Werder verliert bitter gegen Augsburg
Werder Bremen in Noten gegen den FC Augsburg: Blasse Offensive, wacklige Defensive
Der SV Werder Bremen hat sein Heimspiel auf bittere Art und Weise mit 0:2 (0:2) gegen den FC Augsburg verloren. Die Noten zum Spiel. Alle Bremer Profis in der Einzelkritik.
Michael Zetterer: Erneut zappelte der erste Schuss auf sein Tor direkt im Netz, beim frühen Rückstand war Werders Schlussmann allerdings genauso machtlos wie beim zweiten Gegentreffer kurz vor der Halbzeit. Konnte sich erstmals mit einer Parade gegen Claude-Maurice auszeichnen (63.). Note 3,5
Niklas Stark (bis 72.): Rückte in der Dreierkette wieder auf seine angestammte rechte Position zurück und verrichte seinen Job eigentlich gewohnt zuverlässig. Gefiel zwar mit einer guten Passquote, doch auch ihm gelang es nicht, die Augsburger Konter in Schach zu halten. Note 4
Marco Friedl: Der Kapitän kehrte nach seiner Gelbsperre zurück in die Startelf und verlor sofort den entscheidenden Zweikampf vor dem frühen 0:1 (5.). Steigerte sich nach dem frühen Schock und spielte mehrere starke Diagonalbälle in Richtung Köhn. Präsentierte sich über weite Strecken noch am stabilsten in Werders Dreierkette. Note 4
Anthony Jung: Sein vermeintlicher Ausgleichstreffer zählte aufgrund einer Abseitsstellung nicht (20.). Hatte ansonsten viele Ungenauigkeiten in seinem Passspiel und half nicht dabei, dass Werder stabiler stehen konnte. Beinahe bei einer Rettungsaktion mit dem Eigentor (59.) Note 4,5
Werder Bremen in Noten gegen FC Augsburg: Durchwachsene Leistung im Mittelfeld
Mitchell Weiser: Leistete sich zu Beginn einige Stockfehler und auch seinen Hereingaben fehlte die letzte Genauigkeit. Sein Abschluss verfehlte das Tor nur knapp (47.). Kurbelte das Spiel im zweiten Durchgang an und leistete die Vorarbeit zu Grülls Pfostentreffer (55.). Er verzettelte sich allerdings auch oft in seinen Aktionen. Note 3,5
Jens Stage: Begann auf der Sechs und zeigte sich gewohnt zweikampfstark. Auch seinem Treffer wurde aufgrund einer Abseitsstellung die Gültigkeit verwehrt (32.). Sein Abschluss kurz vor der Halbzeit verfehlte das Tor um wenige Zentimeter (43.). Traf kurz nach der Pause den Ball in aussichtsreicher Position nicht richtig (46.). Note 3,5
Derrick Köhn (bis 72.): Leitete schon früh die erste Chance durch Grüll ein (4.) und zeigte sich auch darüber hinaus deutlich spielfreudiger als zuletzt. Seinen vielen Hereingaben fehlte allerdings zumeist die Präzision. Note 4
Leonardo Bittencourt (bis 64.): Ersetzte den gelbgesperrten Lynen und leistete sich prompt den Ballverlust vor dem ersten Gegentreffer. Arbeitete sich in der Folge in die Partie und hatte viele Ballaktionen. Bereitete die Gelegenheit von Stage vor (43.), konnte ansonsten allerdings nicht die entscheidenden Impulse setzen. Note 4
Romano Schmid: Seinen Abschluss konnte Augsburgs Keeper Dahmen noch entschärfen (13.). War sichtlich darum bemüht, Ordnung ins fahrige Bremer Spiel zu bekommen. Fast alle gefährlichen Angriffe in der ersten Hälfte liefen über ihn. Baute im zweiten Durchgang deutlich ab. Note 3,5
Werder Bremen in Noten gegen FC Augsburg: Offensive enttäuscht
Marvin Ducksch (bis 72.): Eine vermeintliche Notbremse gegen ihn wurde vom Schiedsrichter wieder einkassiert. Sah kurz darauf erneut eine Gelbe Karte wegen Meckerns. Seinem Abschluss fehlte die letzte Genauigkeit (55.). Trat gefährliche Standards, allerdings ohne dabei den passenden Abnehmer zu finden. Note 4,5
Marco Grüll (bis 82.): Arbeitete erneut fleißig in der vordersten Linie, wurde allerdings von Augsburgs Innenverteidigern lange Zeit kaltgestellt. Unglücklich, dass sein Abschluss nur gegen den Innenpfosten prallte (55.). Konnte sich ansonsten nicht mehr entscheidend in Szene setzen. Note 4,5
Skelly Alvero (ab 64.): Ersetzte nach etwas mehr als einer Stunde Bittencourt, fiel allerdings nicht großartig auf. Note –
Issa Kaboré (ab 72.): Bemühte sich, aber ohne den großen Ertrag. Note –
Justin Njinmah (ab 72.): Auch er konnte die Niederlage nicht mehr verhindern. Note -
Julian Malatini (ab 72.): Rückte für Stark in die Dreierkette. Note –
Oliver Burke (ab 82.): Kam für die Schlussphase und hatte sogar noch mehrere Abschlüsse. Note –
Weiter mit der Aufstellung:
Mit zwei Änderungen: Die Werder-Aufstellung gegen den FC Augsburg
Update vom 19. Januar 2025 (16.22 Uhr): Die Werder-Aufstellung ist da! Trainer Ole Werner nimmt im Vergleich zum 3:3 gegen Heidenheim zwei Änderungen in der Startelf vor. Die gesamte Startelf des SV Werder Bremen im Heimspiel gegen den FC Augsburg seht ihr hier im Liveticker zum Spiel!
