völlig verdient mit 4:1 bei Union Berlin. Nach dem Elfmetertor des Ex-Bremers Derrick Köhn (18.) sorgte die Rote Karte gegen Andras Schäfer (20.) für neue Verhältnisse auf dem Rasen. Olivier Deman (30.) und Jens Stage (34.) drehten die Partie noch vor der Pause, Marco Grüll (66.) und Patrice Covic (90.+4) legten nach. Den Gästen fehlte über weite Strecken der Partie trotzdem die nötige Passqualität, gerade im letzten Drittel oftmals auch die zündende Idee. Nach einem 4:1-Erfolg bei Union Berlin dürfte das aber wohl zu verschmerzen sein. Das war es vom Liveticker, hier folgt in Kürze der Spielbericht. Grüße aus Berlin!

90.+5 Min: Dann ist Schluss! Werder gewinnt mit 4:1 in Berlin.

90.+4 Min: TOOOOOOOOOOOOOOOOOR! Covic erhöht auf 4:1! Stage hat auf der rechten Seite zu viel Platz und dringt in den Strafraum ein, sein Pass findet über Umwege den eingewechselten Youngster am zweiten Pfosten. Covic grätscht den Ball aufs Tor, Rönnow rutscht die Kugel etwas unter den Armen durch. Das ist die Tor-Premiere für Patrice Covic in der Bundesliga.

90.+3 Min: Union hat nach einer Abseitsstellung nochmal einen Freistoß in der eigenen Hälfte, der lange Ball kann aber von Werder geklärt werden. Die Bremer versuchen sich ihrerseits in der Offensive, Njinmah wird aber abgelaufen. Rönnows langer Schlag landet bei Werder - und die Gäste lassen die Kugel nun entspannt in den eigenen Reihen laufen.

90.+1 Min: Bei Werder kommen noch Covic und Schmidt in die Partie, sie ersetzen Schmid und Sugawara.

90. Min: Das Spiel ist hier in den letzten Zügen, echte Spannung kommt aber nicht mehr auf. Zum einen, weil Werder mehr Ballbesitz hat und nun auch die Kontrolle über die Partie hat. Zum anderen, weil die Unioner sich offenbar ihrem Schicksal ergeben haben. Die Nachspielzeit beträgt indes vier Minuten.

87. Min: Querfeld liegt auf dem Rasen, der Unioner scheint sich am Rücken wehgetan zu haben. Es scheint aber weiterzugehen.

86. Min: Njinmah stiehlt an der Mittellinie den Ball von Jeong, dann geht es schnell. Schmid treibt den Ball nach vorne, verpasst aber das Zuspiel auf Njinmah. Aus 20 Metern probiert es der Österreicher dann selbst, der Versuch geht aber deutlich vorbei.

83. Min: Werder wirft sich mit allem rein, was vorhanden ist! Gleich dreimal versuchen die Unioner, aufs Bremer Tor zu schießen, doch dreimal ist noch ein Gästespieler dazwischen. Das Stadion reagiert mit einer Mischung aus Frust und Anfeuerung. Klar ist: Werder spielt hier in Überzahl und hat deutlich mehr Ballbesitz, aber gelingt Union hier ein Tor, wird das eine ganz heiße Schlussphase...

82. Min: Werder-Coach Thioune wechselt ein weiteres Mal aus, für Marco Grüll steht nun Justin Njinmah auf dem Feld. Haberer und Nsoki verlassen indes bei Union den Rasen, dafür sind Burke und Trimmel neu dabei.

81. Min: Mal wieder liegt ein Spieler am Boden, dieses Mal ist es aber kein Bremer - sondern Unions Doekhi. Was da passiert ist, lässt sich von hier oben nicht beurteilen. Klar ist nur: Der Verteidiger steht wieder und kann das Spielfeld eigenständig verlassen. Dürfte auch gleich weitergehen.

80. Min: Die Ausführung hat etwas auf sich warten lassen, weil es ein paar Schubsereien gibt. Stark landet auf dem Boden, Schiedsrichter Gerach ermahnt alle Beteiligten zur nötigen Ruhe. Der Freistoß wird dann aber auch nicht gefährlich. Der Bremer Konter wird zudem unterbunden, weil Jeong vor Schmid am Ball ist.

79. Min: Malatini mit einem Foul der Marke unnötig an der Außenlinie gegen Khedira - das gibt Freistoß für Union und Gelb für den Bremer. Köhn steht bereit, um den Ball in die Mitte zu flanken.

78. Min: Grüll mit dem nächsten Bremer Abschluss - doch der Österreicher verzieht aus 20 Metern deutlich. Zuvor hatten Puertas und Deman sich über die linke Seite durchkombiniert.

77. Min: Stage gewinnt rechts an der Mittellinie ganz stark den Ball und schickt Grüll auf die Reise, der dann aber gegen zwei Leute den Ball verliert. Auf links waren zwei Mitspieler gelaufen, doch zum wiederholten Male hebt der Österreicher nicht den Kopf. War mehr drin!

76. Min: Auf der Gegenseite beinahe die Chance für Jeong! Der Freistoß wird aus der eigenen Hälfte lang ausgeführt und kommt am Bremer Sechzehner runter, wo Friedl das Kopfballduell verliert. Jeong läuft durch, wird aber noch entscheidend gestört - am Ende kann Backhaus die Kugel vor dem Toraus abfangen und so eine Ecke verhindern.

