Werder-Transfer-News
Erschwerte Suche nach dem Steffen-Aus: So sehen Werders Planungen kurz vor Ende des Transferfensters aus
Verpflichtet der SV Werder Bremen noch Spieler? Verlässt noch ein Akteur den Club? Das ist der Transfer-Plan vor dem Deadline Day am Montag!
Die Entlassung von Horst Steffen als Cheftrainer des SV Werder Bremen hat die ohnehin herausfordernde Suche nach Neuzugängen am Osterdeich noch komplizierter gemacht. Nur einen Tag, bevor das Winter-Transferfenster am Montagabend um 20 Uhr schließt, stehen die Grün-Weißen zwar interimsmäßig mit Raphael Duarte und Christian Groß auf der Cheftrainerposition da, aber eben nicht mit einem neuen Coach, der bestenfalls für den Rest der Saison oder sogar darüber hinaus die Geschicke der Mannschaft lenkt. Da ein Trainer für potenzielle Neuzugänge aber nun mal die wichtigste Person im Verein ist und darüber hinaus eng in die Kaderplanung mit eingebunden wird, um Kandidaten zu bewerten, stellt sich die Frage, inwiefern es der derzeit offene Posten den Bremern überhaupt noch ermöglicht, im Winter tätig zu werden.
Werder Bremens Clemens Fritz: „Wir schauen in beide Richtungen. Sowohl nach einem neuen Trainer als auch auf dem Transfermarkt“
„Es ist aktuell faktisch nicht möglich, das abzusprechen. Trotzdem muss ja auch grundsätzlich die Überzeugung von uns da sein, ob ein neuer Spieler am Ende in unsere Mannschaft passt oder nicht“, sagte Clemens Fritz, Sportchef des SV Werder Bremen, am Sonntag zur erschwerten Suche nach Neuzugängen. Hinzu kommt, dass natürlich auch die Fahndung nach einem neuen Cheftrainer zeitliche und womöglich auch wirtschaftliche Ressourcen des Vereins bindet, was den Fokus vom Spielermarkt weglenken könnte. Fritz versicherte jedoch: „Wir schauen in beide Richtungen. Sowohl nach einem neuen Trainer als auch auf dem Transfermarkt.“
Obwohl die Verantwortlichen des SV Werder Bremen aktuell noch verschiedene Möglichkeiten abklopfen und sich nach DeichStube-Informationen sowohl in der Innenverteidigung als auch im offensiven Mittelfeld umschauen, steht zum jetzigen Zeitpunkt kein Transfer unmittelbar bevor. „Es gibt keine Garantie, dass bis morgen Abend noch ein Neuzugang aufschlagen wird“, machte Clemens Fritz deutlich. Ausschließen wollte der Sportchef zwar nichts, dennoch betonte er einmal mehr, dass Werder nichts umsetzen werde, „nur um etwas gemacht zu haben“. Bedeutet: Ein neuer Spieler muss der Mannschaft qualitativ sofort weiterhelfen. Den Kader personell bloß weiter aufzublähen, ist nicht im Sinne der Verantwortlichen.
Während Verstärkungen auf der Zugangsseite also noch offen sind, ist es auf der Abgangsseite bereits zu einem Wechsel gekommen: Isak Hansen-Aaröen schließt sich dem niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen an. Den Transfer verkündete Werder am Sonntagabend. Zudem dürfte auch Skelly Alvero die Bremer noch verlassen. Beim 23-Jährigen gibt es weiterhin Verhandlungen mit einem französischen Zweitligisten über eine Leihe. Wie zu hören ist, möchte der Spieler gerne zurück in seine Heimat, Werder passten die Konditionen des Leihgeschäfts bis zuletzt aber noch nicht. Bereits am Samstagabend, nach dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:1), hatte Fritz angedeutet, dass bei beiden Spielern noch etwas passieren könnte. Im Spieltagsaufgebot gegen die Fohlen hatten sowohl Hansen-Aaröen als auch Alvero trotz der angespannten Personalsituation schon nicht mehr gestanden. (bvo)
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