Nach schwacher Leistung
„Werde keinen meiner Spieler fallen lassen“: Werder-Trainer Thioune über Kritik an Mbangula und Aussprache
Daniel Thioune erklärt die zuletzt scharfe Kritik an Samuel Mbangula und skizziert, wie es nun bei Werder Bremen weitergehen soll.
So richtig angenehm ist das vergangene Wochenende für Samuel Mbangula nicht gewesen. Er war zwar mit dem SV Werder Bremen in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen, hatte dabei allerdings eine schwache Leistung gezeigt. Und darüber wurde im Nachgang nicht einfach nur diskutiert, stattdessen gab es reichlich öffentliche Kritik am Auftritt des 22-Jährigen. Fußball-Chef Clemens Fritz formulierte seinen Unmut ebenso deutlich wie Trainer Daniel Thioune.
Die Darbietung des Belgiers blieb auch danach intern noch ein Thema, am vergangenen Mittwoch wurde sich erneut zusammengesetzt und über die Versäumnisse gesprochen. Das Ergebnis: gefiel dem Coach. Und doch war es dem 52-Jährigen am Freitag während der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auftakt des SV Werder Bremen beim SC Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) ein besonderes Anliegen, noch einmal zu erklären, warum Samuel Mbangula ungewohnt deutlich in der Öffentlichkeit angezählt wurde.
Nach Kritik an Samuel Mbangula: Werder Bremens Daniel Thioune erklärt direkte Aussagen und blickt nach vorn
„Ich möchte betonen, dass ich mich nicht dahinter versteckt habe oder Ausreden gesucht habe, warum ich den Spieler vom Platz genommen habe. In der gleichen Deutlichkeit möchte ich aber auch sagen, dass ich keinen Spieler nach einem schlechten Spiel oder einer schwächeren Leistung fallen lasse“, sagte Werder Bremens Thioune. Folglich legte er beim Austausch mit dem Zehn-Millionen-Mann ein gesundes Maß an Sensibilität an den Tag, klopfte nach eigener Aussage sorgfältig ab, ob Inhalte oder Anforderungen nicht verständlich gewesen seien – sowohl inhaltlich als auch sprachlich.
Doch Thioune nutzte auch die Gelegenheit, um den Spieler daran zu erinnern, „dass er ein paar Prozent zulegen muss, wenn er weiterhin Minuten einsammeln möchte. Sam ist sehr gut umgegangen mit dieser Kritik. Es geht immer nur um die Sache, nicht um die Person. Ich werde sicherlich keinen meiner Spieler an den Pranger stellen, aber so offensichtlich, wie es war, mussten wir einfach darüber reden.“ Und nun geht der Blick bei Werder Bremen und Samuel Mbangula wieder in Richtung Zukunft: „Er war selbst enttäuscht, von sich und von seiner Leistung – trotzdem hat er sich gefreut, dass wir weitergekommen sind. Und damit mache ich das Buch auch zu.“ (mbü)
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