75. Min: Puertas probiert es aus der zweiten Reihe, trifft aber Schmid an den Beinen - dann begehen die Bremer ein Offensivfoul.

74. Min: Bittencourt prallt bei einem Luftzweikampf mit Khedira zusammen und landet auf dem Boden. Der Bremer Mittelfeldprofi hält sich das Gesicht, ein Foul war da aber nicht zu erkennen.

70. Min: Union wechselt erneut aus, Ansah verlässt den Rasen, Skarke ist neu dabei.

69. Min: Querfeld sieht für ein Foul in der eigenen Hälfte die Gelbe Karte, es ist seine Fünfte in der laufenden Saison. Der Unioner Innenverteidiger ist damit für die Auswärtspartie der Berliner in Freiburg am kommenden Wochenende gesperrt.

67. Min: Werder hat seit der Pause mehr als 74 Prozent Ballbesitz, doch in vielen Momenten fehlte der entscheidende letzte Pass - oder die nötige Bereitschaft, den risikobehafteten Raum zu bespielen. So konnte Union Berlin häufig noch entscheidend klären. Auch vor dem 3:1 schien die Situation ja bereinigt, doch das Glück ist heute offenbar auf Bremer Seite.

Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Marco Grüll erhöht für Werder

66. Min: TOOOOOOOOR! Marco Grüll erhöht für Werder! Bittencourt schlägt von der rechten Seite eine Flanke, doch eigentlich scheint die Situation geklärt. Doekhi köpft Jeong allerdings unglücklich an dessen Rücken, sodass das Leder direkt vor die Füße von Schmid fällt. Der Österreicher legt links am Fünfmeterraum quer - Grüll grätscht in den Ball und drückt ihn über die Linie. Werder führt mit 3:1 - das ist extrem wichtig.

64. Min: Malatini bekleidet in dieser Partie übrigens den Posten des zentralen Innenverteidigers. Macht der Argentinier bis dato ganz ordentlich - im Aufbauspiel trifft er auch gute Entscheidungen. Darf gerne so bleiben.

63. Min: Union wechselt aus, für Kemlein ist nun Jeong neu mit dabei.

61. Min: Knapp eine Stunde ist rum, Werder ist hier natürlich weiter die klar bessere Mannschaft. Aber: Wenn das dritte Bremer Tor nicht fallen sollte, könnten die letzten Minuten richtig ungemütlich werden für die Gäste. Denn Union Berlin ist zwar in Unterzahl, im letzten Drittel aber keinesfalls ungefährlich...

59. Min: Es ist unglaublich, welche Möglichkeiten Werder heute auslässt. Union versucht, hoch anzulaufen, das Pressing wird aber dank eines tollen Passes von Lynen auf die linke Seite überspielt. Friedl kann den Ball flach auf den vollkommen freien und startenden Deman durchstecken, entscheidet sich aber - warum auch immer - für einen hohen Ball. Der gerät dann auch noch viel zu lang, sodass Rönnow eher am Ball ist. Wow, wow, wow, wenn sich das mal nicht rächt.

57. Min: Schmid und Puertas wurschteln sich über links in den Unioner Strafraum, per Hacke soll dann Deman eingebunden werden. Das gelingt nicht, weil ein Berliner klären kann. Nach dem folgenden Einwurf liegt aber Deman auf dem Boden - Schiedsrichter Gerach erkennt ein Foul und entscheidet auf Freistoß für Werder. Die Hereingabe von Puertas gerät dann aber zu flach und kann geklärt werden.

55. Min: Da war mehr drin! Grüll und Schmid erobern gemeinsam den Ball in der gegnerischen Hälfte und laufen auf das Unioner Tor zu. Grüll könnte das Leder links zu Deman rauslegen - oder Schmid in Szene setzen. Stattdessen verstolpert er den Ball, sodass Werder nicht mal zum Abschluss kommt. Wahnsinn.

54. Min: Werder jetzt mit der gefühlt ersten längeren Ballbesitzphase, in der ein ruhiger Spielaufbau möglich ist. Puertas flankt den Ball von rechts hinein und findet am zweiten Pfosten Schmid, der die Kugel annimmt - und dann per Dropkick in den Berliner Nachthimmel jagt. Puh.

53. Min: Grüll liegt verletzt am Boden und hält sich den Brustbereich, Union spielt den Ball aber zunächst ins Aus. Als das geschieht, sorgen die Fans für ein lautes Pfeifkonzert - das sogar noch etwas lauter wird, als Grüll kurz danach aufstehen und weiterspielen kann.

52. Min: Ganz schön laut hier im Stadion an der Alten Försterei. Die Heimfans schreien abwechselnd „Eisern“ und „Union“ - durchaus beeindruckende Geräuschkulisse.

49. Min: PFOSTEN! Was wäre das für ein wunderschön herausgespielter Treffer gewesen. Werder kontert über die rechte Seite, Stage flankt den Ball auf den zweiten Pfosten, wo Deman eingelaufen ist. Der Belgier legt die Kugel aber nochmal in den Rückraum ab, wohin Stage durchgelaufen ist - der Däne schießt mit links flach ins Eck, scheitert aber am Pfosten. Bitter!