Bremen – Ein paar Fans des SV Werder Bremen hatten sich wie immer auf den Weg zum Osterdeich gemacht, beim Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg (Sonntag, 17.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) wollten sie sich ein ganz genaues Bild vom Zustand der Bremer Profis machen. Das war am Samstagmorgen allerdings gar nicht so einfach, denn immer wieder zogen dicke Nebelschwaden über den Platz und behinderten die Sicht. Die kalten Temperaturen hatten zudem dafür gesorgt, dass mehrere Spieler ihre Köpfe und Gesichter in warme Mützen und Halstücher packten. Lediglich Anthony Jung und Jens Stage blieben unbeeindruckt, hatten vor der finalen Einheit sogar die kurze Hose übergestreift. Beide dürften aber nicht nur deshalb gegen den FCA erneut zur Startelf-Aufstellung gehören – auf zwei anderen Positionen herrscht dagegen Bewegung.
Werder Bremen-Aufstellung gegen FC Augsburg: Leonardo Bittencourt ersetzt wohl Senne Lynen in der Startelf
In personeller Hinsicht gibt es grundsätzlich bei Werder Bremen aktuell keinen großen Grund zur Klage. Stürmer Keke Topp befindet sich nach seinem Syndesmosebandriss zwar weiterhin in der Reha, auch Felix Agu fällt aufgrund von Problemen mit dem Außenband im Knie weiterhin aus – Letzterer spulte am Samstag aber immerhin unweit der Kollegen ein individuelles Programm ab. Auch Senne Lynen gehörte zum Kreise des Teams, allerdings wird der Belgier gegen die Fuggerstädter aufgrund einer Gelbsperre fehlen. Als Alternativen stehen Leonardo Bittencourt und Skelly Alvero parat, mit hoher Wahrscheinlich erhält gegen den FC Augsburg der Routinier den Vorzug vor dem Franzosen. Bittencourt hat in dieser Saison bereits Jens Stage in der Startelf vertreten, als dieser verletzt war, zudem kennt er die geforderten Abläufe im System von Trainer Ole Werner besser.
Darüber hinaus verändert sich auch die Abwehrkette des SV Werder Bremen erneut, allerdings aus positiven Gründen: Marco Friedl hat seine Gelbsperre abgesessen und ist wieder einsatzbereit. Folglich dürfte der Kapitän wieder in der Aufstellung stehen und abermals zentral vor Torhüter Michael Zetterer verteidigen. Für Niklas Stark, der zuletzt gegen Heidenheim in der Kettenmitte aufgeboten worden war, geht es wieder nach rechts. Milos Veljkovic, der beim 3:3 gegen den FCH einige Schwächen offenbarte, muss gegen den FC Augsburg zurück auf die Bank.
Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen FC Augsburg: Rotation trotz Englischer Woche unwahrscheinlich
Am Ende einer Englischen Woche spielt natürlich auch der Kräfteverschleiß eine nicht ganz unwesentliche Rolle, eine Rotation ist deshalb durchaus möglich. Wer Ole Werner reden hört, erkennt aber schnell, dass bei Werder Bremen wohl nicht großartig in der Startelf-Aufstellung getauscht werden muss. „Ich mache mir im Training von der Mannschaft und den einzelnen Spielern noch einen Eindruck“, hatte der 36-Jährige bereits am Freitag erklärt. „Und dann ist nichts ausgeschlossen, aber wir sind nicht dazu gezwungen, großartig etwas zu verändern. Wir haben zwar zwei sehr intensive Spiele gehabt, aber wir waren in beiden Partien von der körperlichen Verfassung her mindestens ebenbürtig.“ (mbü)
