Bei Pokal-Pleite in Bielefeld

Harmloser Werder-Sturm: Justin Njinmah verwundert über Auswechslung – so reagiert Steffen

Auf seine Auswechslung in Bielefeld hatte Justin Njinmah mit Unverständnis reagiert. Was Werder Bremens Cheftrainer Horst Steffen dazu sagt.

Bremen – Justin Njinmah hatte nicht schlecht gestaunt, als er zur Seitenlinie geblickt hatte – allerdings nicht auf eine erfreute Art und Weise. Exakt 60 Minuten waren in Bielefeld gespielt, als der Angreifer des SV Werder Bremen seine Rückennummer auf einer Tafel aufleuchten sah und damit wusste, dass er ausgewechselt werden würde. Von seinen Lippen war in diesem Moment deutlich ein ungläubiges „Was?“ abzulesen. Also trabte der 24-Jährige wenig begeistert Richtung Bank, klatschte kurz mit Chefcoach Horst Steffen ab und ärgerte sich, dass sein Pokaleinsatz schon vorbei war. Eine gute Chance zur Führung hatte der Werder-Profi im ersten Durchgang liegen lassen, bei einer weiteren Möglichkeit in Abschnitt zwei verzettelte er sich vor dem Tor der Gastgeber. Wie allen Offensivspielern gelang es also auch Njinmah nicht, die Offensivproblematik auf der Alm zu beheben.

Ungläubig: Justin Njinmah war im DFB-Pokal-Spiel des SV Werder Bremen bei Arminia Bielefeld mit seiner Auswechslung nicht ganz einverstanden.

Nach Auswechslung im DFB-Pokal: Das sagt Werder Bremens Coach Horst Steffen zur Reaktion von Justin Njinmah

„Kein Spieler freut sich, wenn er ausgewechselt wird“, sagt Horst Steffen mit Blick auf die enttäuschte Miene des gebürtigen Hamburgers. „Ich glaube, dass er auch ein bisschen sauer war, weil er Möglichkeiten hatte und gern noch ein Tor für uns geschossen hätte. Er hatte vielleicht das Gefühl, dass er die nächste Chance reingemacht hätte – und das Gefühl darf er auch haben.“ Anstelle von Justin Njinmah war fortan Neuzugang Samuel Mbangula auf dem Rasen unterwegs gewesen, wirklich Akzente setzte der Belgier aber nicht mehr. Insgesamt ging es jedoch im Angriff des SV Werder Bremen mittlerweile ruhiger zu, weil die Gastgeber nach einem Platzverweis für Leonardo Bittencourt immer mehr Oberwasser bekamen.

Umso mehr trauerten die Bremer nach der Partie den zuvor vergebenen Gelegenheiten nach, neben Justin Njinmah hätten schließlich auch Marco Grüll (14.) und Felix Agu (33.) für Werder Bremen treffen können – wenn nicht gar müssen. „Es ist der viel zitierte Knoten, der platzen muss“, meint Peter Niemeyer als Werders Leiter Profifußball im Gespräch mit der DeichStube. „Wenn das passiert, bin ich sicher, dass bei den Spielern auch die nötige Leichtigkeit wieder vorhanden ist. Auch wir spüren, dass sie aktuell nicht da ist – das ändert aber nichts an unserem Vertrauen in die Spieler.“ Auch Njinmahs Unverständnis über die Wechsel-Entscheidung des Trainers wird verständlicherweise kein Nachspiel haben. „Ich fand die Auswechslung normal und seine Reaktion nicht ungewöhnlich“, betont Horst Steffen. (mbü)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Noah Wedel

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