47. Min: Werder spielt jetzt mit einer Fünferkette, Lynen fungiert mal wieder als rechter Innenverteidiger. Im Mittelfeld lässt Daniel Thioune mit einem Quadrat spielen - Bittencourt und Puertas bilden die Doppel-Sechs, Stage und Schmid fungieren als hängende Spitzen hinter Marco Grüll, der vorne den Alleinunterhalter gibt. Angesichts dessen, dass Werder hier in Überzahl spielt, ist dieses eher defensive 5-4-1-System durchaus verwundernd.

46. Min: Schiedsrichter Gerach gibt die Partie frei. Weiter geht´s, die zweite Hälfte läuft!

18.37 Uhr: Und genau so ist es - Topp und Stark verlassen bei Werder den Rasen, Malatini und Bittencourt sind neu dabei. Gleich geht es hier dann auch weiter, beide Teams sind schon zurück auf dem Rasen.

18.34 Uhr: Bei Werder machen sich nun Leonardo Bittencourt und Julian Malatini für einen Einsatz bereit. Das Duo könnte für Niklas Stark, der weiterhin Hüftprobleme hat und bereits Gelb gesehen hat, und Keke Topp kommen. Topp ist in der ersten Halbzeit überhaupt nicht im Spiel angekommen, konnte kaum einen Ball festmachen und war so quasi nicht ins Bremer Spiel eingebunden. Für ihn könnte Marco Grüll in die Sturmspitze rücken.

18.31 Uhr: Werders Führung ist zur Halbzeitpause zweifelsohne verdient, doch sicher sein sollten sich die Grün-Weißen hier nicht. Immer wieder konnten sich die Hausherren gefährlich bis an den Bremer Strafraum kombinieren - trotz Unterzahl. Werder hat zwar deutlich mehr Ballbesitz (74 Prozent) und eine erheblich bessere Passquote (91 Prozent, Union: 66 Prozent), doch nach Schüssen steht es aktuell 7:7. Das zeigt: Zumindest vor dem Tor nehmen sich beide Teams nicht viel.

18.26 Uhr: Der Stadionsprecher übermittelt hier gerade einige Geburtstagsgrüße - unter anderem ist „Mario“ 62 Jahre alt geworden. Prompt werde ich hier vom Kollegen Malte Bürger mit großen Augen und einem breiten Grinsen angeguckt. So alt bin ich dann aber doch nicht, am Freitag war es erst der 31. Geburtstag. Ruhig, Blut!

18.23 Uhr: Werder führt zur Halbzeitpause also mit 2:1 bei Union Berlin. Die Bremer zeigten von Beginn an die bessere Spielanlage, gerieten aber aus dem Nichts in Rückstand, weil Schiedsrichter Gerach einen fragwürdigen Elfmeter gab. Stark hatte Ansah im Laufduell heruntergerissen, das Foul aber eigentlich weit vor dem Strafraum begonnen. Ausgerechnet der Ex-Bremer Köhn traf zur Unioner Führung (18.). Doch keine 120 Sekunden später die nächste Wendung: Andras Schäfer stieg Jens Stage im Zweikampf mit offener Sohle auf die Wade - und sah Glattrot (20.). In Überzahl drückte Werder auf den Ausgleich, doch nachdem Stage (22.) und Sugawara (25.) diesen noch liegen ließ, machte es Deman per Schlenzer in den Winkel besser (30.). Kurz darauf sorgte Stage mit seinem Kopfballtreffer nach einer Puertas-Ecke sogar für die Führung - und für das erste Bremer Tor nach einer Ecke in dieser Saison. Anschließend wurde Union Berlin wieder etwas stärker, dennoch hätte Cameron Puertas kurz vor der Pause beinahe noch auf 3:1 gestellt.

Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Pause! Werder in Überzahl und dank Doppelschlag auch in Führung

45.+7 Min: Köhn macht´s - und haut ihn wieder klar drüber. Dann ist Halbzeitpause!

45.+5 Min: Stark flankt aus dem Halbfeld, Stage ist eingelaufen, kann den Ball aber nicht kontrollieren. Fraglich, ob der Däne nicht ohnehin im Abseits stand. Rönnow nimmt die Kugel jedenfalls auf und schlägt sie lang. Dort kommen gleich zwei Unioner zu Fall - und es gibt tatsächlich noch einmal Freistoß, weil Schiedsrichter Gerach ein Foul von Lynen erkannt haben will. Der Ball liegt etwa 20 Meter zentral vor dem Bremer Tor, Köhn und Querfeld stehen bereit.

45.+4 Min: Werder noch einmal mit einer längeren Ballbesitzphase in der gegnerischen Hälfte. Deman spielt den Ball in die Tiefe auf Topp, doch der Stürmer ist einfach noch nicht so richtig im Spiel. Topp kann den Ball nicht festmachen - und verliert anschließend auch den Zweikampf im Getümmel. Union kann klären.

45.+2 Min: Die ersten 120 Sekunden der Nachspielzeit sind rum, bisher wird der Ball mehr oder weniger unkontrolliert zwischen beiden Strafräumen hin und her geschossen. Klare Aktionen gibt es gerade nicht - beide Teams sehnen also wohl ein Stück weit die Pause herbei.

45. Min: Querfeld erzielt ein Field Goal - wären wir hier im American Football. Der Innenverteidiger zieht aus ungefähr 40 Metern ab - und jagt den Ball gefühlt auch genauso deutlich drüber. Derweil gibt es fünf Minuten Nachspielzeit.

