Wettlauf mit der Zeit
Verletzung im Nordderby: Spielt Bittencourt nie wieder für Werder?
Leonardo Bittencourt hat sich gegen den HSV verletzt. Spielt der Mittelfeldspieler womöglich nie wieder für den SV Werder Bremen?
Freudestrahlend war Leonardo Bittencourt abgedreht, hatte vor den Fans des SV Werder Bremen in der Westkurve mehrmals auf das Wappen seines Trikots gedeutet und immer wieder den Zeigefinger gehoben. Der 32-Jährige genoss den dritten und entscheidenden Treffer im Nordderby gegen den Hamburger SV (3:1) durch Teamkollege Cameron Puertas in vollen Zügen, den Jubel der ekstatischen Menge sog er förmlich auf – doch wenn es ganz schlecht läuft, dann könnte es das letzte Mal gewesen sein, dass er dazu in Bremen Gelegenheit hatte.
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Leonardo Bittencourt hat sich im Nordderby verletzt – droht dem Profi des SV Werder Bremen sogar das Saison-Aus?
Leonardo Bittencourt ist nämlich nicht ganz unbeschadet aus dem Wochenende gekommen. Der Mittelfeldakteur hat sich laut Verein eine „muskuläre Verletzung im Oberschenkel“ zugezogen, weshalb er nicht nur am Mittwoch bei der ersten Trainingseinheit vor dem Bremer Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) fehlte, sondern die Reise ins Schwabenland für sich persönlich bereits abhaken kann. „Für das Stuttgart-Spiel fällt er definitiv aus“, bestätigt Peter Niemeyer, Leiter Profifußball beim SV Werder Bremen, im Gespräch mit der DeichStube. „Und auch gegen Augsburg dürfte es knapp werden.“
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Somit würden für Leonardo Bittencourt, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, nur noch zwei weitere Möglichkeiten (TSG Hoffenheim, Borussia Dortmund) übrigbleiben, um das 189. Pflichtspiel für Werder Bremen zu absolvieren. Doch dafür müsste nicht nur seine Blessur verheilen, auch im Training müsste der gebürtige Leipziger vorher erst wieder ganz normal mitmischen können – fraglich, ob die Zeit dafür tatsächlich reicht. Da droht also eventuell ein stillerer Abschied als gewünscht nach sieben langen Jahren an der Weser. Trotzdem: „Vom Saisonaus sprechen wir allerdings noch nicht“, betont Niemeyer. „Wir haben die Hoffnung, dass uns Leo noch auf dem Platz helfen kann.“ (mbü/dco)
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