Glücklich in Birmingham
Nach öffentlichem Zwist und Friedl-Aussagen: Ex-Werder-Profi Marvin Ducksch meldet sich erneut zu Wort
Des Öfteren hat Marvin Ducksch fehlende Wertschätzung beim SV Werder Bremen beklagt. Jetzt hat sich der Ex-SVW-Stürmer erneut geäußert.
Bremen – Ende November sorgte Marvin Ducksch für ordentlich Wirbel rund um den SV Werder Bremen. Damals hatte der ehemalige Bremer Stürmer mit scharfen Aussagen gegenüber der „BILD“ unter anderem bemängelt, dass die Verantwortlichen am Osterdeich ihn nicht mehr hätten haben wollen und sich nach seinem Abschied im Sommer auch nicht mehr bei ihm gemeldet hätten. Während sich Werders Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz im Anschluss selbstkritisch gegenüber der DeichStube zeigte, den Zwist jedoch nicht weiter öffentlich austragen wollte, meldet sich Ducksch nun erneut über die Medien zu Wort – dieses Mal allerdings mit versöhnlicheren Tönen.
Nach Kritik an Werder Bremen: Marvin Ducksch meldet sich mit versöhnlichen Worten und spricht über Bremer Tore-Sehnsucht
„Clemens hat sich daraufhin bei mir entschuldigt und mir erklärt, dass es zu der Zeit viel Trubel gab, was ich auch ein Stück weit verstehen kann. Wir haben das geklärt – und alles ist gut“, sagt der gebürtige Dortmunder nun dem „kicker“. Ganz abgeschlossen scheint das Thema für Marvin Ducksch dennoch nicht zu sein. „Doch nach den vier Jahren wäre eine kleine Nachricht wohl nicht zu viel verlangt gewesen“, fügte der 31-Jährige an, der kurz vor Weihnachten auch aus sportlichen Gründen plötzlich wieder Thema am Osterdeich war. Unmittelbar nach dem Spiel beim FC Augsburg hatte Werder Bremens Kapitän Marco Friedl mit Blick auf die fehlenden Stürmertore gesagt: „Wenn du vorne einen hast, der dir 10 bis 15 Scorerpunkte garantiert wie Ducksch, dann ist das schon etwas anderes.“ Worte, die auch bis nach Birmingham, wo Ducksch mittlerweile in der zweiten englischen Liga spielt, durchgedrungen sind. Eine große Überraschung stellten sie für den Angreifer nicht dar, wie er betont: „Mit vielen Jungs schreibe ich tagtäglich. Ich verfolge Werder ja auch noch, wenn ich kann.“ Zu Friedls Aussagen äußerte sich der zweimalige deutsche Nationalspieler zurückhaltend: „Das ist natürlich immer einfach dahingesagt, wenn keine Stürmertore fallen. Wer weiß, ob ich ein Tor geschossen hätte und wie es gelaufen wäre, wenn ich jetzt noch da wäre.“
Marvin Ducksch hat in seiner Karriere noch viel vor – Rückkehr von zu Werder Bremen kein Thema
Dennoch freut sich Marvin Ducksch über die Wertschätzung aus seiner alten Heimat: „Ich wusste schon immer, dass ich mich auf die Spieler verlassen kann – das war ja nie das wirkliche Problem. Aber natürlich tut das gut, wenn der Kapitän so etwas sagt. Das zeigt, dass man dann doch von irgendwem wertgeschätzt wird.“ Während sich Teile der Mannschaft eine Rückkehr des Stürmers aufgrund seiner Torgefahr womöglich hätten vorstellen können, war ein Ducksch-Comeback an die Weser für die Verantwortlichen des SV Werder Bremen nach DeichStube-Informationen kein Thema. Auch Ducksch selbst macht deutlich, dass er sich nach einem schwierigen Start inzwischen sehr wohl auf der Insel fühlt und glaubt, dass die beste Zeit seiner Karriere womöglich noch bevorsteht.
„Ich bin gerade mal 31 – man gucke sich nur mal die ganzen Topstürmer an, in welchem Alter die noch spielen.“ Dass seine bislang schönste Zeit der Profi-Laufbahn trotz aller zuletzt geäußerten Querelen an der Weser lag, daran lässt Marvin Ducksch keinen Zweifel: „Wenn man sieht, was man alles nicht von mir erwartet hätte und was ich alles erreicht habe, dann waren das schon die schönsten Jahre bis jetzt.“ (bvo)
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