44. Min: PUERTAS! Das hätte durchaus das 3:1 sein dürfen. Die Bremer haben endlich mal wieder eine ruhige Ballbesitzphase und kombinieren sich, wenn auch etwas glücklich, bis an den Sechzehner. Puertas legt sich die Kugel im Gewusel dann auf den rechten Fuß, sein Versuch aus 16 Metern streicht ganz knapp rechts am Tor vorbei. Da wäre Rönnow chancenlos gewesen.

42. Min: Nach einem langen Ball kommt Querfeld halblinks im Bremer Strafraum mit dem Rücken zum Tor zum Kopfball, doch sein Versuch geht klar drüber. Trotzdem darf sich Werder jetzt angesprochen fühlen, wieder etwas mehr Kontrolle über die Partie zu gelangen. Nach dem Führungstreffer verteidigen die Berliner jedenfalls höher - und Werder spielt deutlich hektischer.

41. Min: Der Einwurf wird kurz ausgeführt, Puertas geht zu ungestüm in den Zweikampf - es gibt Freistoß für Union. Köhn schlägt jedoch eine klägliche Flanke, Grüll kann problemlos klären.

40. Min: Union erkämpft sich eine Ecke, Haberer steht bereit. Der rechte Flügelspieler schlägt den Ball auf den ersten Pfosten, wo Stark jedoch klären kann. Die Kugel landet auf der anderen Feldseite im Seitenaus, es gibt folglich Einwurf für Union - Haberer ist also wieder gefordert.

36. Min: Direkt das nächste Foul, weil Stage seinen Gegenspieler nach Ballverlust taktisch foult. Union erhält 20 Meter links vom Tor einen Freistoß. Köhn probiert es direkt, zielt aber etwa zwei Meter zu hoch.

35. Min: Es geht wild weiter in dieser Partie. Union führt den Anstoß aus, acht Spieler laufen im Vollspringt nach vorne. Topp will hingegen Torhüter Rönnow unter Druck setzen - und räumt dabei einen Verteidiger ab, der sich ihm in den Weg gestellt hat. Der Bremer Angreifer sieht Gelb.

Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Jens Stage trifft nach einer Ecke per Kopf zur Führung

34. Min: TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! Stage trifft zur Bremer Führung! Puertas bringt von der rechten Seite eine Ecke herein, Stage steigt an der Fünfmeterlinie am höchsten und nickt ins kurze Eck ein. Das ist der erste Werder-Treffer nach einer Ecke in dieser Saison - und der erste Assist für Puertas im Werder-Trikot.

33. Min: Aufregung in beiden Strafräumen. Zunächst kommt Deman im Unioner Sechzehner zu Fall, beim folgenden langen Abschlag von Rönnow geraten Friedl und Ansah dann ins stolpern. Beides ist kein Foul, aber vor allem die Union-Fans sehen das beim Zweikampf vor dem Bremer Strafraum natürlich anders.

32. Min: Der Ausgleichstreffer hatte sich in den vergangenen Minuten angekündigt, denn die Bremer ließen zuvor bereits richtig gute Chancen liegen. Allerdings: Im Passspiel fehlt Werder häufig noch die nötige Geschwindigkeit. Gerade die Kollegen Friedl, Sugawara und Schmid dürfen da noch etwas temporeicher in ihren Pässen werden.

30. Min: TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! Deman trifft zum Ausgleich - und was für ein Tor! Nach einer Ecke landet der Ball bei Topp, der die Kugel in die Mitte bringt, wo Stage das Leder aber nicht richtig verarbeiten kann, aber auf Deman ablegt. Der Belgier nimmt sich der Sache an und schlenzt den Ball von der Strafraumgrenze sehenswert in den linken oberen Torwinkel.

28. Min: Union zieht sich in einem 5-3-1-System bis an den eigenen Sechzehner zurück und überlässt Werder das Fußballspielen. Die Bremer lassen den Ball auch gefällig laufen, doch im letzten Drittel fehlt es immer wieder an der zündenden Idee. Soeben segelt eine Schmid-Flanke über alle Köpfe hinweg ins Toraus.

26. Min: Union kontert gefällig im eigenen Strafraum, am Ende landet der Ball links am Strafraum bei Köhn. Der Außenbahnspieler zieht mit seinem starken linken Fuß ab, verfehlt das Bremer Tor dann aber doch deutlich. Trotzdem: Die Berliner sind hier weiter gefährlich.

25. Min: Schmid will auf der linken Seite Puertas mit dem rechten Außenrist auf die Reise schicken, der Ball landet aber im Toraus. Mit dem linken Fuß wäre der Pass auch möglich gewesen - und Werder hätte sich erneut eine große Chance aufgetan. Naja.

24. Min: Oh man, Sugawara... Der Japaner kommt nach einer Deman-Hereingabe von links auf der rechten Seite im Unioner Strafraum an den Ball und zieht mit links ab, doch die Kugel fliegt in den Berliner Nachthimmel. Da war deutlich mehr drin...

22. Min: STAGE! Der Däne beinahe mit dem Ausgleich. Am Unioner Strafraum ist der Ball eigentlich schon verloren, doch dann fällt die Kugel Stage genau vor die Füße. Der Mittelfeldmann lässt noch einen Gegenspieler stehen und zieht mit links aus 16 Metern ab, doch Rönnow ist gerade so noch rechtzeitig unten und kann parieren.

