Abwehr-Sorgen

Coulibaly oder Stark: Wer ersetzt Werder-Kapitän Friedl im Nordderby?

Wie ersetzt Werder Bremen den gesperrten Marco Friedl im Nordderby? Sind Karim Coulibaly und Niklas Stark fit genug fürs HSV-Spiel?

Das Training war für Marco Friedl am Mittwochvormittag bereits nach einer Stunde vorbei. Eine Verletzung plagte den Kapitän des SV Werder Bremen jedoch nicht, stattdessen wurde die Einheit für den Österreicher im Rahmen der Belastungssteuerung etwas früher beendet als für seine Teamkollegen. Diese übten im anschließenden Abschlussspiel verschiedene Defensivkonstellationen, schließlich wird Friedl am Wochenende im enorm wichtigen Nordderby gegen den Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) aufgrund seiner Roten Karte aus dem Köln-Spiel fehlen. Gesucht wird daher eine neue Innenverteidiger-Formation, die angesichts der vielen Verletzungen in den vergangenen Wochen und Monaten allerdings nicht leicht zu finden ist – was die Frage verschärft, wie Werder Friedl ersetzen will.

Werder Bremen muss im Nordderby gegen den HSV auf Kapitän Marco Friedl verzichten. Aber wer soll ihn in der Abwehr ersetzen - es gibt kaum fitte Verteidiger.

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den Hamburger SV aussehen!

Wer ersetzt Werder Bremen-Kapitän Marco Friedl gegen den HSV - Karim Coulibaly oder Niklas Stark?

„Das geht nur im Kollektiv“, sagt Leiter Profifußball Peter Niemeyer gegenüber der DeichStube und betont: „So haben wir es in den vergangenen Wochen während der vielen Ausfälle bereits gehandhabt.“ In der Tat fehlten sowohl Amos Pieper als auch Niklas Stark und Karim Coulibaly bereits mehrfach aufgrund von Blessuren. Positiv aus Bremer Sicht: Alle drei genannten Spieler konnten am Mittwoch das Training absolvieren. Dabei bildeten Pieper und Coulibaly in den Übungen mehrfach ein Duo in der Innenverteidigung. Pieper dürfte am Samstag gesetzt sein, während von Coulibaly und Stark wohl derjenige den Vorzug erhält, der bis zum Spieltag die geringeren körperlichen Beschwerden hat. Der gebürtige Oldenburger Coulibaly dürfte leicht im Vorteil sein, da er bereits in Köln eine Halbzeit absolvieren konnte, auch wenn er diese nicht „schadlos“ überstand, wie Werder Bremens Cheftrainer Daniel Thioune am Montag verriet. Die Spielpraxis spricht dennoch für den Youngster, während bei Stark vor allem dessen Erfahrung in einem emotional aufgeladenen Nordderby ein wichtiger Faktor sein könnte.

So sehen Fans das Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen den HSV live im TV und im Livestream!

Werder Bremen holt ohne Marco Friedl in dieser Saison keine Punkte - Wer ist in der Innenverteidigung fit genug für den HSV?

Unabhängig vom Personal steht für Niemeyer fest, dass es defensiv vom gesamten Team eine Leistungssteigerung im Vergleich zum vergangenen Wochenende braucht. „Zuletzt ist uns das in Köln nicht gut gelungen, davor aber schon – und genau an diese Leistungen müssen wir anknüpfen. Wir brauchen in der Abwehr auf jeden Fall Qualität.“ Was angesichts von Marco Friedls Sperre gegen Werder Bremen spricht: In bisher zwei Partien in dieser Saison ohne den Kapitän gelang den Bremern kein Sieg, stattdessen kassierten sie fünf Gegentore. Ein Umstand, der sich am Wochenende gegen den HSV nicht wiederholen soll. Entsprechend wichtig werden die verbleibenden Trainingseinheiten sein, um alle drei verfügbaren Innenverteidiger möglichst fit zu bekommen. „Jetzt muss sich in den nächsten Tagen herauskristallisieren, welche Konstellation am besten passt, um erfolgreich zu sein“, sagt Niemeyer. (bvo/mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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