20. Min: Was ist denn hier los!? Es gibt Rot für Andras Schäfer! Im Zweikampf mit Jens Stage steigt der Unioner dem Dänen voll auf die Wade, das ist vertretbar. Stage muss lange behandelt werden, kann aber weitermachen. Werder jetzt in Überzahl.

Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Ex-Bremer Derrick Köhn trifft per Elfmeter zur Führung

18. Min: Tor für Union Berlin! Ausgerechnet der Ex-Bremer Derrick Köhn trifft zur Führung! Der Linksverteidiger trifft aus seiner Sicht ins rechte Eck, Backhaus ist in die andere Ecke unterwegs.

16. Min: Es gibt Elfmeter für Union Berlin! Ansah kommt nach einem langen Abschlag von Rönnow im Laufduell mit Stark zu Fall, Schiedsrichter Gerach zögert keine Sekunde und entscheidet auf Strafstoß. Stark sieht obendrein die Gelbe Karte. Allerdings hat der Bremer Innenverteidiger bereits weit vor dem Strafraum angefangen, an Ansahs Trikot zu zerren - und an der Strafraumkante losgelassen. Das hätte sich Gerach ruhig nochmal angucken können...

15. Min: Starkes Tackling von Janik Haberer, der den auf links durchgestarteten Olivier Deman sauber abgrätscht - und ihn dabei so anschießt, dass es sogar Abstoß gibt. Das gibt hier Szenenapplaus im Stadion an der Alten Försterei.

13. Min: Stage dringt über die rechte Seite in den Unioner Strafraum ein und sackt dann ohne offensichtliche Einwirkung des Gegners zu Boden. Vielleicht gab es einen ganz leichten Kontakt. Ganz komische Szene. Ein Foul ist nicht zu erkennen, es gibt auch keine Bremer Beschwerden. Der VAR meldet sich auch nicht.

11. Min: Erster Abschluss für die Gastgeber, Khedira drischt einen auftrumpfenden Ball aus gut 20 Metern mit links aufs Bremer Tor. Dem Schuss fehlt aber die Wucht, sodass Backhaus das Leder locker fangen kann.

10. Min: Werder kann bis weit in die Berliner Hälfte vorstoßen, ohne ernsthaft von den Hausherren angegriffen zu werden. Noch fehlen dann aber die entscheidenden Ideen - auch, weil einige Laufwege nicht erkannt werden. Grüll startete auf der rechten Seite nun schon mehrere Male gut in die Tiefe, auf ein Zuspiel wartete der Österreicher bisher aber vergebens.

9. Min: Topp wird im Mittelfeld umgestoßen und fällt in seinen Gegenspieler hinein, Schiedsrichter Gerach sieht allerdings ein Foul des Bremer Stürmers. Spannende Entscheidung. Union erhält etwa zehn Meter hinter der Mittellinie einen Freistoß, den Backhaus aber problemlos aus der Luft pflückt.

7. Min: Querfeld probiert es artistisch! Nach einem weiteren langen Haberer-Einwurf setzt der Innenverteidiger zum Fallrückzieher an, verzieht aber deutlich, zumal er die Kugel gar nicht richtig trifft.

5. Min: Werder hat die erste längere Ballbesitzphase im Spiel, macht aber vorerst viel zu wenig aus den sich bietenden Räumen. Die Unioner attackieren die Gäste nicht wirklich, doch die Bremer machen gleich mehrere Fehler am Stück. Erst spielt Puertas in der gegnerischen Hälfte einen Fehlpass, den kurz darauf zurückeroberten Ball schießt Puertas einem Unioner ans Bein. Anschließend ist es Lynen, der einen weiteren Fehlpass spielt.

3. Min: Jetzt auch die Unioner mit ihrem ersten Vorstoß, auf der rechten Seite - Höhe Strafraumeck - erhalten sie einen Einwurf. Janik Haberer schleudert die Kugel bis an den Fünfmeterraum, doch Mio Backhaus ist da und kann den Ball abfangen.

2. Min: Werder holt sich direkt mal die erste Ecke der Partie. Schmid will von links auf Topp flanken, doch Köhn ist mit dem Kopf zur Stelle und klärt - aber eben ins Toraus. Puertas bringt die Kugel auf den ersten Pfosten, wo jedoch ein Unioner klären kann. An der Strafraumgrenze begeht Schmid dann ein Offensivfoul.

Werder Bremen gegen Union Berlin im Liveticker: Anpfiff! Das Spiel läuft

1. Min: Dann gibt Schiedsrichter Timo Gerach die Partie frei - das Spiel zwischen Union Berlin und Werder läuft!

17.29 Uhr: Im ersten Sonntagsspiel trennen sich St. Pauli und Eintracht Frankfurt übrigens torlos. St. Pauli hat damit nun 24 Punkte auf dem Konto, könnte bei einem Bremer Sieg aber hinter Werder zurückfallen. Währenddessen laufen beide Teams ein, gleich geht es hier also los...

17.27 Uhr: „Der Norden gehört uns“, steht nun auf einem großen Banner, das direkt vor dem Gästeblock hängt. Dazu wehen im Gästeblock hell- und dunkelgründe Fahnen. In der Mitte prangt ein großes Werder-Emblem - flankiert von insgesamt etwa zehn pyrotechnischen Fackeln. Wird also mal wieder teuer für den Verein, sieht dafür ganz ordentlich aus.

17.25 Uhr: Blicken wir noch kurz auf das heutige Schiedsrichter-Team. Als Hauptreferee fungiert Timo Gerach, seine Assistenten sind Alexander Sather und Patrick Kessel. Vierter Offizieller ist Patrick Ittrich, VAR ist Christian Dingert.

17.24 Uhr: Der 1. FC Union Berlin besteht augenscheinlich nur aus Fußballgöttern. Während der Stadionsprecher hier die Namen der Spieler vorliest, skandieren die Fans jedes Mal „Fußballgott“. Joa, weiß ich nicht. Irgendwie ist es das nicht.

17.22 Uhr: Wenn es gleich losgeht, dürfte im Gästeblock einiges an Pyrotechnik gezündet werden. Die Bremer Fans haben sich jedenfalls mehrere Minuten unter einigen Fahnen versteckt. Wer also gehofft hat, dass die Werder-Ultras nach dem Schulterschluss mit der Mannschaft und dem Verein in der vergangenen Woche beim Heimspiel gegen Heidenheim nicht dafür sorgen, dass die Bremer wieder eine hohe Geldstrafe zahlen müssen, dürfte in Kürze eines besseren belehrt werden.

Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin - Trainer Daniel Thioune fordert mehr Effizienz vom SVW

17.19 Uhr: Werder-Trainer Daniel Thioune hat am Dazn-Mikrofon über die aktuelle Lage gesprochen - und sagt: „Natürlich ist die Stimmung deutlich gelöster gewesen, der Sieg hat allen gut getan. Ich habe unter der Woche aber auch eine Mannschaft vorgefunden, die sich dieses Gefühl erhalten möchte.“ Mit Blick auf die Chancenverwertung fügt der Bremer Chefcoach an: „Was wir da liegen gelassen haben, hat man nicht so häufig. Es hat was mit Mindset zu tun, dass diejenigen, die die Chancen liegen gelassen haben, dann das Tor auf den Weg bringen. Es ist mahnend der Finger gehoben, dass wir effizienter sein müssen.“

17.17 Uhr: Beide Mannschaften verabschieden sich soeben in die Katakomben, es geht hier also bald los. Die Fans von Union Berlin bringen sich mit ein paar Vereinsliedern in Stimmung und singen aus voller Kehle mit. Der Text? Naja. Aber ein bisschen zum mitwippen lädt die Musik ja schon ein.

17.15 Uhr: „Wer dieses Trikot trägt, gibt nicht auf. Auf geht´s Werder, kämpfen und siegen“ steht auf einem Plakat, das die Werder-Fans aktuell im Gästeblock in die Höhe recken. Kommt uns bekannt vor - hing nämlich gegen Heidenheim auch schon in der Ostkurve. Hat ja auch was gebracht, am Ende hieß es schließlich 2:0 für den SVW. Darf sich heute also gerne wiederholen. Oder haben wir es jetzt gejinxt?

17.10 Uhr: Die 17 soll es sein! Union Berlin scheint in dieser Saison eine ganz besondere Verbindung zu dieser Zahl zu haben - zumindest, wenn es um Heimspiele geht. Im Stadion an der Alten Försterei sammelten die Köpenicker bislang 17 Punkte. Dabei schossen sie 17 Tore - und kassierten 17 Gegentreffer. Damit ist aber auch klar: Diese Statistik wird sich heute verändern, egal, wie das Spiel ausgeht.

17.05 Uhr: Alle Augen auf Romano Schmid? Die Meinungen über den Mittelfeldwirbler des SV Werder gehen vor allem bei den Fans auseinander, doch mit einer Statistik kann der Österreicher aufhorchen lassen: Schmid bereitete in dieser Saison bereits 55 Torschüsse seiner Mitspieler vor. Das ist Ligabestwert - gemeinsam mit Michael Olise (FC Bayern München). Allerdings: Nur sechs Schussvorlagen wurden von den Mitspielern auch zu einem Tor verwertet, das sieht bei Olise und den Bayern natürlich etwas anders aus...

17.00 Uhr: Werder wartet schon seit zehn Bundesliga-Auswärtsspielen auf einen Sieg - das ist die längste Serie innerhalb einer Saison seit 2008/09. Damals waren es sogar zwölf Spiele. Dieser Rekord muss jetzt nicht unbedingt gebrochen werden...

16.55 Uhr: Werder hat zwei der letzten drei Bundesliga-Duelle gegen Union Berlin gewonnen, nachdem man zuvor noch sechs von sieben Partien gegen die Köpenicker verloren hatte. Und: Bei Union Berlin gewann Werder nur ein einziges Mal - am 14. September 2019, also vor fast sieben Jahren. Puh. Die Bremer Torschützen damals: Davy Klaassen und Niclas Füllkrug. Bessere Zeiten? Vielleicht. Heute könnten es ja Cameron Puertas und Keke Topp werden. Oder so.

16.50 Uhr: Jetzt wird es richtig laut im Gästeblock: Die Werder-Mannschaft betritt das Feld und läuft ins Stadion an der Alten Försterei ein. Gut 3.000 Bremer Fans begleiten das Team heute nach Berlin - und lassen diejenigen, die es hier mit dem FC Union halten, auch wissen, dass sie da sind. Die Stimmung ist also gut, hoffentlich wird es das Spiel auch.

16.45 Uhr: Wir machen uns jetzt auf den Weg auf die Pressetribüne, das nimmt hier bei Union Berlin durchaus etwas Zeit in Anspruch. Um zur Pressetribüne zu gelangen, muss man das Stadion nämlich erstmal verlassen. Aber das ist ja kein Problem, nach der knapp dreieinhalbstündigen Fahrt müssen wir ja eh noch ein paar Schritte sammeln.

16.40 Uhr: In der Tabelle werden beide Teams aktuell durch sechs Punkte und zehn Tore getrennt. Die Bremer haben heute also nicht nur die Chance, mit einem hohen Auswärtssieg bis auf Platz zwölf zu springen - sondern Union Berlin auch tief in den Abstiegskampf hinunterzuziehen. Die Unioner benötigen ihrerseits dagegen unbedingt einen Sieg, denn die kommenden Aufgaben werden nicht leichter: Am kommenden Wochenende treten die Berliner beim SC Freiburg an, eine Woche später ist der FC Bayern München im Stadion an der Alten Försterei zu Gast.

16.35 Uhr: Der SV Werder hat in der vergangenen Woche eine katastrophale Serie beendet - nach 13 Bundesliga-Spielen ohne Sieg gelang mit dem 2:0 gegen den 1. FC Heidenheim endlich mal wieder ein dreifacher Punktgewinn. Nun soll natürlich beim 1. FC Union Berlin nachgelegt werden - doch die Köpenicker haben ihrerseits aktuell auch eine rabenschwarze Serie: Im Jahr 2026 und damit neun Partien gelang den Berlinern noch kein einziger Erfolg. Der letzte Bundesliga-Sieg datiert vom 20. Dezember 2025 (1:0 beim 1. FC Köln).

16.25 Uhr: Beim SV Werder feiert Mats Heitmann übrigens seine Kaderpremiere. Der 20-jährige Innenverteidiger kam in dieser Saison bisher ausschließlich in der U23 zum Einsatz, wo er in 21 Partien in der Regionalliga Nord auf dem Feld stand. Nun rutscht der Youngster erstmals in den Spieltagskader der Bremer Profis - auch, weil bei den Grün-Weißen mit Karim Coulibaly, Maximilian Wöber und Amos Pieper aktuell gleich drei zentrale Verteidiger ausfallen.

16.20 Uhr: Auch Union Berlin verkündet bereits seine Startelf, für folgende Aufstellung hat sich Trainer Steffen Baumgart entschieden: Rönnow - Doekhi, Querfeld, Nsoki - Haberer, Khedira, Kemlein, Schäfer, Köhn - Ilic, Ansah. Auf der Bank sitzen: Raab - Burke, Burcu, Jeong, Preu, Jovanovic, Skarke, Trimmel, Kral.

Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Keke Topp steht in der Startelf - Kader-Premiere für Mats Heitmann

16.15 Uhr: Und da ist sie auch schon, die Werder-Aufstellung für das Spiel bei Union Berlin: Backhaus - Sugawara, Stark, Friedl, Deman - Stage, Lynen - Schmid, Puertas, Grüll - Topp. Auf der Bank zunächst: Hein - Bittencourt, Njinmah, Malatini, Schmidt, Covic, Musah, Schmetgens, Heitmann. Bei den Grün-Weißen ersetzt damit Keke Topp den am Rücken verletzten Jovan Milosevic. Ansonsten setzt Trainer Daniel Thioune auf die gleiche Startelf, die schon beim 2:0-Sieg gegen Heidenheim auf dem Rasen stand.

16.05 Uhr: Moin und herzlich Willkommen im Liveticker zum Auswärtsspiel des SV Werder Bremen beim 1. FC Union Berlin. Bis uns die Aufstellungen beider Mannschaften vorliegen, müssen wir uns noch einen Moment gedulden - eines lässt sich aber bereits jetzt schon sagen: Jovan Milosevic wird definitiv nicht auf dem Rasen stehen. Der Stürmer, der sich beim 2:0-Sieg gegen Heidenheim am Rücken verletzt hatte und seither mit dem Mannschaftstraining aussetzen musste, ist hier eben nicht mit dem Team aus dem Mannschaftsbus gestiegen und fehlt somit im Stadion an der Alten Försterei.

Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Union Berlin. Anpfiff des Bundesliga-Duells ist am heutigen Sonntag um 17.30 Uhr im Stadion an der Alten Försterei, der Live-Ticker startet bereits gegen 16.30 Uhr mit den Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News, Infos und Highlights vom Werder-Auswärtsspiel in Berlin-Köpenick gibt es dann hier live im Liveticker der DeichStube.

Weiter mit dem Vorbericht:

Ein „zartes Pflänzchen“ und ganz viel Freundschaft: Werder Bremen will und muss bei Union Berlin das jüngste Erfolgserlebnis bestätigen

Der SV Werder Bremen spielt am Sonntag (17.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) auswärts gegen den 1. FC Union Berlin. Der Vorbericht zum Bundesliga-Spiel.

Die Umarmung dürfte etwas inniger ausfallen. „Ich freue mich sehr, ihn zu sehen und zu drücken“, sagt Daniel Thioune und lächelt. Wenn der Trainer des SV Werder Bremen am Sonntag (17.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) mit seiner Mannschaft beim 1. FC Union Berlin antritt, dann kommt es für ihn zu einem ganz speziellen Wiedersehen. Steffen Baumgart, Coach der Hauptstädter, ist nämlich nicht nur ein Kollege aus der Branche, sondern ein echter Freund. „Das ist über die Jahre gewachsen. Wir haben mit anderen Vereinen gegeneinander gespielt, die eine oder andere Gegnerbeobachtung gemeinsam gemacht. Dadurch ist das Verhältnis auch privat gewachsen“, schildert Thioune. „Daraus hat sich eine Freundschaft entwickelt, die über eine Textnachricht hinausgeht.“

Werder Bremen gegen Union Berlin wird zum Wiedersehen der Kumpels Daniel Thioune und Steffen Baumgart

Was aber nicht automatisch bedeutet, dass beide Protagonisten regelmäßig zum Hörer greifen, um die Stimme des anderen zu hören. „Da muss man nicht jedes Jahr 25 Mal telefonieren, sondern wenn man miteinander telefoniert, dann weiß man, dass ein sehr guter Kollege mit einem spricht“, sagt etwa Steffen Baumgart über seine Beziehung zum Bremer Kollegen. „Daniel ist als Mensch und Typ nicht nur angenehm, sondern jemand, auf den man sich verlassen kann.“ Eine Einschätzung, die auf Gegenseitigkeit beruht, weshalb in den entscheidenden Momenten der Kontakt gesucht wird. Wie vor einigen Wochen, als Thioune bei Werder Bremen zum Chefcoach ernannt wurde. „Er hat sich sehr für mich gefreut und mir gesagt, dass ich der zweite Trainer innerhalb eines Jahres bin, der in der 2. Liga entlassen worden und dann in der 1. Liga wieder aufgetaucht ist“, sagt Daniel Thioune. Und klar, wen Baumgart noch gemeint hatte: sich selbst. Er war im November 2024 beim damaligen Zweitligisten Hamburger SV freigestellt worden und hatte im darauffolgenden Januar den Job in Köpenick angetreten.

Nun also treffen sie erstmals in der Bundesliga aufeinander, genügend Brisanz ist vorhanden. Union Berlin ist zwar Tabellenzehnter, hat in diesem Kalenderjahr aber erst eines von neun Spielen gewonnen. Im Rückrundenklassement liegt die Baumgart-Elf sogar als 16. einen Platz hinter Werder Bremen. An der Weser soll derweil unbedingt an den jüngsten Sieg gegen Heidenheim angeknüpft werden. Ein stabiles Fundament erkennt Thioune dafür noch nicht, er nennt es lieber ein „zartes Pflänzchen“, das da gerade heranwächst. Aber er sieht auch das Potenzial. „Ich habe über mehrere Wochen betont, dass ich einen nicht so schlechten Eindruck von der Mannschaft habe, wie es sich vielleicht in den Ergebnissen widergespiegelt hat. Dieses Team kann in vielen Bereichen auf Augenhöhe agieren oder sogar besser sein als der Gegner.“ Den Nachweis in Form von Punkten muss sein Team aber erst noch erbringen. „Es gibt überall Baustellen, keine Frage. Aber wir arbeiten fleißig daran, sie alle abzuschließen.“

Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Daniel Thioune trifft Freund Steffen Baumgart

Der Angriff gehört zweifelsfrei zu diesem Feld, das es zu beackern gilt. Denn auch wenn Steffen Baumgart am Freitag mit Nachdruck erklärt hat, dass Werder Bremen „eine ganz klare Stärke in der Offensive“ besitze, weil die Mannschaft „jedes Spiel 15, 16 Mal aufs Tor schießt“, fehlte in der Vergangenheit doch allzu oft der Ertrag. Auch gegen Heidenheim drohte Ungemach nach den ausgelassenen Topchancen von Romano Schmid oder Jovan Milosevic, ehe doch noch ein Sieg heraussprang. Daniel Thioune sagt dazu: „Sorgen würde es mir bereiten, wenn wir gar keine Torchancen hätten. Wenn man sie in dieser Klarheit hat, dann zeigt es auch, dass wir die Qualität haben, sie herauszuspielen.“ Und weiter: „Noch mehr Sorgen würde ich mir machen, wenn die Jungs an diesen Chancen verzweifeln würden. Aber wir haben bei Romano und Jovan gesehen, dass sie in der Lage waren, die Szenen abzuschütteln.“

Und für große Erleichterung zu sorgen. Bei den Fans, Verantwortlichen und im gesamten Kader. Da wäre ein gewisser Spannungsabfall nur menschlich, doch Werder Bremens Chefcoach hält bewusst die Energie hoch. „Ich habe mahnend den Finger gehoben, denn wir haben noch gar nichts erreicht. Es glänzte schon einiges, aber es war noch nicht so leuchtend, dass ich sage, dass alles gut war“, meint der 51-Jährige und fordert mit Blick auf Sonntag: „Union Berlin ist nicht nur mit weiten und langen Bällen gefährlich, sondern auch im Umschaltspiel. Und das müssen wir einfach kontrollieren. Wenn man es schafft, die Berliner in ihrer DNA zu schlagen – und die besteht aus Intensität, Laufbereitschaft und Tempoläufen –, dann schaffen wir es auch, das Spiel zu bestimmen. Genau diesen Anspruch habe ich an die Mannschaft.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

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